S2E15 – Krimi auf Coruscant

Auch heute gab es wieder eine Folge The Clone Wars auf Kabel1, diesmal war es die Folge Mord im Senat, die ein weiteres Mal das Licht auf den Senat warf und eine Verschwörung inmitten dessen zeigte. Ein richtiger Krimi im Senat.

Nachdem Padmés guter Freund und „Onkel“ Senator Onaconda Farr unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder…

Ausführlicher Episodenguide

Das ist die erst sechste Episode in The Clone Wars, die hauptsächlich auf Coruscant spielt, und erst die dritte, die sich um den Senat dreht. Daher ist es immer wieder eine Freude, Episoden dieser Art zu sehen. Meist sind diese Folgen nämlich solche, die die Story nicht unbedingt vorwärtsbringen, dafür aber die Beziehungen der Figuren etwas verstärken. So auch in dieser Folge. Sie steht unabhängig von den anderen Folgen und erzählt einen Krimi über Verrat und Intrige im Senat. Man merkt aber rasch, dass es den Machern nicht darum geht, einen komplexen Krimi mit Überraschungen aufzutischen. Mir war jedenfalls von Anfang an klar, wer der, bzw. die Bösewichtin ist, was sich ziemlich logisch erklären lässt.

Denn von allen Senatoren die in dieser Folge wichtig sind, wissen wir, dass sie die Guten sind, und nichts Böses tun können, da sie ja auch noch zur Zeit von Episode III im Amt sind. Auf der anderen Seite werden die beiden fiesen Senatoren Mee Dechi und Halle Burtoni (ein riiichtig kaminoanischer Name -.^) zu übertrieben dargestellt um dann die Bösen zu sein… Bleibt also noch Lolo Purs. Und natürlich musste auch ein Monolog her, der den Senatoren und Divo Zeit liess, Lolo zu schnappen. Alles ein bisschen zu klischeehaft, wie ich finde. Doch diese Folge hat ihre Stärken nicht bei der Story, sondern beim arroganten Inspektoren Divo.

Diese absichtlich assymetrisch gestaltete Figur brachte mich mit seiner unfreundlichen und selbstverliebten Art doch sehr zum Schmunzeln. Auch seine unbeholfenen Interventionen gegen die eigensinnigen Senatoren („ich inspiziere, und Sie, Sie… senatorieren…“) waren wirklich lustig. Das lockerte die eigentlich ernsthafte Folge erheblich auf. Punkto Design war das aber auch schon das Einzige, was es zu loben galt. Mee Dechi war viel zu kantig gestaltet, was wirklich nicht mehr schön anzusehen war – da waren nur noch Ecken zu sehen. Mon Mothma dagegen sah aus wie eine billige Videospielfigur, man hätte da doch eine viel realistischere Figur machen können, bin ich überzeugt.

Ich habe trotzdem nicht wirklich verstanden, warum man Padmé in dieser Folge sich selbst überlässt, nachdem sie beinahe getötet wurde (zumindest hätten die Behörden von einer akuten Bedrohung ausgehen müssen), während ihr in Episode II beim gleichen Szenario gleich zwei Jedi zur Hilfe geeilt waren. Aber wollen wir nicht allzu spitzfindig sein… Und was Padmé nun genau unter einem Onkel versteht ist mir schleierhaft, dass sie rodianische Vorfahren hat, schliesse ich doch eher aus. Ich glaube ausserdem, dass diese Folge vor „Der Freikauf“ spielt, da man den in jener Episode verstorbenen Senatoren Kharrus wieder sieht (ich bezweifle, dass sein Nachfolger dasselbe Outfit wie er anzieht…).

Diese Folge ist kein Highlight, aber auch nicht unterirdisch. So ziemlich wie die letzten Folgen. Verglichen mit anderen Coruscant-Folgen ist sie dagegen wieder ziemlich langweilig, aber Inspektor Divo sorgt für einige Pluspunkte.

Prequels in Reverse

Darth Vader ist es Leid, böse zu sein. Er entsteigt der Rüstung, duelliert sich mit Obi-Wan Kenobi, stürzt den Jedi-Orden und kehrt auf die helle Seite, was ihm jetzt genau genommen aber auch nicht mehr viel bringt. Danach tötet Obi-Wan General Grievous, wenig später macht Anakin Dooku einen Kopf kürzer, nun beginnen die drei Jahre andauernden Klonkriege, die mit der Gefangennahme der Senatorin Amidala enden. Sie verliebt sich in Anakin, Obi-Wan entdeckt Kamino und die Klonarmee, dumm nur, dass die Klonkriege schon vorbei sind. Wie auch immer, jemand verübt ein Attentat auf die Senatorin, aber das ist ja auch egal.

10 Jahre darauf ist Anakin in Benjamin-Button-Manier ein kleiner Junge und befreit Naboo vor den Invasoren. Obi-Wan tötet Darth Maul. Danach kehren sie nach Tatooine zurück, wo Anakin in einem Podrennen teilnimmt. Irgendwie düsen da alle Podracer rückwärts, warum weiss auch keiner. Anakin bleibt allein auf Tatooine zurück und wird wieder zum Sklavenjungen, während die Jedi Obi-Wan und Qui-Gon mit der Königin nach Naboo zurückkehren, wo jene Invasion, die Anakin zuvor zerstört hat, ihren Lauf nimmt. Und die Jedi erfahren, dass es einen Sith gibt, wer das ist, wissen sie nicht, bzw. haben es bereits wieder vergessen.

So in etwa sähen die Prequels aus, wenn man sie zurückspulen würde. Also In Reverse. Das macht unser aller Freund Dr. Borstel seit einer Weile. Er nimmt die Prequels auseinander, pickt alles Gute daran wie Rosinen aus einem Kuchen und zeigt uns auf, wie scheisse die Prequels eigentlich sind. In gewohnt stänkernder und meckernder Borstelmanier, der kein gutes Haar an nichts lässt.

Als Warsler müsste ich jetzt sagen, dass ihr seinen Blog meiden sollt und dass er keine Ahnung hat (gut, die hat er ja wirklich nicht), und dass alles, was er sagt, falsch ist. Aber ich bin kein bedingungsloser Star Wars-Fan. Es gibt immer etwas, was komisch ist. Etwas was keinen Sinn ergibt. Darum sage ich euch, lest Borstels Star Wars-Querschnitte, amüsiert euch und merkt, dass er auch, wenn auch selten, irgendwo Recht hat.

Episode I – Anakin rettet den Planeten.
Episode II – Anakin legt die Senatorin flach.
Episode III – Anakin macht alles falsch.

S2E4 – Intrigant, intrigant…

Vorgestern lief – nach einer Woche Pause – die vierte Episode von The Clone Wars auf Pro7 (jeweils sonntags 17:30 – don’t miss!) mit dem Titel Spion des Senats. Eine gelungene Episode mit einem weiteren Ausschnitt von einem bestehenden Planeten (Cato Neimoidia), wenn auch nur kurz. Beziehungsprobleme im Anmarsch.

Padmé wird vom Jedi-Rat gebeten, ihren ehemaligen Jugendfreund Rush Clovis zu observieren, der angeblich gemeinsame Sache mit den Separatisten macht. Anakin ist – natürlich – komplett dagegen und versucht Padmé umzustimmen, erreicht jedoch nur, dass diese den Job umso lieber annimmt. So tritt sie in Kontakt mit Clovis und findet heraus, dass dieser bald nach Cato Neimoidia reist. Sie beschliessen, gemeinsam zu gehen und Anakin begleitet sie als Pilot, wobei er auch keine Möglichkeit auslässt, Clovis‘ Versuche, Padmé näherzukommen zu vereiteln. Auf Cato Neimoidia verlangen die beiden Separatisten Lott Dod und Poggle der Geringere in einer geheimen Unterredung mit Clovis mehr Mittel seines Planeten Scipio für eine geplante Droidenfabrik, welche dieser jedoch ausschlägt. Nachdem Padmé auftaucht begleitet sie Rush in ihr Gemach, während Poggle und Lott Dod beschliessen, Padmé zu vergiften, um so ein Druckmittel zu besitzen. Padmé wird nach dem Essen schwindelig und sie bittet Rush, ihr ein Glas Wasser zu bringen. In der Zwischenzeit begutachtet sie das Holocron der Droidenfabrik, das sie bereits zuvor kurz erblickt hat. Nach einigen Anläufen gelingt es ihr, das Passwort dazu zu knacken und die Disc, auf der das Holocron gespeichert ist, zu stehlen. Kurz darauf kommt Rush bereits wieder zurück. Padmé kann Anakin, den Padmé gerufen hat, um ihm das Holocron zu zeigen, die Disc zuwerfen. Wenig später bricht Padmé zusammen. Rush diagnostiziert ein Gift und bedroht die beiden Separatisten, um an das Gegengift zu kommen. Er gibt das Gegengift Anakin, der kurz darauf mit Padmé losfliegt und Rush Clovis zurücklässt. Alleine zurückgelassen muss er sich Lott Dod und Poggle stellen, die mit einigen Droiden zurückgekehrt sind.

Mir gefällt, wie die Beziehung zwischen Anakin und Padmé thematisiert. Der eifersüchtige Anakin, der nichts unversucht lässt, um Rush Clovis das Date so richtig zu vermiesen. Oder der natürlich vehement protestiert, als man Padmé auf diese heikle Mission schickt. Würde man tiefer suchen, man fände noch Themen, wie Anakins Machogehabe, doch das lassen wir. Es sei jedoch noch bemerkt, dass man vorallem auf Obi-Wans Gesichtsausdruck bei der Jedi-Besprechung mit Anakin achten sollte. Göttlich. Gut finde ich natürlich auch, dass man sich angeblich nun doch dazu entschieden hat, die Neimoidianer mit französischem Akzent zu versehen, was man Anfangs Staffel 2 nicht tat. Kurz: Gute Story, gute Idee, gute Umsetzung = ich bin happy. Was ich nicht ganz begreife, ist, warum Anakin Rush Clovis alleine zurücklässt, ich dachte, das wäre nicht der Weg der Jedi…