DiCaprio, der Börsenwolf

Es gibt nur wenige Regisseure, für die ich um jeden Preis ins Kino renne. Quentin Tarantino ist einer, Steven Spielberg ein weiterer. Martin Scorsese ist ebenfalls einer davon, und sein neues Werk The Wolf of Wall Street, eine Börsen-Satire über einen masslosen Wall Street-Hai, gespielt von Leonardo DiCaprio, verspricht auch tatsächlich Grosses. Mit drei Stunden weist dieser von wahren Ereignissen inspirierter Film eine ordentliche Länge auf, und ich hoffe, er wird dieser Laufzeit auch gerecht. Die Kritiker lieben ihn ja bereits und wenn alles gut geht, dürfte The Wolf of Wall Street auch bei den Preisverleihungen abräumen – für zwei Golden Globes und vier BAFTAs ist er ja schon nominiert. Vielleicht reicht es ja endlich für Leonardo DiCaprios ersten Oscar, wobei, das sagen wir mittlerweile ja jedes Jahr und immer ging er leer aus.

In diesem Jahr könnte es aber wirklich klappen, denn der Film bekommt genügend Buzz und Rückhalt von den Kritikern um bei den Oscars mitspielen zu dürfen. Und da sind DiCaprios Chancen reel – bei den Globes zumindest muss er sich mit Oscar Isaac, Christian Bale, Joaquin Phoenix und Bruce Dern nicht allzu bombastischer Konkurrenz stellen. Im Falle einer Oscar-Nomination dürfte es aber schon kniffliger werden, zumal mit Chiwetel Eijofor, Idris Elba, Tom Hanks, Robert Redford, Matthew McConaughey einige Schwergewichte im Rennen sind. Doch das ist alles nur Spekulation und auch ohne Oscar hat DiCaprio wiederholt Bestleistungen abgegeben, die mich für The Wolf of Wall Street zuversichtlich stimmen. Am kommenden Donnerstag wissen wir, ob Scorseses neuer Film auch etwas taugt, denn dann läuft er endlich an.

Mehr zum Film gibts auf der Schweizer Facebook-Seite von Universal zu lesen.

Argo (2012)

„If I’m doing a fake movie, it’s gonna be a fake hit!“

Filme, die auf einer wahren Geschichte beruhen können diese meist gar nicht akkurat wiedergeben – denn das Leben funktioniert meist nicht nach den Regeln von Hollywood. Und so ist es stört das längst keinen mehr, dass man gerne Drama dazudichtet, wo keines ist, und nicht so tolle Dinge beschönigt. Ausser vielleicht die beteiligten Personen, wie der frühere kanadische Botschafter im Iran Ken Taylor, der sich über die Rolle seiner Figur in Argo beklagte. Und nachdem Regisseur und Hauptdarsteller Ben Affleck das Ende ein bisschen umgeschrieben hat sind beide wieder beste Freunde und ihr um ein bisschen Trivia-Wissen reicher.

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Trailer: Lincoln

Ich bin eigentlich ein Biopic-Gegner, und störe mich, je länger, je mehr, an der Lebensgeschichtenverfilmungsflut in Hollywood, aber da mich Steven Spielbergs letzten beiden Filme, und sowieso, seine Filme allgemein sehr begeistert haben, und verdammt es ist einfach Steven Spielberg, deshalb sieht es im Falle von Lincoln schon anders aus. Und natürlich schreien nach dem Trailer schon alle „Oscar für Daniel Day-Lewis!“ und eigentlich möchte ich miteinstimmen in diese Lobeshymnen, aber… warten wir ab. Sieht auf jeden Fall genial aus, und ist definitiv vorgemerkt – auch wegen des unglaublich starken Casts (Sally Field, Tommy Lee Jones, Joseph Gordon-Levitt und Jackie Earle Haley) . Schade nur, dass wir den Film wohl erst im Januar kriegen.

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Slumdog Millionaire (2008)

„When somebody asks me a question, I tell them the answer.“

Slumdog Millionaire war damals die Kinoüberraschung schlechthin. Niemand hatte den Film wirklich auf der Rechnung, selbst die Filmverleiher schoben die Rechte hin und her – letztlich lohnte es sich aber, denn der Film war bei den Kritikern und den wichtigsten Preisverleihungen ein Grosserfolg und zählt auch finanziell zu den erfolgreichsten Oscar-Gewinnern – was will man da noch mehr? Ach ja genau, eine gute Kritik von meiner Seite. Nun, die wird es geben. Nach dem Klick.

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Exit Through the Gift Shop (2010)

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„Uhmmm… You know… it was at that point that I realized that maybe Thierry wasn’t actually a film maker, and he was maybe just someone with mental problems who happened to have a camera.“

Street Art ist eine Passion von mir. Vielleicht ist das ein bisschen viel gesagt, zumal ich mich nicht sehr tief damit befasst habe, ich kenne viele der Künstler, ihre Arbeiten und ihren Stil, aber ich bin weder selbst tätig in der Szene (noch nicht :P), noch kenne ich jedes Detail der Szene auswendig und bin völlig auf dem neuesten Stand. Aber das ist meiner Meinung nach ohnehin ein bisschen der falsche Zugang zu dieser sehr individuellen und „dreckigen“ Szene. Und als Kind der Generation Street Art bin ich natürlich auch grosser Fan von Banksy, dem wie ich ihn sehe, bodenständigen Star der Szene. Und als ich las, dass er einen Film in die Kinos bringen würde, war ich auch aus dem Häuschen. Die sogenannte „Mockumentary“ Exit Through the Gift Shop ist zwar nicht der erste Banksy auf Leinwand, aber der erste, der für einen Oscar nominiert wurde.

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I am a Baaaanaaaaana!

Gestern Abend habe ich Nausicaä geschaut, den ich ja vom Montagabend noch aufgenommen hatte, und diese Sendung, in der der Film lief (SF zwei – Delikatessen) enthielt gegen den Schluss noch zwei Clips von Don Hertzfeld.

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Genial was? Ich habe, auch der Müdigkeit wegen, Tränen gelacht. Doch das zweite Video hat mir dann echt den Rest gegeben, Erinnerungen an Salad Fingers oder ASDF-Movies kamen auf. Dieser Clip entstand jedoch vor den genannten und wurde 2001 für den Oscar nominiert.

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