Woodkid in Zürich

20121114-000915.jpgNach Gigs in Basel, Fribourg und zusammen mit Lana der letzte Schrey in Montreux trat der nach Amerika emigrierte Franzmann Woodkid aka. Yoann Lemoine erstmals in der Schweizer Hauptstadt, also Zürich, auf.

Da nicht wirklich bekannt war, wann das Konzert beginnt, lässt sich nicht einschätzen, ob er verspätet war, ich nehme es aber mal an. Und auch so ist eine Konzertdauer von gut einer Stunde, inklusive Zugaben, doch etwas mager – gerade, wenn man fast doppelt so lang warten musste.

Musikalisch gibt es aber nichts zu meckern – Woodkids Musik, untermalt von rorschachesquen Visuals war gewohnt pathetisch und wuchtig und sorgte für noch lange nachhallendes Dröhnen im Gehörgang. Und auch einige sanfte Melodien, ja sogar ein Liebeslied, verirrten sich in die Setliste.

Besagtes Liebeslied, nüchtern mit I Love You betitelt, wird die nächste Single des kleinen Franzosen, und mit diesem Song dürfte er auch endlich bei den Massen ankommen.

Scheibenkritiken #8

In diesem Jahr erscheinen und erschienen ja viele Alben von Lieblingsbands und -Künstlern von mir (Die Ärzte im April, Madness später im Oktober), aber dass gleich in knapp einem Monat vier meiner Lieblingsbands neue Alben rausbringen, das war schon ziemlich derb. Deshalb gibt es so kurz nach der letzten Ausgabe auch gleich die achten Scheibenkritiken.

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Scheibenkritiken #7

Und wieder einmal vier kurze Kritik zu vier Alben, die ich in den vergangenen Monaten gehört habe. Diesmal sind auch zwei gratis downloadbare Alben dabei, weshalb man sich diesen Beitrag umso mehr durchlesen sollte – denn wenn etwas gefällt, kriegt man es sogar für lau. Die vier Platten, die es in die Scheibenkritiken #7 geschafft haben, nach dem Klick.

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Pegasus – Skyline

Pegasus kenne ich schon ein Weilchen, aber wirklich umwerfend fande ich die Schweizer Band, die momentan als heissester Shit innerhalb der Landesgrenzen gelten, nie. Ist hörbar, aber eben – umwerfend ist anders. Skyline, den Schweizer Song für die Olympischen Spiele 2012, ist aber wirklich gelungen und hat internationales Potential. Ein cooler Mix aus eingängigem Gesang und ohrwurmtauglicher Melodie. Ziemlich sommerlich, wenn man mich fragt, und nicht ohne Grund während drei Wochen Spitzenreiter in den Schweizer Charts (das ist wiederum für Schweizer Musiker so gut wie unmöglich, vorausgesetzt, man heisst nicht Bligg).

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Bild der Woche #79

Dieses Weekend fand das Zürich Openair statt, das in seiner zweiten Ausgabe (die erste war 2010 und gilt als Paradebeispiel, was alles schiefgehen kann bei so einem Openair – nur noch die Organisation soll schlechter gewesen sein als das Wetter) leider immer noch viel zu viele Kinderkrankheiten aufwies. Die Organisation war noch weit davon perfekt zu sein – die Kommunikation funktionierte nur bedingt und mit einem unsinnigen Münzsystem sorgte man vielerorts für Kopfschütteln und Frust. Die Zeltplatzsituation war dagegen gut gelöst, womit man dem OK nicht vorwerfen kann, dass sie aus Fehlern nicht lernen würden, nur gibt es nun eben neue Fehler, aus denen die Lehren gezogen werden sollten.

Musikalisch war es hingegen grossartig – wenn auch etwas ungünstig aufgeteilt, sodass The Killers, die Top-Headliner waren, schon am Donnerstag spielten. Sie waren aber erwartungsgemäss solide und überzeugten auf ganzer Strecke. Auch Lykke Li, Skrillex und The Prodigy entsprachen den Erwartungen, mit Soulwax gabs zudem auch noch eine weitere Neuentdeckung für mich. Leider wurde ich auf den imho ziemlich öden Samstag hin krank, weshalb ich diesen dann zuhause verbrachte, mit dem Ziel, Hot Chip, Yann Tiersen und Die Fantastischen Vier in ihrer unpluggeden Inkarnation am Sonntag umso mehr geniessen zu können. Das tat ich dann auch, wobei ich diesen Tag mit meiner GoPro noch ein bisschen bebildert habe.

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Hans Zimmer – Time (We Plants Are Happy Plants Remix)

Remixes von Filmsoundtracks sind nicht so meine Sache. Okay, das ist gelogen, ich höre mir oft und gerne solche Remixes an, und auch wenn ein Grossteil Mist ist, stolpere ich dann und wann über einen gelungenen Mix. Wie zum Beispiel jener von Hans Zimmers Inception-Schlusstücks Time. We Plants Are Happy Plants ist ein Ungare, der gerne so Zeug ziemlich simpel zusammenmischt, und hier tatsächlich auch einen wirklichen Treffer landen konnte, weil er die wichtigen Nuancen des originalen Tracks beibehält, aber diesen trotzdem aus einer völlig neuen Perspektive zeigt. Gewusst, wie.

Auf ähnliche Art und Weise hat er sich übrigens seinerzeit auch an Paradise von Coldplay vergriffen. Also im positiven Sinne. Wenn „sich vergreifen“ eine positive Bedeutung hat. Vermutlich nicht. Egal.

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Noisettes – Winner

„The butterfly is out of the cocoon“, singt die unglaublich hübsche und talentierte Shingai Shoniwa, die imho schönste Stimme im momentanen Musikbusiness, im Titel Winner und ich schmelze. Selbst, wenn dieser neue Song, den die Noisettes da bringen, etwas gar austauschbar und uninspiriert wirkt, die Dame macht alles besser. Hauptsache, die Katze ist aus dem Sack, der Schmetterling aus dem Kokon und wir bekommen nun endlich ein drittes Album. Im August ist es soweit, und die neue Scheibe Contact erscheint.

Bild der Woche #73

Am Wochenende war ich mit Kollegen am Openair St.Gallen im Sittertobel. Das Wetter war verdammt heiss (angeblich neuer Getränkeabsatzrekord fürs Festival) und die Acts ebenfalls. Persönliche Highlights waren definitiv Deadmau5, den ich live um Welten besser fand als noch vor dem Festival. Was daran lag, dass er die Menge zum Kochen brachte und eine geile Show bot. Aber auch die üblichen Verdächtigen, Florence + the Machine, Dabu Fantastic und Parov Stelar, etwa waren fett. Kakkmaddafakka konnten nicht beweisen, dass sie mehr als nur ein geiler Bandname sind, und auch Caligola waren nur stellenweise top. Aber auch so war das Openair nice – die Stimmung war friedlich und auch dass wir wegen einem ungünstigen Zeltplatz das ganze Weekend über so knapp zwei Stunden gepennt haben ändert nichts daran.

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