How could I tell you and explain to you – You’re not what I need

Nach langem Warten hab ich gestern endlich das neue Album von Lunik gekauft, „Small Lights in the Dark“ heisst die fünfte Scheibe, und die dritte, die ich kenne. Das Album ist keine Wucht, das fiel mir schon nach einigem Hören auf, Ohrwürmer gibt es so gut wie keine. Als Backgroundmusik taugt diese Scheibe jedoch, und ich habe schon das Bild eines Sommerabends vor Augen, und im Hintergrund läuft der Sound von Lunik – grossartig! Einige Perlen sind „I Never Said That I Was Perfect“, das von einer perfekten, bzw. eben nicht perfekten Beziehung handelt, sowie das einzige ansatzweise rockige Stück „Falling Up“, das die von den letzten Alben bekannten Lunik-Klänge wieder aufleben lässt. Ebenfalls sehr schön sind „How Could I Tell You“, das von der Art und Weise, eine Beziehung zu beenden, erzählt, und „Diary“.

Das Album ist nicht schlecht, ich empfehle sogar einen Kauf. Man muss nur wissen, was einen erwartet, denn der Sound ist immer noch Lunik, nur anders, als jener der älteren Alben. Ich würde sagen, er ist erwachsener und reifer, als noch ein „Most Beautiful Song„.

Bilderquelle: Trespass.ch

Hörtipp: Lunik

Heute eben in der Zeitung gelesen: „Das neue Album von Lunik ab heute in den Läden!“ Zwei Fragen stellen sich mir: 1. WTF – Lunik hatten sich doch getrennt, hab ich was verpasst? 2. Warum hab ich dennoch nix mitgekriegt? Kurz auf Wikipedia informiert, und gesehen, dass sich Lunik 1. nicht getrennt hatten, sondern lediglich ein Nebenprojekt am Laufen war und 2. bereits 6 Alben rausgebracht hatten, und nicht 3 wie ich vermutet hab. Nachholbedarf also.

Wahrscheinlich kennen nur die wenigsten meiner grösstenteils deutschen Leserschaft Lunik, daher ein kurzes Profil zur Band. Lunik ist eine mittlerweile fünfköpfige Popgruppe aus der Schweiz, deren Frontfrau Rahel „Jaël“ Krebs den englischen Texten die richtige Portion Tiefe verleiht. Vergleichbar ist Lunik mit Wir sind Helden, abgesehen, davon, dass sie englisch singen und ihr Pop etwas „sanfter“ ist. Stimmlich lassen sich jedoch Parallelen zwischen den Sängerinnen erkennen, und auch die Instrumentezusammensetzung ist bei beiden Bands dieselbe und man verzichtet fast gänzlich auf andere Instrumente. Beim neuen Album jedoch sind auch Streicher mit von der Partie, wie Jaël in einem Interview bestätigte.

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Bekannt wurden Lunik durch das leicht hochnäsig anmutende Stück „Most Beautiful Song“, das sich 14 Wochen in den Schweizer Charts halten konnte, und das im Globi-Film verwendet wurde. Das Stück wurde von einer Kollegin seinerzeit als „chipmunked“ bezeichnet, womit sie nicht ganz so unrecht hat 😉 Später folgte das Album „Preparing to Leave“, das Ohrwürmer wie „Little Bit“ und Life is All Around You“ hervorbrachte. Ein bisschen melancholischer als der Vorgänger, finde ich, obwohl selbst dieser schon ziemlich melancholisch war. Sound für ruhige Momente, in denen man nicht so toll drauf ist.

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Die angesprochene Trennung, die sich als Nebenprojekt namens MiNa herausstellte, das man angepeilt hatte, weil man die geschriebenen Songs nicht passend für Lunik fand, hat bisher nur ein Album hervorgebracht, und dieses wiederum nur eine Single. Beim Durchhören verstehe ich den Punkt von Jaël und Luk und kann mich mit dem Gedanken anfreunden die Scheibe in naher Zukunft mal in meinem CD-Regal vorzufinden.

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