The Incredible Hulk 2 und mehr über den grünen Wüterich

Marvel-Kinofilm-Boss Kevin Feige erzählte vor einigen Wochen, dass ein The Incredible Hulk 2 ziemlich sicher ausgeschlossen sei. Im Gespräch mit der Huffington Post schilderte er, dass „die Mission fürs Erste erfüllt sei“. Warum er so etwas sagt, verstehe ich nicht. Gut, ich verstehe den Kerl sowieso nie wirklich, weil er ständig News bringt, die gar keine sind, und nicht wirklich mit den Fans umzugehen weiss, aber das hier verstehe ich so richtig nicht. Natürlich, er muss auf Promotour gehen, und wenn er eben keine Big News im Castingbereich hat, muss er die Newsseiten anders zu füllen wissen. Nur sollte er so weitsichtig sein, und wissen, dass er so etwas nicht sagen sollte bevor er weiss, was die Fans von Mark Ruffalo halten.

Denn Ruffalo hat man nicht einfach aus Spass gecastet. Nach Edward Norton suchte man einen Schauspieler, der den Hulk über längere Zeit pushen kann (no pun intended), und Norton hat seine besten Zeiten zugegebenermassen hinter sich, auch wenn ich seine Performance gut fand. Nur kann er alleine keine Filme dieser Art mehr zum Erfolg führen, und so braucht man also jemanden, der das besser kann. Marvel hat Ruffalo nicht nur für The Avengers gecastet, nein, sie wollen längerfristig planen, und da kommt ein aufstrebendes Talent gerade richtig. Und auch wenn ich Ruffalo als Bruce Banner nicht wirklich umwerfend fand, so brachte er als Hulk den Fun und die Coolness zurück, die Norton abhanden kam (der wiederum einen besseren Banner abgab). Und da liegt der Hund begraben – die Fans mochten Hulk! Wenn gelacht wurde, dann bei seinen Szenen, vorallem bei dieser einen genialen Szene da. Ihr wisst, welche ich meine. Damit müsste Feige doch rechnen, denn jetzt wird man bei Marvel garantiert nicht mit einem Hulk-Auftritt warten, bis sich die Avengers das nächste Mal versammeln.

Tatsächlich plant man schon einen Film und eine neue Fernsehserie, nachdem beide dieser Projekte in den letzten Jahren versandeten. Und dann hat Mark Ruffalo noch etwas gesagt, was einen The Incredible Hulk 2 nun definitiv wieder ins Feld des Möglichen, nein sogar Definitiven rückt: In einem Interview mit Collider erzählte er, dass The Avengers lediglich der erste Teil eines 6-Filme-Vertrags sei, was uns natürlich mit Raum für Spekulationen zurücklässt. Neben The Avengers, einem damit garantierten The Incredible Hulk 2 und The Avengers 2, bleiben immer noch drei Filme, von denen mindestens einer, wenn nicht sogar zwei zu keiner dieser Reihen gehören dürften. S.H.I.E.L.D vielleicht? Oder doch ein Gastauftritt als Tony Starks Untermieter in Iron Man 3?

Nun, was damit garantiert sein dürfte, ist, dass der Hulk zurück ist – und Ruffalo der Figur sicher mehr Leben einhauchen wird, als er dies noch in The Avengers tat, wenn es wirklich dazu kommt. Was mit so einem Vertrag schon quasi beschlossene Sache ist. Nur wann? Vor 2014 wird das wohl kaum geschehen, denn bis da sind die Slots schon gefüllt, und auch der zwar noch offene 2014-Sommer-Platz dürfte eher nicht an den grünen Riesen gehen, da da eher eine neue Figur kommen dürfte, sodass der Hulk frühestens 2015 zu erwarten ist und man damit The Avengers 2 gegen 2016 planen kann. Das natürlich gesetzt den Fall, dass alles so läuft, wie geplant.

Robert Downey Jr. ist Tony Stark und jetzt setzt ihr euch und haltet bitteschön die Fresse, ja? Danke.

In den letzten Wochen ging das Gerücht um, dass man bei Marvel schon nach einem Ersatz für Robert Downey Jr. sucht. Nicht, weil man den Mann konkret ersetzen will, sondern weil man für einen unerwarteten Rücktritt RDJ’s vom Amt als coolster Avenger gerüstet sein will. Gewicht hat dem Gerücht auch Kevin Feige verliehen, der Boss bei Marvels Kinofilmen, was schon etwas heisst.

Aber mal ehrlich, ein Iron Man ohne Robert Downey Jr. ist wie ein Jack Sparrow ohne Johnny Depp oder ein Hulk ohne… och, einen der diversen Schauspieler, die jeweils nur einen Film spielten und dann ersetzt wurden. Nein, ernsthaft. Es gibt Filmfiguren, die darf und soll man nicht ersetzen. Dann lieber auf sie verzichten, als sie neu zu casten. RDJ ist so ein Fall. Gut möglich, dass er eines Tages sagt „So, das wars!“, und Iron Man keinen Darsteller mehr hat. Für so einen Fall gilt „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“ – die Fans würdens verstehen. Nur Geld macht man damit nicht. Und Kevin Feige weiss das, weshalb er Iron Man nicht von seinem Schauspieler abhängig machen will.

Doch RDJ selbst hat sich nun im Gespräch mit MTV dazu geäussert, und in einer, wie ich finde, sehr transparenten und coolen Art. Er versprach keine Dinge, die er nicht halten kann, gab aber klar an, dass er eine Neubesetzung genausowenig wolle, wie die Fans:

I would really hate for someone else to think they could step into my shoes. I wonder who’s playing Tony Stark next. Is it you? Is that what you’re here to tell me? I know things are looking like that they could go on for a long while. As usual in my book, it’s all about quality control and delivering a product that you can have this kind of reaction to. If they keep doing that, maybe I’ll keep showing up.

Und sowieso finde ich so Schwarzmalereien mühsam. Let’s focus on the moment – feiern wir RDJ und machen wir uns keine Sorgen um Zukunftsszenarien. A propos Feiern: The Avengers steht kurz davor, die 200 Millionen-Marke zu knacken, und das, noch bevor der Film in den grossen Märkten angelaufen ist.