Super Mario Bros. (1993)

„Name.“ – „Mario.“ – „Last name.“ – „Mario.“ – „And you?“ – „Luigi.“ – „Luigi Luigi?“ – „No, Luigi Mario.“

Im Jahr 1993 geschahen viele merkwürdigen Dinge. Eines davon hockt hier an den Tasten und schreibt die Review über ein anderes, den Film Super Mario Bros., der in ebendiesem Jahr erschien und das Nintendo-Universum ziemlich auf den Kopf stellte. Denn die Realverfilmung mit Bob Hoskins und John Leguizamo in den Hauptrollen geht ganz klar eigene Wege – und das nicht immer zum Besten der Franchise…

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Mario Kart Wii (2008)

Achtung – Gamespoiler (die auf der Wikipedia und anderen Infoseiten ebenfalls zu finden sind ;))

Ich wollte mir lange Zeit lassen, dieses Spiel zu bewerten, doch mittlerweile hab ich fast alles freigeschalten, vieles ausprobiert und jede Strecke gefühlte 1000 mal befahren, sodass einer Review des Games nix im Weg steht. Ich muss vorweg nehmen, dass ich von der MK-Reihe ausser dem Wii-MK nur noch jenes für die N64 kenne, wodurch ich auch Vergleiche nur mit diesem anstelle. Mario Kart Wii ist in vielem besser als das N64-MK, hat jedoch auch Veränderungen vorgenommen, die den Spass teilweise mindern und nicht wirklich nachvollziehbar bzw. oftmals sinnlos sind.

Strecken

Neu gibt es 32 Strecken, von denen die Hälfte 1:1 aus alten Spielen entnommen wurde und von denen ebenfalls die Hälfte freigeschaltet werden muss. Strecken wie der Regenbogenboulevard oder die Mondblickstrasse sind abgewandelte Retrostrecken, die jedoch im Grund immer noch die selben sind, sodass man beim Regenbogenboulevard immer noch auf einer regenbogenähnlichen Strecke im All fährt, oder einem auf der Mondblickstrasse immer noch Autos entgegenkommen (vgl. Toads Turnpike). Die Retro-Arenen wurden jedoch kaum verändert. Auf den Strecken gibt es nun vermehrt Schanzen und Hügel, bei denen man Speed-Ups holen kann, wenn man die Wiimote leicht ruckelt. Oft vorzufinden sind auch Speed-Felder am Boden, oder auf Schanzen, die man nicht speziell betätigen muss, um ein Speed-Up zu erhalten. Neu gibt es auch Fasskanonen, die einen an einen andern Ort schiessen, wenn man hineinfährt, wie beispielsweise auf der DK Skikane oder im DK Bergland. Leider wurde eine ähnliche Kanone auch in DKs Dsuchngelpark (ich sehe, die Dinger kommen nur in Donkey Kongs Strecken vor) auf der Schanze über den Fluss eingebaut, sodass mit dem links Rüberziehen beim Sprung nix mehr wird. Ebenfalls auf dieser Strecke wurde ein zweiter Shortcut zu Nichte gemacht, nämlich im Tunnel am Ende, als man auf der N64 noch den Hang raufruckeln konnte – jetzt ist dort verlangsamender Schlamm. Das ist schade, aber insgesamt sind die Strecken top, auch wenn ich mir einige aus der N64 zumindest als Downloadable Content gewünscht hätte. Meine Favoriten sind der Regenbogenboulevard, die DK Skikane, Bowsers Festung und der Blätterwald.

Alle Strecken sind ausserdem im freizuschaltenden Spiegel-Modus fahrbar, in dem die Strecke spiegelverkehrt ist. Knifflig, aber zur Abwechslung irre spassig.

Charaktere

Hier finden sich 26 Fahrer, von denen 14 freigeschaltet werden – neu dabei: Es fahren 12 Fahrer pro Rennen und nicht mehr 8 wie zuvor. Schade ist, dass das System willkürlich 11 Gegner auswählt, sodass Nervtöter wie die transsexuelle (sic!) Birdo oder Baby Peach 24/7 mitcruisen. Grossartig ist aber, dass es nun, wie eben gesagt, so viele Figuren gibt, dass auch neue mitfahren, wie Waluigi, Koopa, König Buu-Huu, Diddy Kong, Funky Kong und – höchst interessant – das Mii, den persönlichen Wii-Charakter des Fahrers. Etwas schade finde ich auch, dass Shy Guy fehlt, eine Figur, die für mich zu den Klassikern zählt. Für ihn hätte man Nervensägen wie die erwähnte Birdo oder die zahlreichen Babys, Baby Mario, Baby Peach, Baby Luigi und Baby Daisy weglassen können. Die einzigen „guten“ Kids sind Toad und Bowser Jr. Prima finde ich auch das grosse Frauenfeld mit nun drei Fahrerinnen, nämlich die altbekannte Peach, Daisy sowie deren Babies, Toadette und Rosalina aus Super Mario Galaxy. Es gibt nun auch nicht wirklich „schnelle“ und „langsame“ Fahrer mehr, bzw. die Spannweite dazwischen wurde verkleinert und von ihrem Gefährt abhängig gemacht – will heissen, mancher Fahrer ist im Kart besser als auf dem Bike. Meine Favoriten hier sind Yoshi, Koopa, Waluigi auf dem Bike und Diddy Kong in der Windschnitte.

Karts & Bikes

Ganz neu auch hier – es gibt Bikes für die Fahrer. Pro Klasse (leicht, mittel schwer) gibt es 6 Bikes und 6 Karts zur Auswahl, die für jede Figur farblich angepasst wurden. 3 davon, wenn ich mich recht besinne, müssen aber im Verlauf der Rennen freigeschaltet werden. Wie bereits geschrieben, ist die „Geschwindigkeit“ einer Figur stets davon abhängig, ob die Figur auf dem Kart oder dem Bike, und auf welchem, fährt. Hier fahre ich meist auf dem schnellsten Kart/Bike (wie unerwartet), für mich das Bowser-Bike, die Windschnitte und Blue Falcon.

Power-Ups

Hier wurden die grössten Veränderungen vorgenommen, die den Spielspass immer wieder einschränken. Diese Veränderungen tangieren am stärksten den Leader und sind daher oft ein Grund, dass man die oft grosse Führung zum Schluss noch verlieren kann. Einerseits wurde der blaue Panzer, der auf den Ersten losgeht und alles aus dem Weg räumt zu einer fliegenden Bombe umgewandelt, die die andern Fahrer in Ruhe lässt und den ersten hochjagt. Der Erste ist machtlos gegen diese Bombe bzw. kann sich nur mit einem Stern schützen, den – nächstes Problem – die vorderen Fahrer nie erhalten. Also ein Widerspruch in sich selbst. Zudem gab es früher einen blauen Panzer alle zwei Rennen mal, auf der Wii wurde ich dagegen schonmal viermal in einem Rennen runtergeputzt. Ein neues Power-Up ist auch der „POW-Block“, der ein Erdbeben auslöst, das alle vorderen Fahrer trifft. Dagegen hat man immerhin noch eine Chance, wenn man in der Luft ist, macht einem das Erdbeben nämlich nix. Schade finde ich, dass man geblitzte Fahrer nicht mehr flachdrücken kann, das war immer so spassig als Blitzer. Das tollste neue Feature ist aber der Kugelwilli, der Schlusslichter als Rakete automatisch durch die Strecke jagt und so zu vorderen Plätzen verhilft. Neu ist auch, dass man nun, wenn jemand einen Panzer auf einen schiesst, oder ein Stern oder grosser Fahrer (die walzen alles platt) hinter einem her ist, gewarnt wird. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich find es jetzt nicht wirklich nötig, aber schlecht ist es auch nicht.

Wettkampf

Der Wettkampfmodus wurde zwar beibehalten, leider kann man aber nicht mehr nur zu zweit oder zu dritt spielen, sondern muss jetzt immer in Teams fahren. Das finde ich eine ziemlich sinnlose Änderung, da man nun den Fokus nicht mehr auf den Gegner hat, sondern auf dessen ganzes Team. Ebenfalls neu ist, dass man nur zeitlich begrenzt fahren kann, was wahrscheinlich durch die grosse Fahrerzahl bedingt ist. Auf N64 ging es solange, bis der andere alle Ballons verlor. Ausserdem gehen die Wettkämpfe auf Best Of 3, heisst, wer zuerst zwei Wettkämpfe gewinnt, ist Sieger, und man kann nicht mehr endlos lange spielen. Neu ist dafür neben der Ballonbalgerei die Münzenjagd, bei der man nu auf Münzen, die rumliegen losgeht. Und statt der vier Arenen auf der N64 kann man nun auf 5 neuen und 5 Retro-Arenen auf Ballonjagd bzw. Münzensuche gehen.

Mehrspielermodus

Man kann wie gehabt zu zweit, dritt oder viert fahren, daran hat sich nichts geändert. Leider lassen sich im Mehrspielermodus keine Grand Prix fahren, heisst, man muss jetzt vier Einzelstrecken befahren. Dabei wählt jeder Fahrer jedesmal eine Strecke aus, die dann per Zufall ausgewählt wird. Cool ist auch, dass man alleine (alle gegen alle) oder in zwei Teams fahren kann, bei denen dann am Ende die Gesamtpunkte zählen. Dabei bist du geschützt gegen Bananen, Fragezeichen etc. deines eigenen Teams. Ebenfalls nicht mehr möglich ist jedoch das Einzelfahren in diesem Modus, also dass man nur gegeneinander und nicht gegen Computer fährt.

Onlinemodus

Im Onlinemodus kann man über WLAN gegen Freunde (siehe Bloggerio-Kart) fahren, oder gegen ander Fahrer aus der ganzen Welt. Dabei holt man nach jedem Rennen Punkte, die auch zum Freischalten neuer Charaktere dienen können. Ausgangslage sind 5000 Punkte, pro Rennen gibt es je nach Rang bis zu 100 Punkte. Wenn man gegen Freunde fährt, werden die Punkte wie im normalen Rennen gezählt, also 1. 15 Punkte, 2. 12 Punkte, etc. Die Rennen werden nach dem gleichen System wie im Mehrspielermodus ausgewählt.

Ich sehe, ich habe über 1000 Zeichen getippt, aber ich denke, da Mario Kart Wii so vielseitig ist, lässt es sich schwer in weniger Text packen. Ich denke, das Game ist für jeden Wii-Besitzer ein Must und ein Klassiker. Ich hoffe, dass bald noch Zusatzcontent zum Spiel erscheint oder eine Fortsetzung, die mehr Strecken enthält oder sonstige Verbesserungen, wie das Ausmerzen der elenden blauen Panzer. Ein äusserst gelungenes Spiel und zurecht eins der meistverkauften weltweit.