Inherent Vice (2014)

InherentVice

„Chotto, Kenichiro! Dozo, motto panukeiku! Motto panukeiku!“

Als seine Ex-Freundin Shasta Fay aus dem Nichts bei ihm auftaucht, und ihm von einem Kidnapping-Plot erzählt, ist der Privatdetektiv Larry „Doc“ Sportello gleichermassen abgeneigt wie interessiert. Das Opfer soll Shasta Fays Liebhaber, der Immobilienhai Mickey Wolfman, sein, der von seiner Frau und ihrem Lover in eine Klapse gesteckt werden soll. Doc, der über die Trennung mit Shasta Fay noch nicht ganz hinweg ist, will alles tun, um dies zu verhindern und gerät dadurch selber ins Visier der Drahtzieher dieses Plots. Inherent Vice startete offenbar ein bisschen zu spät ins Oscar-Rennen und muss sich daher mit Nominationen in der Drehbuch- und Kostümdesign-Kategorie zufriedengeben. Das wäre nicht nötig gewesen, denn mit Paul Thomas Anderson auf dem Regiestuhl und einem derartigen Cast wäre Inherent Vice durchaus Oscar-Material.

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Inherent Vice

InherentVice

Paul Thomas Anderson ist einer dieser von den Kritikern und Fans gefeierten Filmemacher, mit dem ich bisher nicht viel anfangen konnte. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich bisher noch nicht den Zugang zu seinem filmischen Schaffen gefunden habe. The Master mit Philip Seymour Hoffman konnte mich nicht wirklich reizen und wirkte viel zu düster, während ich seine Rom-Com Punch-Drunk Love nach kurzer Zeit verwirrt abgeschaltet habe.

Sein neues Projekt Inherent Vice ist endlich ein Film von Anderson, der mich reizt und den ich wirklich sehen möchte, nicht zuletzt dank der abgefahrenen und unglaublich coolen Poster. Inherent Vice basiert auf einem Buch von Thomas Pynchon und erzählt die Geschichte vom Privatdetektiv Larry „Doc“ Sportello, der auf Drängen seiner Ex-Freundin eine geplante Entführung untersuchen will. Mit dem absurden Humor, dem 70er-Charme und dem All Star Cast mit den wilden Frisuren erinnert dieses Con-Flick ein bisschen an American Hustle – ich bin aber überzeugt, dass sich Inherent Vice nur schon mit seinem ganz eigenen Look und dank Joaquin Phoenix und Josh Brolin vom letztjährigen Oscar-Tiefflieger abheben kann.

Ihr glaubt mir nicht? Lasst euch vom Trailer zu Inherent Vice überzeugen. Der Film kommt in der Deutschschweiz am 12. Februar in die Kinos.

 

Guardians of the Galaxy (2014)

GOTG

„What a bunch of a-holes.“

Eigentlich haben die intergalaktischen Outlaws um den menschlichen Star-Lord kein Interesse daran, sich als Helden aufzuspielen. Als sie das Schicksal jedoch mit genau dieser Aufgabe betraut, bilden die sogenannten Guardians of the Galaxy die letzte Bastion im Kampf gegen den düsteren Ronan, einen Kriegsherr, der sich die ganze Galaxis zu Eigen machen möchte. Der zehnte Film im Kanon des Marvel Cinematic Universe ist nicht nur der zweitletzte Film der Phase 2, die in Avengers: Age of Ultron gipfelt, Guardians of the Galaxy ist auch der erste Helden-Einstand seit 2011 und Captain America: The First Avenger. Und soviel sei an dieser Stelle schon verraten: James Gunns bereits zweiter Superhelden-Film kann sich sehen lassen.

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Josh Brolin als Thanos?

Thanos

Als Marvel Studios-Boss Kevin Feige vor einiger Zeit verlauten liess, dass Thanos bereits in Guardians of the Galaxy auftreten wird und dass bereits ein Schauspieler gefunden wurde, war ich aus dem Häuschen. Denn eigentlich rechnete ich nicht damit, dass wir den Titan selber schon so früh sehen würden, zumal man sich in Fankreisen einig ist, dass sein grosser Auftritt erst in The Avengers 3 kommen wird. Doch nach seinem Cameo im Abspann von The Avengers und der Bestätigung in Thor: The Dark World, dass der gigantische Titan seine bunten Steinchen sammelt (ich erklär das gleich), überrascht das eigentlich nicht – zumal der Antagonist in Guardians of the Galaxy Thanos‘ rechte Hand ist.

Wer Thanos nicht kennt, hier eine kurze Erklärung der Figur: Der Mann mit dem blauen Kinn ist ein übergrosser und schier unbesiegbarer Titan, der unsterblich in den als Frau personifizierten Tod verliebt ist. In ihrem Namen mordet und zerstört er alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Und selbst das ist nicht sicher vor ihm. Seine schiere Unbesiegbarkeit rührt vom Infinity Gauntlet, einem Handschuh, der mit sechs bunten Edelsteinen ausgestattet ist, die ihm jeweils die Macht über eine Sache geben. Mit dem grünen Stein kann man Seelen sammeln, der orange-farbene Stein lässt Zeitreisen zu, lila kontrolliert den Raum und ermöglicht Reisen über grosse Distanzen, der blaue Stein lässt den Besitzer andere Menschen manipulieren (im Marvel-Universum war das der Tesseract von Loki), mit dem gelben Stein kann man die Realität manipulieren und rot schliesslich kontrolliert oder zerstört Energie (as seen in Thor: The Dark World).

Soviel dazu. Nun spielt also Josh Brolin Thanos. Das heisst, es ist nicht ganz klar ob der Mann ihn nur spricht, oder ob er auch ins Motion Capture-Suit steigt – denn der Titan wird mittels der Andy Serkis-Technik zum Leben erweckt. Brolin ist sicher eine gute Wahl, optisch wie schauspielerisch. Er ist eine Bereicherung für das Marvel Cinematic Universe und bringt diese Mischung aus Charme und Bedrohung, die den dauergrinsenden Thanos so fies macht, gut rüber. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass die Macher das geheim behalten hätten, aber das ist in der heutigen Zeit ein Wunschtraum. Und lieber dass ich es so erfahre, als eine Woche vor dem Kinostart durch einen übereifrigen Fan. Nun soll Brolin den Titan in Guardians of the Galaxy und The Avengers: Age of Ultron geben, wo er beide Male wohl einfach einen Kurzauftritt haben dürfte. Ich bin gespannt, wie seine Steinchensammlungsaktion weitergehen dürfte und habe – nach der Edgar Wright-Geschichte – mein Vertrauen in Marvel wieder gefunden.

Gangster Squad (2013)

GangsterSquad

„We’re not solving a case here – We’re going to war!“

Es war ein eher unschönes Kapitel der Filmgeschichte und überschattete leider das Geschehen auf der Leinwand für längere Zeit: Die Schiesserei vergangenen Juli in Aurora, Colorado, bei der ein Schütze zahlreiche Menschen anlässlich einer Premiere von The Dark Knight Rises im Kinosaal selber tötete. Abgesehen vom Offensichtlichen hatte dieses Massaker auch Folgen für die Filmlandschaft, die sich erst jetzt, Monate später, so richtig zeigen. So wurde der Filmstart von Ruben Fleischers Gangster Squad vom September 2012 in den Januar 2013 verlegt, weil eine Szene, die eine Schiesserei in einem Kino zeigte, neu gedreht werden musste. Und damit schien das Schicksal dieses Projekts auch irgendwie besiegelt, denn einen Film nach dem Dreh umzuschreiben? Eine schwierige Aufgabe…

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Trailer: Gangster Squad

Hat glaubs auch schon ein paar Tage auf dem Buckel, aber nevermind – geil sieht’s aus. Und ich kann mir sogar durchaus vorstellen, dass Gangster Squad auch für einige internationale Preise interessant werden dürfte, denn das sieht nicht nur nach cooler, sondern eben auch qualitativer Ware aus. Sean Penn scheint als Gangsterboss gut aufzuspielen, Ryan Gosling bumst (mal wieder) Emma Stone, die beiden sind ja eh ein bisschen das Pairing der Stunde und Josh Brolin ist der Brave, der gar nicht so brav ist. Und dann noch Giovanni Ribisi, Anthony Mackie und Nick Nolte. Mhm.

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Trailer: Men in Black 3

Und endlich ist auch der zweite Trailer zu Men in Black 3 raus. Das sieht nach einer fetten Portion Action, Humor und abgedrehtem Sci-Fi aus. Nicht zu vergessen, der von Mal zu Mal besser werdende Switch von Tommy Lee Jones zu Josh Brolin. Bzw. ja chronologisch gesehen umgekehrt. Ich bin jedenfalls schon ganz feucht zwischen den Beinen. Jetzt dürfte nur auch noch Jemaine Clement zu sehen sein und dann wäre es perfekt.

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Trailer: Men In Black 3

Ich muss gestehen, ich habe die ersten beiden Men in Black-Filme nie gesehen, abgesehen von einigen Stückchen des ersten Teils am TV. Und so wirklich gespannt auf MIB3 bin ich auch nur wegen des Casts – Josh Brolin als junger Tommy Lee Jones, und natürlich Jemaine Clement als Bösewicht (der im Trailer, soweit ich weiss nur einmal kurz zu sehen und zu hören ist). Aber auch so sieht das Ganze sehr unterhaltsam aus, auch wenn es vermutlich eines Kenners der Vorgänger bedarf, um mir zu sagen, ob der Trailer jetzt gut oder mittelmässig ist.

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No Country For Old Men (2007)

You’ve seen him? And you’re not dead?

Kurz nachdem „True Grit“ im Kino anlief, strahlte man im TV ein weiteres Meisterwerk der Coen-Brüder aus, den Oscar-Gewinner No Country For Old Men. Da zappte ich kurz rein und erlebte die letzten gut 40 Minuten des Filmes. Ich war völlig begeistert, und schwor, den Film in voller Länge möglichst bald zu sehen. Der Streifen der Coen-Brüder aus dem Jahr 2007 gewann seinerzeit vier Oscars, für den besten Film, die beste Regie, mit Javier Bardem für den besten Nebendarsteller und für das beste adaptierte Drehbuch.

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