The Lego Movie (2014)

LegoMovie

„I know what you think: He is the least qualified person to lead us. And you are right.“

Der fiese Lord Business will das Lego-Universum zerstören – der Einzige, der sich ihm bei diesem fiesen Plan in den Weg stellen kann, ist der Prophezeihung nach ein furchtloses und spezielles Legomännchen, das mit dem Piece of Resistance ausgerüstet die Lego-Welt vor dem Untergang bewahren kann. Dass es sich dabei genau um den langweiligen und total durchschnittlichen Emmet handelt, damit hat aber keiner gerechnet. The Lego Movie ist nach Cloudy With A Chance Of Meatballs das zweite Animationsprojekt von Phil Lord und Chris Miller, die das Drehbuch verfasst haben und zugleich auch Regie führen.

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Trailer: Transcendence

Transcendence

Fast noch mehr als auf Christopher Nolans Interstellar freue ich mich auf Wally Pfisters Transcendence. Pfister ist Nolans Kameramann und hatte bei allen Projekten des Regisseurs massgeblichen Einfluss auf die Optik (weshalb ich auch gespannt bin, wie sehr man Interstellar anmerken wird, dass nicht Pfister Kamera führt, und wie sehr man Transcendence anmerkt, dass ein cinematographisch versierter Mann auf dem Regiestuhl sitzt). Für seinen Debütfilm über A.I. und die Grenzen des Unterbewusstseins hat der Oscar-Preisträger einen tollen Cast zusammengetrommelt:

Johnny Depp spielt die Hauptrolle, und ist für einmal nicht schrullig, sondern ziemlich normal und damit sympathisch. Bei Morgan Freeman und Cillian Murphy dürfte wohl Produzent Chris Nolan mitgemischt haben. Das Iron Man 3-Duo Rebecca Hall und Paul Bettany (diesmal ist nicht er die A.I.) komplettieren dieses Darstellerschaulaufen und der erste Trailer macht tatsächlich ganz fett Lust auf mehr. Auch wenn ich wohl den Film sehen muss, um einige Dinge zu verstehen. Aber… das ist ja eigentlich was Gutes. Den Trailer gibt’s nach dem Klick.

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Last Vegas (2013)

LastVegas

„I’m gonna find some damn water, then take all my damn pills, and then we gonna get this damn party started!“

Vier alte Männer möchten es noch ein letztes Mal krachen lassen – Last Vegas ist quasi die Altherrenalternative zu The Hangover. Und als solche ist Jon Turtletaubs Komödie deutlich witziger als alle drei Teile der Wolfpack-Trilogie zusammen, nicht zuletzt, weil der Film mit Morgan Freeman, Michael Douglas, Robert DeNiro und Kevin Klines Hut in den Hauptrollen aufwartet. Und ein solcher Film kann doch gar nicht schlecht sein… oder?

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Now You See Me (2013)

NowYouSeeMe

„Look closely – because the closer you think you are, the less you’ll actually see!“

Es gibt wenige Regisseure in Hollywood, wegen denen ich Filme nicht anschaue. Einer davon ist M. Night Shyamalan (darum werded ihr wohl auch vergeblich auch eine After Earth-Review warten), ein anderer Louis Leterrier. Der französische Regisseur begann seine Karriere vielversprechend mit The Transporter, doch seine letzten beiden Filme waren grober Bullshit. The Incredible Hulk zählt zu den schlechtesten Superhelden-Filmen, die ich je gesehen habe und wird von Marvel zurecht stiefmütterlich behandelt, und auch Clash of the Titans strapaziert selbst meine sehr toleranten Blockbuster-Nerven mit der notorischen Dämlichkeit, die da an den Tag gelegt wird. Aus diesem Grund wollte ich eigentlich Leterriers neuen Film Now You See Me meiden, doch der grossartige Cast und der coole Trailer (mit Woodkid) stimmten mich um – zum Glück.

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Wanted (2009)

„Fuck the code.“

Mark Millar ist mein absoluter Lieblings-Comic-Autor – sein Comic Wanted ist einer meiner Favoriten, da er badass und völlig daneben ist, eine total schräge Story bietet und mit noch schrägeren Figuren aufwartet. Und wenn dann Timur Bekmambetov, Regisseur der gleichnamigen Film-Adaptation, ganz lässig sagt, dass er den Ton der Vorlage so toll findet, frage ich mich, warum zur Hölle er sie dann nicht entsprechend umgesetzt hat. Sein sich Film nennendes Etwas kommt nicht in die Nähe der Qualität des Comics.

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Invictus (2010)

Achtung massive Storyspoiler!

Invictus ist ein heisser Oscar-Kandidat, zwar mit nur zwei Nominationen (Bester Hauptdarsteller und Bester Nebendarsteller), dafür in zwei der wichtigeren und in diesen zudem Favorit. Umso stolzer war ich dann, als ich den Film am ersten Abend schon gesehen habe. Entsprach Morgan Freemans Leistung als neugewählter Präsident Mandela den Erwartungen und Kritiken?

Story

Die Story entstammt einem Buch über Nelson Mandela, der während der Rugby-Weltmeisterschaft in Südafrika versucht, das Volk mit Hilfe der Springboks, der südafrikanischen Mannschaft, bzw. dessen Captain François Pienaar, zu einen. Das Buch mit dem Titel „Playing the Enemy“ von John Carlin wiedergibt eine wahre Geschichte und gerade jene Stellen, die für den Zuschauer unwahrscheinlich scheinen, sind wahre Tatsachen. Dadurch wird das altbekannte Hollywood-Thema des American Dream bzw. des „Hoffnung-nie-Aufgebens“ anhand einer wahren Geschichte neu aufgerollt. Was dem Film in meinen Augen jedoch nicht gelingt, ist die Darstellung des Nelson Mandela. Damit meine ich nicht die schauspielerische Leistung von Morgan Freeman, die unglaublich ist, sondern die Darstellung im Allgemeinen. Viel zu selten lässt man durchblicken, dass Mandela auch nur ein Mensch ist, dass er selbst auch Probleme hat. Mehr Szenen wie diese eine Szene mit seinem Bodyguard, die einen anderen „Madiba“ zeigen, hätte ich gern gesehen. Eher unscheinbar, aber dennoch im Zentrum steht das Gedicht „Invictus“ von William Henley, das Mandela seinerzeit im Gefängnis Halt gegeben hatte, und das er später an Pienaar weiterreicht. In Wahrheit war es jedoch eine Rede Teddy Roosevelts.

Schauspielerische Leistung

Für die Oscars nominiert ist der Film jeweils in Kategorien zu Schauspielern. Verwundert nicht. Morgan Freeman gibt die wahrscheinlich beste Darstellung, die ich gesehen habe, als Nelson Mandela. Er verschmilzt gar mit seinem Vorbild, und die Art und Weise, wie er spricht, ist genial. Das sorgt wiederum für Situationskomik, die den Film auflockert und ihm das Prädikat eines Problemfilms vorbehält. Ein Schauspieler, den ich nicht wirklich mochte, bzw. von dem ich jeweils fand, dass er einen höheren Status geniesst, als er verdient, war Matt Damon. Ich nehme es zurück, auch Matt Damon, neben Morgan Freeman der zweite Oscar-Nominierte in Invictus, gibt eine solide Darstellung ab. Als Captain der Rugby-Nationalmannschaft der Springboks vermag Damon komplett zu überzeugen. Wer für mich aber am meisten überzeugt, ist Tony Kgorore, der den Bodyguard Jason Tshabalala spielt. Wie er den mürrischen und den weissen abgeneigten Kerl spielt, ist grossartig. Man schliesst die Figur, trotz ihres kalten Äusseren, sofort ins Herz. Und zuzusehen, wie Jason (I hate Rugby!) im Laufe des Films langsam auftaut und sich gegen Ende sogar halbwegs für Rugby begeistert, ist köstlich. Tony Kgorore hat übrigens auch in Hotel Ruanda mitgespielt, wie mir auffiel, damals verkörperte er den Kotzbrocken-Hotelangestellten Gregoire, das nur so nebenbei :).

Rugby & Begeisterung

Das Hauptthema des Films – klar – Rugby. Heisst nicht, dass rund um die Uhr Rugby gespielt wird. Aber dennoch sehr wichtig, denn schliesslich liegt „Madibas“ Ziel, wie Mandela genannt wird, darin, dass er die Nation eint, indem er die Rugbymannschaft zu Höchstleistungen anspornt. Obwohl ich mich nie richtig für Rugby begeistern konnte, ging die Begeisterung für die Sportart, die im Film gezeigt wird, nicht an mir vorbei. Man fiebert regelrecht mit, wenn im Ellis Park die letzten Spielminuten laufen. Clint Eastwood gibt sich auch Mühe, die Sportart Leuten entgegenzubringen oder zumindest verständlich zu machen, die sich wie erwähnt nicht dafür interessieren. Man sieht, wie der Hase läuft. Ach, der Ball muss dort hin, das gibt dann soundsoviele Punkte. Das ist schlichtweg grossartig und trägt massgeblich dazu bei, dass mancher Kinobesucher gegen Ende des Films abgenagte Fingernägel zu beklagen hat – einschliesslich meiner selbst 😉

Soundtrack

Einen ersten Abstrich gibt es punkto Soundtrack – man kennt mich ja als soundtrackinteressiert, aber dieser gefällt mir nicht. Ich differenziere absichtlich, zwischen Soundtrack, als Musik zum Hören, und zwischen dem Zusammenspiel Bild & Soundtrack im Film. Jedoch ist der Soundtrack in beider Hinsicht misslungen. Als Musik lässt sich das Ganze nicht hören, zu langatmig sind die einzelnen Stücke, und nach fünf Titeln hat man das Ganze gehört – ständig wiederholen sich die Melodien. Und Titel wie „Olé Olé Olé/We Are The Champions“ sind einfallslose Interpretationen von Fussballsongs, die ihrer plumpen Machart wegen an Peinlichkeit grenzen. Im Film verkauft sich der Soundtrack hingegen weitaus besser. Anfänglich hält sich die Filmmusik zurück und überlässt das Feld dem Bild. Hie und da sind einige Klänge zu hören, mehr aber nicht. In der zweiten Hälfte taucht aber vermehrt Musik auf, womit man in meinen Augen die Bodenhaftigkeit des Films, den Verzicht auf aufbauschende Elemente, zerstört. Doch darauf komme ich später zurück. Was auch stört, ist dass man gegen Ende plötzlich ein, zwei englischsprachige Songs einbaut, die sich zu stark in den Vordergrund drängt. Schade, Potenzial wäre dagewesen, jedoch wurde es nicht ausgeschöpft.

Überdramatisierung im zweiten Teil

Wie bereits angesprochen, verliert der Film ganz gegen Ende an Qualität. In den letzten Minuten/Sekunden des Rugby-Finals enttäuscht Clint Eastwood, indem er auf das Klischee der Slow Motion bzw. das langgezogene „Noooooooooooooooooooooooooo.“ zurückgreift. Das ist nur nervig und schmälert die Authenzität des Films unglaublich. Zuvor bleibt der Film grösstenteils am Boden und verzichtet auf dramatische Elemente. Alles wird so gezeigt, wie es ist, ganz sachlich. Diese Schlussszenen dagegen sind das pure Gegenteil und passen nicht in das Schema des Films.

Trotz dieser Einschränkungen und einzelnen Kritikpunkte gibt es gesamtheitlich nichts, aber auch gar nichts an diesem Film auszusetzen. Im Gegenteil, er ist wärmstens zu empfehlen – jedem, der leichte Kost, die einem jedoch gleichzeitig zum Nachdenken anregen kann, geniessen möchte. Mit atemberaubenden Darstellern. Mein Lieblingsfilm des Jahres – nach Avatar, versteht sich 😉