Scheibenkritiken #9

Scheibenkritiken9

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr euch tierisch auf das neue Album eurer Lieblingsband freut, und es dann effektiv auch cool ist? Eigentlich bin ich es mir gewohnt, dass irgendwann auch ein mieses Album folgt, aber gerade im aktuellen Jahr werde ich reihenweise positiv überrascht. Auch das neue Album der britischen Noisettes ist nämlich bombastisch. Ihre Scheibe Contact und drei weitere Alben gibt es in den nunmehr neunten Scheibenkritiken.

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Madness – My Girl 2

Madness haben einen speziellen Stellenwert für mich – die britischen Ska-Urgesteine stehen für mich für die Ferien in Schottland und alles, was damit zu tun hatte. Und ihr letztes Album The Liberty of Norton Folgate, das erste in zehn Jahren, wenn man vom Cover-Album absieht, war eines ihrer besten – was bei einer Band, die seit bald 40 Jahren mitmischt, etwas heissen will. Ihr nächstes Album Oui Oui Si Si Ja Ja Da Da (das Wikipedia freundlicherweise mit Yes Yes Yes Yes Yes Yes Yes Yes) übersetzt, steht auch schon bereits an, am 29. Oktober soll es erscheinen. Die erste Singleauskopplung darob, My Girl 2, soll eine Woche vorher in die Läden kommen, und mit Death of a Rude Boy gabs bereits im August in Form eines Gratis-Downloads einen kleinen Vorgeschmack auf das was kommt. Hat spannenden Passagen, ist aber etwas zu monoton und frei von jeglicher Entwicklung geraten.

EDIT: Man sollte sich immer gut informieren. My Girl 2 erscheint nicht erst am 22. Oktober, sondern ist bereits erschienen. Mit coolem Video. Und dem Albumtitel, den man in den Song eingebaut hat. Dieser Song ist schon viel weniger eintönig als der obere.

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Muse – Madness

Also. Nun die OFFIZIELLE ERSTE SINGLE. Von Muse und deren neuem Album The 2nd Law. Was vorher war, war einfach nur Teasermaterial, richtige erste Meinungen können aber erst jetzt gebildet werden. Wenn überhaupt. Ob Madness, wie die Single heisst, auch radiotauglich ist, daran zweifle ich noch ein bisschen, aber ich finde sie stark – auch, wie sie sich langsam entwickelt. Sehr eigen, ungewohnt, aber wenn man sich darauf einlässt, verdammt angenehm. Und wenn ich vorher immer wieder davon sprach, dass Queen zitiert würde, dann ist das auch hier der Fall, aber in einer deutlich subtileren und weniger forcierten Art. Aber wie Matt singt und artikuliert, erinnert mich schwer an Freddie Mercury (vergleiche auch mit I Want To Break Free). Und dann erst die Stelle bei 1:57. Oder das May’sche Gitarrensolo.

Übrigens auch schön animiertes Lyric-Video. Sicher keine Hexerei, aber es erfüllt seinen Zweck.

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Trailer: The Iron Lady

Während die Amerikaner mit „J. Edgar“ einer umstrittenen Figur ihrer Geschichte ein Biopic widmen, gehen die Briten mit ihrer ebenfalls umstrittenen „Eisernen Lady“ Margaret Thatcher und dem Film The Iron Lady ins (Oscar-)Rennen. Bereits der Teaser wies die Richtung des Films, eine angespannte Atmosphäre, in der Thatcher, umwerfend dargestellt von Meryl Streep, lange nur bedingt ernst genommen wird, und umso stärker kämpfen muss, um sich Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Der neueste Trailer zeigt Passagen des Lebens und des Aufstiegs, aber auch, inwiefern die Art, die sich Thatcher aneignen musste, um im Haifischbecken des britischen Parlaments zu überleben, auf ihr Familienleben an Seite ihres Mannes Denis (gespielt von Jim Broadbent) abfärbt. Etwas irritierend und unerwartet ist da die Verwendung von „Our House“ als Hintergrundmusik, aber das fällt nicht wirklich ins Gewicht, ebensowenig wie der etwas chaotische Anfang.

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Musikmusikmusikmusikmusik

Gestern war ich mit meiner Schwester am Flohmarkt. Neben einigem Colakram habe ich meine CD-Sammlung wieder um einige Scheiben erweitert. An einem Stand, der eine riesige CD-Auswahl hatte, kaufte ich ein Album der schottischen Band The Proclaimers, die viele wahrscheinlich vom Shrek-Soundtrack kennen, und die mich auf der Schottlandreise musikalisch begleitet haben. Die andere Band, die ich in Schottland viel gehört habe, war Madness, von denen ich das Live-Album Madstock kaufte. Bei einem Ami, der seine CDs ohne Hüllen in einer Schutztüte in der prallen Sonne hatte, legte ich mir einige CDs zu, die ich mir vielleicht sonst nicht gekauft hätte, und deren Verlust, falls sie in schlechtem Zustand bzw. unhörbar wären, mich nicht schmerzen würde. Ein Album von Prodigy, eins von den Fantastischen Vier, eins von Beck und drei von den Strokes. Und das neue Helden-Album habe ich nun auch.

Musik rein und ab gehts

Soeben habe ich bei Melli oder Gedankenfabrik ein Musikstöckchen entdeckt, das ich gerne aufschnappen möchte, wenn niemand etwas einzuwenden hat. Nicht? Gut. Los gehts. Hier kommen die Regeln:

Regeln lauten wie folgt:
1. Musikplayer deiner Wahl einschalten, deine komplette Mediathek reinwerfen und auf Shuffle stellen.
2. Jeder Song ergibt eine Antwort auf die Fragen.
3. NICHT SCHUMMELN! Ergibt zwar nicht immer Sinn, wäre aber sonst auch langweilig

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What am I to say, inside I don’t want to stay

Madness… *insschwärmenkomm* – göttlich. Wie es kommt, dass ein Teen Madness hört? Wunder geschehen. Kennengelernt hab ich die Band durch den „Wixxer“ (hier nachzulesen), als die Band beim Soundtrack des zweiten Films massgeblich beteiligt war.

In Schottland hab ich mir dann CDs der Band gekauft, da man bei uns solche nicht finden konnte. Echt – nicht mal die „nicht-blöde“ und inkompetente Media-Kette (ich nenne absichtlich keine Namen… :P) konnte mir helfen (ich hab’s sogar durch das oft von mehr Erfolg geprägte Selbersuchen nicht entdeckt). Zuerst legte ich mir zwei Best-Ofs zu, später dann ihr neustes Album „The Liberty of Norton Folgate“. Unterschiede zwischen den beiden Stilrichtungen der Band – es liegen ja auch bald 30 Jahre dazwischen – fallen auf, wenn aber auch nur leicht. Alles in allem ist das neue Album mainstreamiger und weniger freaky als die alten Geschichten. Zudem dreht sich im neuen Album (beinahe – bis auf den Titel „Africa“) alles um London vor ca. 100 Jahren und heute. Titel wie „On the Town“ mit Gastsängerin Amber Jolene oder „Sugar and Spice“, aber auch „NW5“ in der finalen Version gefallen und sind nette Musik zum Chillen! Das Album ist jedem zu empfehlen, der gerne Musik hat, die gerne etwas experimentiell ist, aber dennoch schön gesittet. Und jedem, der Oliver Twist und Jack the Ripper mag.

Hörtipp: Madness

Wieder eine Band, auf die ich durch das zweidimensionale Medium (Film) aufmerksam wurde – Madness. Es begann im Film „Der Wixxer“ von Oliver Kalkofe, der persönlich ein Fan der Band ist, und daher versuchte, die Band für den Soundtrack zu gewinnen. Vergeblich. Es blieb beim „Right said Fred“-Cover des Songs Wizard – unter Mithilfe von Anke Engelke. Die Zusammenarbeit stand für die Fortsetzung „Neues vom Wixxer“ schon unter einem besseren Stern – die Band steuerte ausser dem neuen Hit „NW 5“ noch den Schmusesong „It must be love“ in der extralangen „XX“-Version bei, sowie das Original von „Wizard“. Als Ska-Liebhaber gefiel mir der doch sehr mainstreamige Sound (vgl. Ska-P) von Madness, auch wenn mir YouTube diesbezüglich nicht sehr viel helfen konnte 🙁

Daher meinen Favoriten „NW 5“ in seiner vollen Pracht:

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