Thor (2011)

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„My mortal form grows weak. I require sustenance! „

Zugegeben, Thor konnte ich anfänglich nicht wirklich viel abgewinnen. Ich rechnete mit einem trashigen Superheldenstreifen über einen Weichling in einer Karnevalsrüstung, der sich mit einem Hammer Gehör zu verschaffen versucht. Und auch der Destroyer gefiel mir anfangs nicht wirklich. Mit der Zeit, heisst mit der zunehmenden Zahl an spektakulären Trailern und Teasern, konnte ich mich jedoch mehr und mehr für den Film erwärmen und irgendwie merkte ich, dass unter (immer noch wie Karnevalskostüme) aussehenden Rüstungen tatsächlich Platz für eine doch ziemlich interessante Figur und damit eine spannende Story ist.

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You dare threaten me, Thor with so puny a weapon?

So, jetzt bin ich auch fickigeil auf Thor. Vor gut einem Jahr zählte ich den Streifen noch zu den „Joa mal schauen, werd ich wohl dann doch ins Kino gehen“-Filmen, mittlerweile zählt er zu den „Noch fünf Tage oh Gott oh Gott oh Gott“-Filmen. Und weil ich schon uh lange keine solchen Filmheader mehr gemacht hab, und weil ich überhaupt schon uh lang keine Header mehr gemacht hab, habe ich jetzt ein bisschen gebastelt und dabei ist das herausgekommen:

Und ja, es passt nicht gerade supermässig zum Design, aber das wird sich ändern… bald… bald… 😉 Bis dahin müsst ihr leider noch mit dem Header Vorlieb nehmen, ich hoffe, ihr nehmt’s mir nicht Übel. Oder? Oder? Ansonsten zur Versöhnung:

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Pilterpost XXIX – Achtmal ich

Bei der Zeitzeugin, die das Fehlen eines Grafiktabletts zu beklagen hat, habe ich dieses Meme entdeckt, bei dem man sich selbst in acht verschiedenen Versionen zeichnen muss. Ich habe zwar ein Grafiktablett, bin aber nur begrenzt begabt im Umgang damit, unterm Strich gefällt mir mein Ergebnis aber doch. Animes habe ich noch nie gezeichnet, da brauchte ich ein paar Vorlagen, der Chibi sieht mehr wie Scott Pilgrim aus (so eine Mütze hab ich aber wirklich!!! o/) und gegen Ende ging mir ein bisschen die Kreativität aus. Finde ich. Und ich unterstreiche ihre Aussage: Sich selbst zu zeichnen ist VERDAMMT schwer. Finde ich. Ich würde mich über weitere Selbstporträts freuen, macht doch auch mit! 🙂

http://zeitzeugin.blogspot.com/2011/03/ochsen-mogen-es-kalt-in-der-sauna-und.html

Wham! – Grosse Projekte, kleine Worte

Diese Woche bewegten die Kino- und Filmnerds vor allem zwei Dinge. Zum einen war das das Marvel-Projekt The Avengers. Denn Marvel hat offenbar seinen eigenen Marvel-Plan kaputtgemacht, bzw. ihm mit einer unnötigen Aktion gravierende Schönheitsfehler zugeführt. Wir erinnern uns: Man wollte die Filme verknüpfen und Verbindungen zwischen den Stories schaffen. Nun hat man aber Edward Norton aus dem Projekt gestrichen, obwohl es offenbar zu keinen Unstimmigkeiten gekommen ist. Mit Norton verliert man eine ebenso wichtige Verbindung wie Downey Jr. oder Jackson das waren, und diesen Kratzer wieder auszubügeln, wird eine schwere Sache. Meinetwegen könnte man Hulk sowieso aussen vor lassen, aber das würde dann natürlich nicht zum Film passen ;).

Die zweite News ist ein bisschen erfreulicher, wenn auch im Grunde nichtssagend. Es geht um den Regieposten des neuen Superman-Films. Dort hat man nämlich gemutmasst, dass es sich um den aus Harry Potter bekannten Chris Columbus handeln könnte, dies wurde aber nur wenige Augenblicke darauf dementiert. Haben wir noch mal Glück gehabt, meine ich. Nun ist bereits ein neuer Kandidat im Rennen, ein Neuling, dem aber, gerade im Zusammenhang mit Superman, sein Name vorauseilt. Jonathan Nolan (genau – der Bruder von Produzent Chris Nolan) wird hoch gehandelt, und könnte, gut betreut von Chris, vielleicht noch einen tollen Job machen. Warten wir ab…

Und wenn wir schon bei den Nolans sind, switchen wir kurz zum Projekt Batman 3. Dort gabs nämlich nochmal eine Meldung zum Film, die eigentlich auch noch nicht viel sagt, aber das was sie sagt, ist erfreulich, wenn auch zu erwarten. So hat Chris Nolan nämlich gesagt, dass im neuen Streifen kein Joker vorkommen werde. Das finde ich klasse und nichts als recht.

Nicholas Hoult mimt "das Biest"

Und wir wechseln wieder den fiktiven Fluss zwischen DC und Marvel, zum Marvel Projekt X-Men: First Class. Dort wird die Liste der Darsteller mittlerweile nahezu endlos. So spielt Nicholas Hoult (bekannt als Marcus aus „About a Boy“, hat sich stark verändert o.O) „das Biest“, Caleb Landry Jones, über den so gut wie nichts bekannt ist, mimt „Banshee“. Weiter hoch gehandelt wird Lucas Till als „Havok“. Nicht dabei sind definitiv Aaron Johnston und Taylor Lautner, die für „Cyclops“ gehandelt wurden. Bereits gesetzt sind ausserdem James McAvoy als Charles Xavier, Michael Fassbender als „Magneto“ und Alice Eve als „Emma Frost“.

Als krönenden Abschluss nun eine neue Scott Pilgrim-Featurette, mit einigen Aussagen der Hauptverantwortlichen. Auch wenn der Film, nach dem er in Amerika bereits schon am 25. August anläuft, und ursprünglich in Deutschland für den 29. November gesetzt wurde (was eh schon ziemlich fies ist), nun erst am 6. Januar in unsere Landen kommt, Vorfreude herrscht! (Borstel, hast du den Flug in die Staaten schon gebucht? ;))

Nun, mit einem „I’m in Lesbians with You!“ verabschiede ich mich für eine nerdgequasselfreie Woche. Es sei denn, Peter Jackson übernimmt den Hobbit-Job. Oder so 😉

YouTube Preview Image

Bilderquelle: Allserieslinamarcela.Wordpress.com

Wham! – Captain Whamerica & Co.

Willkommen zu einer weiteren Runde Nerdgequatsche, wenn auch knapp verspätet. Diese Woche war gewissermassen ruhig, Big News blieben aus. Von Scott Pilgrim gabs nach dem zweiten Trailer zwei TV-Spots („Future“ und „Baggage„) und an den MTV-Movie Awards eine Szene zu sehen. Die Vorfreude steigt. Aber auch die „richtigen“ Superheldenfilme machten wieder mächtig Dampf, allen voran die Marvelprojekte Captain America: The First Avenger und The Avengers, die ja wie auch Iron Man, Hulk und Thor alle aufeinander abgestimmt wurden.

Bei CapAm ist nun der Cast langsam raus. Zu den bereits bekannten Chris Evans, Hugo Weaving, Tommy Lee Jones, Samuel L. Jackson, Haley Atwell und Dominic Cooper gesellen sich nun Stanley Tucci („Lucky Number Slevin“, „In meinem Himmel“) als Doktor Erskine, der beim Supersoldier-Projekt seine Finger im Spiel hatte, und Neal McDonough („Band of Brothers“) als Dum Dum Dugan, der sich für den Film auch schon den typischen Dum Dum-Schnauzer zulegte. Auch das Kostüm des amerikanischen Rächers ist raus. So hat er nun keine Flügel am Helm mehr und das ganze Kostüm ist viel mehr im Navy-Stile, als das Original. Ebenfalls raus ist das Logo zu Captain America. Das Logo schaut grossartig aus und knüpft mit einem Heavy-Font an den Stil von Hulk und Iron Man an, die auch schon zu eher breiten Fonts griffen.

Achja Thor. Dessen Kostüm ist auch raus. Nicht wirklich speziell, aber schick und wie man es erwartet hatte, ehrlich gesagt. Der Hammer schaut immer noch nach Plastik aus. Das Logo hat man ebenfalls veröffentlicht, etwas klassischer als die anderen, aber trotzdem episch. Noch was zu den Rächern: Gerüchten zufolge soll Prinz Namor im Team-Up mitmischen. Wer das ist? Son blauer Kerl halt 😉 Gute Argumente (bzw. „Hints“ darauf aus Iron Man 2) finden sich hier.

Auch die zweite Marvel-Schiene mit X-Men und Spidey macht von sich zu reden. Vorallem ersteres mit dem 2011 kommenden X-Men: First Class. Der Film soll offenbar eher in Süd- oder Zentralamerika spielen, genauer etwa in den Sechzigern. Der Part des Charles Xavier ging bekannterweise an James McAvoy, Michael Fassbender wird nun für seinen Buddy/Gegenpart Magneto gehandelt. Vielleicht aber auch als Bad Guy im neuen Spinnenmann-Film. 🙂 Und als wären es nicht der Marvel-News genug, noch der Titel des Fantastic Four-Reboots: Fantastic Four: Reborn.

Schöne und unglaublich authentische Fanmade-Teaser und Poster zu diversen Filmen mit Begründung, warum sie Fake sind und genauer Analyse finden sich hier. Lesenswert!

Bilderquellen: Cap Am-Logo: TheMovieInsider.com // Alle anderen: ComicBookMovie.com

Wham! – Sir, I’m gonna have to ask you to exit the doughnut!

Bekannterweise hat Samuel L. Jackson einen 9-Filme-Vertrag mit Marvel für seine Darstellung des Nick Fury. Den ersten Film hat er mit Iron Man 2 abgeschlossen, in Thor soll er nicht vorkommen. Denn Marvel ist schlau. Man will doch nicht, dass man Jacksons Vertrag nach den ersten neun Filmen „aufbraucht“. Stattdessen zieht man das Ganze in die Länge, indem man ihn nicht in jedem Film vorkommen lässt. Wie dem auch sei, Jackson hat sich nun in einem Interview zu diesem Vertrag geäussert, und gesagt, dass er mit Sicherheit in Captain America: The First Avenger dabei ist, und sehr, sehr wahrscheinlich auch im Superhelden-Spektakel The Avengers. Das wären dann schon 3 Filme von 9.

Doch Marvel scheint nicht satt zu werden. Man will auch den allerletzten Tropfen aus der Sache pressen. Denn offenbar ist auch noch ein eigener Film zur Organisation S.H.I.E.L.D. geplant, von der Nick Fury Boss ist. Und damit nicht genug, soll auch noch Black Widow einen eigenen Film erhalten. Rechnet man dann noch den dritten Iron Man dazu, so kommen wir auf bestenfalls 6 Filme mit Nick Fury. Entweder hat sich Marvel übernommen oder verrechnet, was ich für sehr unwahrscheinlich halte, zumindest letzteres, oder man plant wirklich eine grosse Sache. Freuen wir uns auf weitere Filme von Marvel und sicherlich mit Nick Fury.

Bilderquelle: Hitfix.com
Newsquelle: RadioBigBoy.com

Status Quo

Ich freue mich über

– nette Worte einer lieben Person
– den 6:0-Cupfinalsieg des FC Basel

Ich freue mich auf

– Lost
– die Auffahrtsbrücke
– meinen Geburtstag

Ich lese gerade

– die alten Old School Star Wars Comics von Marvel
– Per Anhalter durch die Galaxis
– Der letzte Jedi 8, 9

Ich schaue

– Lost
– X-Men 2

Noch Fragen?

X-Männer, Inselserien und Marvel Bunnys

Ich habe mir heute den ersten X-Men angeschaut, nachdem die Tatsache, dass ich noch keinen X-Men geschaut habe, auf Unverständnis stiess, gelinde gesagt. 🙂 X-Men ist besser als Batman Forever, aber das ist auch schon das einzige Positive, das man über den Film sagen kann. Gut, vielleicht noch Ray Parks Rolle, der einzige lustige Mutant und das epische Ende. Ansonsten: Laaangweilüüüüüüüüüüüüüüsch! Ich befürchte nichts gutes, wenn mir Leute sagen, dass der zweite Teil schlechter war, als der erste.

Dafür hellauf begeistert bin ich von Lost. Nach drei gesehenen Folgen geht es schonmal richtig ab und ich bin schon jetzt gespannt, wie das Storytelling weitergeht. Ebenfalls sehr spassig sind die alten Marvel-Comics zu Star Wars aus den 80ern, die ich momentan lese und mich gut unterhalte. Nur zu empfehlen! Ich muss mir irgendwann noch Band 1 mit dem Killerbunny kaufen ^^

Das war es dann somit an Random Information 😀

Marvel Splash Boom Bang

Seit Spider-Man stehen Comic-Verfilmungen wieder hoch im Kurs. Und Chris Nolans Batman-Filme haben den Hype noch ein bisschen stärker angekurbelt. Der Comicverlag Marvel, durch Nolans DC-Vorgabe stark ins Hintertreffen geraten, hat diesbezüglich eine neue Strategie ausgedacht. So versucht man, die Filme in einander zu verweben, sprich, Tony Stark taucht in einem Hulk-Film auf, oder man lässt einzelnen Rächer einen Solo-Auftritt, um sie dann später im Team ins Kino zu bringen. Diese Idee funktioniert bislang sehr gut, und momentan stehen zahlreiche Marvel-Verfilmungen an, die dieses und nächstes Jahr in die Kinos kommen.

Die Marketingstrategie wurde mit Iron Man und The Incredible Hulk begründet, die beide 2008 in die Kinos kamen. Robert Downey Jr. als „Iron Man“ Tony Stark ist in Hulk kurz zu sehen, doch künftig sollen solche Cameo-Auftritte immer mehr zu Gross- oder Nebenauftritten ausgebaut werden. Das finale Furioso ist dann mit einem Crossover aller Reihen geplant. Mit dem Kassenschlager Iron Man geht es bereits diesen Sommer in Iron Man 2 (6. Mai) weiter, dann wird es eine Zeit lang ruhig um die Marvelhelden. Im folgenden Sommer sind jedoch gerade mehrere Superhelden-Streifen geplant, ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

Bereits ein festgelegtes Datum hat der hammerschwingende Thor, der am 19. Mai 2011 kommen soll. Den Titelhelden stellt Chris Hemsworth (Star Trek), Göttervater Odin wird von Anthony Hopkins gespielt und für die Rolle der schönen Frau hat man Natalie Portman engagiert. Mit Captain America (verkörpert von Chris Evans, seines Zeichens „Menschliche Fackel“ in Fantastic Four) startet die Einstimmung auf das wohl grösste Event in dieser Superheldenreihe von Marvel, das nur ein Jahr später folgen wird. Dann treten die Rächer auf den Plan, im Crossover-Projekt Avengers. Wahrscheinlich werden alle Superhelden der bisher genannten Filme in diesem Projekt zu sehen sein, für das Joss Whedon (Buffy) als Regisseur bestätigt wurde.

Nochmal der Überschaubarkeit zuliebe, alle Filme der Marvel-Marketingmaschine:

2008 – The Incredible Hulk – R: Louis Leterrier – D: Edward Norton
2008 – Iron Man – R: Jon Favreau – D: Robert Downey Jr.
2010 – Iron Man 2 – R: Jon Favreau – D: Robert Downey Jr.
2011 – Thor – R: Kenneth Branagh – D: Chris Hemsworth
2011 – Captain America – R: Joe Johnston – D: Chris Evans
2012 – The Avengers – R: Joss Whedon – D: Samuel L. Jackson, Edward Norton, Robert Downey Jr., more to come.

Grosser Gewinner, oder, wie ich es eigentlich sehe, Verlierer ist der bekannte Schauspieler Samuel L. Jackson, der Nick Fury, seines Zeichens Boss von S.H.I.E.L.D., verkörpert. Erstmals zu sehen ist Fury im Abspann zu Iron Man, als er versucht, Tony Stark für die Rächer zu gewinnen. Stark, dann bereits neuer Boss von S.H.I.E.L.D. versucht dasselbe dann wiederum mit Bruce Banner in The Incredible Hulk. 2009 unterschrieb Jackson einen 9-Filme-Vertrag mit Marvel für seine Rolle, was viele als Gewinn bezeichneten. Mit einer (bisher) Cameo-Rolle an ein Studio gebunden zu sein, ist in meinen Augen kein wirklicher Gewinn. Vor allem, wenn er dann laufend aus den Filmen geschnitten wird, wie dies nun bei Thor der Fall war. In Captain America soll er dann aber wieder auftreten, und in The Avengers sowieso. Damit wären wir also bei drei aus neun Filmen – way to go, Samuel L. Jackson!

Warum mich dieses Projekt nun so fasziniert? Richtig, ich bin ja bekanntlich kein Superhelden-Comicleser, da mein Bruder Marvel verabscheut, komme ich auch nicht dazu, diese aus zweiter Hand zu lesen. Warum also der Terz? Ich mag es, wenn man nicht einfach einen Film nach dem anderen dreht, und jedesmal bei Null beginnt, sondern auch aufeinander aufbaut. Wie das bei Star Wars und dem Expanded Universe der Fall war. Daher gefällt es mir, wenn ich irgendwann wieder eine Figur, die zuvor in einem andern Film spielte, an der Seite einer anderen kämpfen sehe. Klar, vieles wird auch einfach aus kommerziellen Gründen gemacht, wenn der Spass dabei aber nicht ausbleibt, nehme ich das gerne in Kauf.

Bilderquellen:
– Iron Man: Cinefreaks.com
– The Incredible Hulk: TheFaust.Wordpress.com
– Iron Man 2: Screenrant.com
– Thor* : Efavata.com
– Captain America: HollywoodHatesMe.Wordpress.com

*Dieses Poster ist FanMade, wie alle anderen Poster, die im Moment im Netz zu finden sind. Ein offizielles Poster sollte aber bald folgen.

Iron Man (2008)

Gerade wieder Iron Man geschaut. Sozusagen als Einstimmung auf den zweiten Teil, der diesen Sommer erscheint. Nach Alice in Wonderland nun mein nächstes Kinohighlight. Ich liebe den Kick-Ass-Stil des Films, der durch die Wahl von ACDC für den Soundtrack des zweiten Teils unterstrichen wird. Dabei kenn ich Iron Man gar nicht. Ja überhaupt bin ich ein schlechter Comicfan. Ich lese keine Superhelden-Comics, liebe aber die Filme. Die Batman-Comics meines Bruders hab ich jeweils gelangweilt zugeklappt. Daher richten sich meine Erwartungen immer nach den Filmen und haben keinen Bezug zu den Comics oder den Charakteren, die die Comicleser kennen. 😉 Vielleicht manchmal auch besser. So konnte ich mich rasch mit Heath Ledger als Joker anfreunden, womit ich ein Weilchen wohl alleine dastand 😀 Aber zurück zum Thema, zurück zu Jon Favreaus Superheldenverfilmung Iron Man.

Story

Tony Stark, Boss des Waffenherstellers Stark Industries, wird nach einer Waffenpräsentation in Afghanistan entführt und festgehalten. Er soll für eine Terroristengruppe, die Jericho, eben diese neue Waffe, bauen. Aufgrund einiger Raketensplitter die in den Körper gelangten, hat ihm sein Mitgefangener Yinsen einen Elektromagneten implantiert, der diese davor zurückhält, die Organe anzugreifen. Heimlich baut Stark eine Rüstung, die mit einem eingebauten Reaktoren funktioniert und gelangt so in die Freiheit. Zurück in Amerika arbeitet er daran, diese Rüstung zu verbessern. Doch er hat die Rechnung ohne den Firmenkonkurrenten Obadiah Stane gemacht…

Darsteller & Charaktere

Es gibt durchaus Filme, in denen Robert Downey Jr. mich überzeugt, mein lieber Christiansfoyer 😉  Dieser war zum Beispiel einer (Ich brauch übrigens noch einen passenden Übernamen für dich :P). Den Wandel vom Playboy zum Kerl, dem plötzlich die Augen geöffnet werden, vollzieht Downey Jr. vollkommen glaubwürdig. Jeff Bridges steht dem als gnadenloser, von Ehrgeiz getriebener Visionär (mit Segway ^^) in Nichts nach. Was mich – trotz der Tatsache, dass Don Cheadle übernimmt – stört, ist, dass die Rolle von Rhodes auf den zweiten Teil hin einen neuen Darsteller erhält. Ich mochte solche Darstellerwechsel noch nie, aber dafür kann Terrence Howard, zumindest was seine Darstellung von Rhodes in Teil 1 anging, nichts.

Actionszenen

Der Film lebt von seinen Actionszenen, von denen es zwar wenige, dafür unglaublich spannende gibt. Gerade die Luftfights gehen ab wie nix, allen voran der Fight mit den zwei Huntern, die übrigens interessanterweise als Whiplash I & II bezeichnet wurden… klingelts? Allgemein sind die Flugszenen sehr cool und vorallem glaubwürdig gestaltet. Auch der Schlussfight ist, aus visueller Sicht (klingt das doof), gelungen, ich liebe das Bild, wie Iron Man hochfliegt und dicht von Obadiah verfolgt wird. Genial.

Überzeichung

Ein Faktor, der zeitweise auf die Nerven ging, war die Überzeichnung der Figuren und Fights. Obadiah Stane wirkt teilweise sehr karikiert, wobei das bei einer weniger tiefgründigen Comicverfilmung noch durchgeht und gewissermassen auch zu seiner Figur passt. Weitaus nerviger waren die Zehn Ringe, bzw. die beiden Bosse, die eine ziemlich lächerliche Figur machen. Der finale Kampf zwischen Obadiah und Tony wirkte auch sehr voraussehbar, er war komplett nach dem Schema Punkt für den Bad Guy – Punkt für den Good Guy – Beinahe-Sieg für den Bad Guy – Last Minute Sieg für den Good Guy gestaltet. Etwas schade, aber der Film verträgt das gut, da er allgemein etwas parodistisches hat.

Soundtrack

Wer meine Reviews liest, der weiss, dass ich viel Wert auf den Soundtrack lege. Einen grossen Teil des „Kick-Ass-Feelins“ übernimmt der rockige Score, der im zweiten Teil offenbar gänzlich weggelassen wird, und durch einen ACDC-Soundtrack ersetzt wird. Ob das eine gute Idee ist, weiss ich nicht. Ich glaube, man hätte besser einen Score und einen Soundtrack produziert, so ohne Score wirkt das Ganze sicher trocken. Jedenfalls ist der Soundtrack zu Iron Man sehr schön, auch wenn ich ihn etwas eintönig finde. Passt aber gut in den Film, und das zählt in erster Linie. Offenbar hat der Komponist Ramid Djawadi die Stücke erst auf Gitarre komponiert, und dann für Orchester umgeschrieben, um den rockigen Sound beizubehalten. Mission gelungen!

Iron Man vs. The Dark Knight

Welcher der beiden 2008 erschienenen Superheldenfilme wohl besser abschneiden würde, war eine vielfach gestellte Frage, doch letztlich obsiegte DC über Marvel und der dunkle Ritter brachte den Sieg heim. Nebst den offensichtlichen Differenzen zwischen den Filmen bilden sich auch andere Unterschiede. Auf der einen Seite, der düstere, grösstenteils ernsthafte Film, der vorwiegend in dunklen Farben gehalten wurde, auf der anderen Seite der Action-Film, voll mit Scherzen und gut verpacktem Slapstick. Hier der eher introvertierte und tiefgründige Chris Nolan, dort der ziemlich offene und verspielte Jon Favreau. Abgesehen davon, dass The Dark Knight für mich die ultimative Comicverfilmung ist, heisst das nicht, dass diese Machart die richtige ist. Oder hättet ihr euch Iron Man im düsteren Batman-Stil vorstellen können? Ich nicht. So unterschiedlich die Filme sind, beide sind auf ihre Art gelungen!

Bilderquelle: Cinefreaks.com

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