S2E19 – Die Rückkehr des Zillo

Die zweite Folge des Zillo-Godzilla-King Kong-Zweiteilers mit dem Namen Das Zillo-Biest schlägt zurück lief heute am TV, und das mit einem Novum für die deutschsprachigen Fans – einer Doppelfolge, wie sie in den USA zu Staffelbeginn und -ende gang und gäbe sind. Eine solche Doppelfolge bildet auch nächste Woche den Abschluss des heute gestarteten Boba Fett-Dreiteilers.

Einheiten der Republik bringen die Zillo-Bestie zur weiteren Untersuchung zurück nach Coruscant. Als sie entwischt, müssen die Jedi wählen, Millionen Leben zu retten und die Zillo-Bestie zu töten, die letzte ihrer Art.

Ausführlicher Episodenguide

Nachdem mir die erste Folge nicht wirklich gefallen konnte, so hatte ich wieder meinen Spass an dieser Folge über das Zillo-Biest, die offensichtlich an den Klassiker King Kong angelehnt ist. Vom spektakulären Ausbruch, über die Waffen, die dem Biest nichts anhaben können, bis zu der Aufnahme des am Boden liegenden, toten Wesens – alles ist drin. Sogar Flugzeuge Raumschiffe werden verscheucht und ein Gebäude wird erklimmt, die weisse Frau gibt es leider nicht. Ansonsten bildet King Kong nur die Eckpfeiler dieser Folge, denn Zillo hat es hier nicht auf die gesamte Bevölkerung, sondern auf Palpatine und die Jedi abgesehen, die es nach seinem Ausbruch aus der Gefangenschaft quer durch die Stadt jagt (wieder ein bisschen mehr Godzilla-Einfluss).

Das hat mich sogar überrascht, da ich erwartete, dass das Biest nur die Unterstadt oder so verwüsten würde, und nicht halb Coruscant. Mal eine Action, die sich nicht nur am Rand abspielt, sondern die wirklich wichtig in der Geschichtsschreibung der Republik sein könnte. Ebenfalls einen wichtigen Schritt macht die Figur des Kanzlers, also nicht seine Figur, sondern… naja, ihr wisst schon. Obwohl ich noch nicht ganz verstehe, warum er genau Coruscant dem Erdboden gleichmachen möchte, und das, wie man zum Ende erfährt, gleich zweimal. Ansonsten sieht man zum ersten Mal düstere Züge der Figur und Versuche, Anakin zu beeinflussen, die, wie sehr schön dargestellt wird, jedoch scheitern.

Doch auch eine gewisse Unlogik ist unumgänglich, wie es scheint. Immerhin merken es die Macher selbst, wenn sie sich über die Klone fragen, ob es Sinn macht Panzer gegen die Bestie einzusetzen, wenn sie ja so stark ist. Das habe ich mich auch gefragt, aber man darf es ja ruhig versuchen. Oder eben nicht, denn als Zillo dann tatsächlich ausbüxt, bleiben die Kanonen stumm. Toll. Und warum C-3PO einen solch hohen Fall so unbeschadet übersteht weiss… die Macht. 🙄 Ansonsten gefällt die Folge, wenn man vom Design der Bestie absieht. Aber darüber habe ich mich ja bereits zu Genüge ausgelassen. Auch musikalisch gibt es wieder viel hörenswertes, Komponist Kiner zeigt wieder mal Klasse, wenn er den Schlussfight spannend untermalt.

Eine rundum gelungene Folge, die wieder an die Klasse der ersten Folgen der Staffel 2 anschliesst.

Prequels in Reverse

Darth Vader ist es Leid, böse zu sein. Er entsteigt der Rüstung, duelliert sich mit Obi-Wan Kenobi, stürzt den Jedi-Orden und kehrt auf die helle Seite, was ihm jetzt genau genommen aber auch nicht mehr viel bringt. Danach tötet Obi-Wan General Grievous, wenig später macht Anakin Dooku einen Kopf kürzer, nun beginnen die drei Jahre andauernden Klonkriege, die mit der Gefangennahme der Senatorin Amidala enden. Sie verliebt sich in Anakin, Obi-Wan entdeckt Kamino und die Klonarmee, dumm nur, dass die Klonkriege schon vorbei sind. Wie auch immer, jemand verübt ein Attentat auf die Senatorin, aber das ist ja auch egal.

10 Jahre darauf ist Anakin in Benjamin-Button-Manier ein kleiner Junge und befreit Naboo vor den Invasoren. Obi-Wan tötet Darth Maul. Danach kehren sie nach Tatooine zurück, wo Anakin in einem Podrennen teilnimmt. Irgendwie düsen da alle Podracer rückwärts, warum weiss auch keiner. Anakin bleibt allein auf Tatooine zurück und wird wieder zum Sklavenjungen, während die Jedi Obi-Wan und Qui-Gon mit der Königin nach Naboo zurückkehren, wo jene Invasion, die Anakin zuvor zerstört hat, ihren Lauf nimmt. Und die Jedi erfahren, dass es einen Sith gibt, wer das ist, wissen sie nicht, bzw. haben es bereits wieder vergessen.

So in etwa sähen die Prequels aus, wenn man sie zurückspulen würde. Also In Reverse. Das macht unser aller Freund Dr. Borstel seit einer Weile. Er nimmt die Prequels auseinander, pickt alles Gute daran wie Rosinen aus einem Kuchen und zeigt uns auf, wie scheisse die Prequels eigentlich sind. In gewohnt stänkernder und meckernder Borstelmanier, der kein gutes Haar an nichts lässt.

Als Warsler müsste ich jetzt sagen, dass ihr seinen Blog meiden sollt und dass er keine Ahnung hat (gut, die hat er ja wirklich nicht), und dass alles, was er sagt, falsch ist. Aber ich bin kein bedingungsloser Star Wars-Fan. Es gibt immer etwas, was komisch ist. Etwas was keinen Sinn ergibt. Darum sage ich euch, lest Borstels Star Wars-Querschnitte, amüsiert euch und merkt, dass er auch, wenn auch selten, irgendwo Recht hat.

Episode I – Anakin rettet den Planeten.
Episode II – Anakin legt die Senatorin flach.
Episode III – Anakin macht alles falsch.

Lego Star Wars 2010

Ich öffne eine Klammer, um sie gleich wieder zu schliessen. Für Legofreak Bunny hab ich einen Linktipp zu einem Fotostream von der Toy Fair mit neuen Lego für 2010 🙂 Von diesem Fotostream stammen auch folgende Bilder zu den Lego Star Wars Neuheiten 2010, die unter dem Zeichen der zweiten Staffel von The Clone Wars stehen.

Neu gibt es den Clone Turbo Tank aus der Folge Holocron Heist, Plo Koons Starfighter und General Grievous‘ Starfighter, den Belbullab-22. Drei Retro-Modelle gibt es ebenfalls, und zwar das Hoth Wampa Cave Set und die Slave I inklusive Karbonit-Han Solo, sowie Palpatines Shuttle, bekannt aus Episode III. Mehr Bilder zu den neuen Sets findet ihr wie gesagt in den Star Wars-Alben des Users fbtb auf Flickr.

Optisch sehr ansprechend ist Grievous Starfighter, der dem Original in Nichts nachsteht, sogar das Cockpit lässt sich durch Aufschieben öffnen! Misslungen am ganzen Set sind die Figuren, die auf dem Design der Lego-Kampfdroiden aufbauen. Bei General Grievous ist dies noch halbwegs vertretbar, dass sein Medidroide EV-A4-D nun aber sichtbar grösser ist als der General ist schlicht doof. Ausserdem ist sein Gesicht vollkommen misslungen. Nahdar Vebb hingegen ist sehr schön gestaltet, wie man das von einem Mon Calamari eben erwartet. Das Modell, das ich mir am wahrscheinlichsten zulegen werde, seit aus der Home One schon rein finanziell sicher nix wird (es sei denn jemand spendet mir das Geld :P) und ich unbedingt zumindest einen Mon Cal möchte.

Eigentlich keine richtige Neuheit ist der Clone Turbo Tank, der ein älteres Modell eines Juggernauts in neuer Aufmachung und mit neuen Figuren darstellt. Der Jug lässt sich an allen Enden öffnen und bietet Platz für einen im Set enthaltenen AT-ST-Walker. Insgesamt lassen sich vier Klone im Set plazieren, enthalten sind jedoch nur deren zwei, davon einer mit Kama und allem Drum und Dran. Desweiteren gibt es Anakin und Ahsoka und erstaunlicherweise eine Aayla Secura-Figur, obwohl diese in der Szene nicht vorkommt. Ebenfalls in dieser Szene nicht zu entdecken ist Cad Bane, der dennoch ins Set gelangte… Beide Figuren sind sehr schön und extrem detailliert gestaltet.

Ein Modell, welches mir anfänglich nicht so gefiel, bei näherem Betrachten jedoch sehr detailgetreu ist, ist Boba Fetts Slave I. Abgesehen von den Geschützen die man abfeuern kann. 🙂 Ganz schön designt ist Boba Fett, der das Gesicht von Jango trägt. Überraschenderweise befindet sich der Trandoshaner Bossk im Set – ob er wohl Boba beim Tragen des Karbonit-Han Solos hilft? Eigentlich unnötig, aber dennoch geil sind auch die Triebwerke der Slave I, bzw. die Tatsache, dass man die Unterseite überhaupt designt hat ^^

Ziemlich einfallslos ist das Modell von Plo Koons Starfighter, der Blade of Dorin, das lediglich mit dem Jedi und dessen Astromech kommt. Ausserdem hat dieser offenbar die falsche Farbe, was ich nicht ganz verstehe. Gelungen ist sicherlich die schwere Markierung des Starfighters, die von oben wirklich regelmässig erscheint. Auch die Figur des Plo Koon ist sehr schön gelungen mit einer coolen Maske, dass der Fighter aber ansonsten nicht wirklich viel zu bieten hat, finde ich schade. Nichts für mich.

Ein Set, das sehr detailgenau ist, ist das Hoth Wampa Cave mit Luke und dem Wampa-Schneemonster aus Episode V. Enthalten sind der Wampa und seine Höhle sowie Luke und dessen Snowspeeder (der kam in dieser Szene doch gar nicht vor :?). Im Set gibt es zwei Lukes, einen für den Speeder und einen, der an der Decke hängt 🙂 Offenbar gibt es auch eine Vorrichtung, die das Lichtschwert in Lukes Richtung spickt – den Rest kennen wir ja. Der Fakt, dass der Wampa hohle Arme hat, wird dadurch gemildert, dass er nun Luke mit einer Hand hochheben kann – Endgenial! Ebenfalls ein sehr schönes Set, das ich mir aber wohl eher nicht zulegen will, da mich die Thematik nicht interessiert.

Palpatines Shuttle schliesslich gefällt mir überhaupt nicht. Die Figuren sind nicht schön gestaltet. Der Medidroide ist – ähnlich wie bereits Grievous und dessen Medi – zu kampfdroidig und hat einen hässlichen Klopsarm, während Palpatines Kapuze mehr wie ein Helm als ein Umhang erscheint. Dass der sichtlich angeschlagene Vader dennoch ein Lichtschwert hält macht mal null Sinn. Der Klonpilot ist die mit Abstand am dämlichsten gestaltete Figur des Sets – Warum er keinen richtigen Helm, sondern halb Helm, halb Gesicht hat, weiss wahrscheinlich nur der Designer. Das Schiff selbst ist ganz in Ordnung, aber dass nun Vader im Shuttle anstatt wie im Film auf Coruscant transformiert wird, ist doof und unnötig. Ein weiteres Set, das ich mir nicht antun möchte.

Fazit: Nette Modelle, mit unterschiedlich guten Figuren – Alles in Allem jedoch keine Jaw Dropper darunter 🙂 Irgendwie kriege ich das Gefühl nicht los, dass die Entwickler in jedes Set ein Kuckucksei legen – Nahdar Vebb, Bossk, Cad Bane & Aayla Secura, falscher Astromech, Lukes Snowspeeder und die falsche Transformationsstätte – setzen wir doch Robert Langdon drauf an. 😉