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No Country For Old Men (2007)

You’ve seen him? And you’re not dead?

Kurz nachdem „True Grit“ im Kino anlief, strahlte man im TV ein weiteres Meisterwerk der Coen-Brüder aus, den Oscar-Gewinner No Country For Old Men. Da zappte ich kurz rein und erlebte die letzten gut 40 Minuten des Filmes. Ich war völlig begeistert, und schwor, den Film in voller Länge möglichst bald zu sehen. Der Streifen der Coen-Brüder aus dem Jahr 2007 gewann seinerzeit vier Oscars, für den besten Film, die beste Regie, mit Javier Bardem für den besten Nebendarsteller und für das beste adaptierte Drehbuch.

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OscarsTUNE

An den Oscars gabs für mich zwei musikalische Highlights. Einerseits war dies Randy Newman, mit seinem letztlich auch prämierten Song „We belong together“, der einfach schön ist, und so gut zu Toy Story 3 passt. Das zweite Highlight war ganz am Anfang zu hören, als eine Montage mit den Nominierten für Best Picture ablief. Es ist eine Variation von Edvard Griegs In the Hall of the Mountain King (ein Stück, das Lichtschwert sicher bestens kennt) und entstammt dem von Trent Reznor und Atticus Ross geschriebenen Score zu „The Social Network“. Nun habe ich mich früher bereits darüber beklagt, dass man „Inception“ und Hans Zimmer übergangen hat, und ich bin immer noch der Meinung, dass Zimmer ohne Frage einen Oscar verdient hat. Genauso haben es aber auch Trent Reznor und Atticus Ross verdient, die den Goldmann letztlich auch mitnehmen durften. Denn der Track enthält eine gute Steigerung neben jener des Originals und gefällt mir durch die etwas dreckigen und dröhnenden Akkorde und allgemein den ziemlich abgenutzt klingenden Sound. Ein grossartiges Stück, das mein Interesse am „Facebook-Film“ noch mehr steigert.

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Oscar-Fazit

Noch ein Post zu den Oscars, ohgottohgott. Ich versuche ja, mich kurz zu fassen, beruhigt euch. Gestern Nacht blieb ich zum ersten Mal für die Oscars wach, da ich zum ersten Mal am morgen danach nicht früh raus musste. Denn die Verleihung war erst um 6 fertig, als mein Vater bereits wieder aufgestanden war und zur Arbeit ging. Ich stimme den vielen Nörglern zu, die Verleihung war nichts grosses. Das Opening war fantastisch, danach ging der Verleihung aber allmählich die Luft aus, alles brav und politisch korrekt, und sehr langweilig. Kirk Douglas war grandios, und sorgte für Lachtränchen, aber ansonsten hatte die Show nicht viel zu bieten.

So langweilig wie die Show war, war auch die Preisvergabe selbst. Kaum Überraschungen, und wenn, dann in den falschen Kategorien. Die grösste Enttäuschung für mich war, als der Dokumentarfilm „Inside Job“ anstelle von Banksys grossartiger „Mockumentary“ über Street Art, dem Meisterwerk „Exit Through The Gift Shop“ den Preis für den besten Dokumentarfilm gewann. Alleine schon um die Neugier auf Banksys Auftritt zu stillen, hätte ich Banksy gewinnen sehen wollen. Ebenfalls sehr enttäuschend war, dass der grossartige „True Grit“ leer ausging, und das bei 10 Nominationen. In vielen Kategorien war es zwar akzeptabel, weil auch der andere Gewinner gerechtfertigt war, aber beispielsweise Hailee Steinfeld hätte den Preis als beste Nebendarstellerin unbedingt abstauben müssen.

Umso mehr freut mich, dass zwei Filme, die nicht dem von der Academy bevorzugten Genre der tiefgründigen, sinnlichen Filme (sprich den Gähnern :P) angehören, Preise gewannen, und zwar „Inception„, der gleich vier Trophäen mitnehmen durfte, und „Alice in Wonderland“ der bei drei Nominationen mit zwei Goldmännern sehr gut bedient war. Beide gewannen aber nicht in den „wichtigen“ Kategorien, sondern gewannen die Preise für den besten Soundmix und -schnitt, die beste Cinematographie, sowie die besten Effekte (Inception), sowie das beste Kostümdesign und das beste Szenenbild (Alice in Wonderland).

Dass „Black Swan“ nur einen Oscar gewann, erstaunt mich, aufgrund der Kritiken, die vorallem Natalie Portmans Spiel herausstrichen, finde ich das aber ganz akzeptabel. Und auch mit „The King’s Speech“ als Überflieger (auch wenn „Inception“ und „Alice in Wonderland“ eine bessere Nominations/Trophäen-Quote aufweisen) kann ich leben, den will und werde ich eh noch schauen. Auch wenn ich Geoffrey Rush die Trophäe als bester Nebendarsteller wirklich gegönnt hätte. Einfach so aus dem Trailer. Aber Christian Bale ist auch okay. Hat ja einen coolen Bart. Und „The Fighter“ werd ich jetzt auch im Kino ansehen müssen. 🙂

Völlig verdient finde ich auch den erst zweiten Oscar für Randy Newman und seinen Song aus „Toy Story 3“ mit dem Namen „We Belong Together“. Die sonst so grossartige Florence Welch und der sonst so awesome A.R. Rahman enttäuschten, während mich die anderen Titel nur langweilten. Dass Hans Zimmer für den „Inception“-Score keinen Oscar gekriegt hat, unterstreicht wieder einmal, wie sehr die Academy den Deutsch verachtet, ziemlich traurig, leider. Unterm Strich war es eine eher öde Verleihung mit wenigen Enttäuschungen, aber auch wenigen Überraschungen, die behauptete, sich einen neuen, jugendlichen Anstrich verleihen zu wollen, tatsächlich jedoch die alten konservativen Ideen beibehaltete.

Once (2006)

Und wieder kann ich einen Punkt auf meiner imaginären To-Watch-Liste abhaken, denn endlich habe ich es geschafft, den Musik-Independent-Sensationsfilm Once zu sehen, den ich mir schon seit geraumer Zeit zu Gemüte führen wollte, es bislang jedoch nie hinkriegte, den auch zu schauen. Nachdem ich mir auf Youtube den Soundtrack ein bisschen angehört habe, stieg die Vorfreude auf den Film immer mehr, sodass ich ihn mir schliesslich zulegen musste. Und natürlich schnellstmöglich gucken musste. 🙂

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An die Wand stellen und erschiessen

sollte man das Oscar-Komitee zwar nicht gerade, aber eine Strafe für ihre Unfähigkeit, wahre Oscargewinner zu wählen, sollte ihnen sicher sein. Von den 24 Kategorien, bzw. den 19, bei denen ich halbwegs mitreden kann, bin ich mit 2 Entscheidung deutlich einverstanden, bzw. mit 10 klar nicht.

Einverstanden bin ich damit, dass der Beste Nebendarsteller-Oscar an Christoph Waltz geht, der in Inglourious Basterds eine unglaubliche Leistung abgeliefert hat, sowie mit den besten visuellen Effekten für Avatar. Was mich aber aufregt, ist dass der Oscar für den Besten Film nicht an Avatar oder Inglourious Basterds ging – schade. Ebenfalls kacke finde ich, dass Nick Hornby keinen Oscar für sein Drehbuch zu An Education gekriegt hat, oder dass Basterds keinen für das beste Originaldrehbuch erhalten hat. Dass der Soundtrack-Oscar nicht an James Horner für Avatar ging oder an Hans Zimmer für seinen wohl besten Score Sherlock Holmes ist ebenfalls doof, genauso wie die Tatsache, dass The Imaginarium of Dr. Parnassus keinen Goldmann für das Szenenbild oder die Kostüme gekriegt hat.

Zufrieden bin ich dagegen mit der Tatsache, dass Transformers – Die Rache leer ausgegangen ist. Der Film ist zeitweise halbwegs interessant, aber oscarwürdig? Weit davon entfernt! Was mich etwas verwirrt, ist dass alle Avatar-Hochjubler (Herr Filmologe B. ausgenommen ;)) nun glücklich darüber sind, dass der Film so schlecht abgeschnitten hat. Oder waren es nur viel mehr Avatar-Hasser als angenommen, die nun alle rausgekrochen kommen? Ich glaub ja wohl nicht :?¨

Wer gute und faire 😛 Filmwahlen sehen will, schaut am Besten hier vorbei: Vader Award

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