The Newsroom – Staffel 1

Newsroom

„I need to tell you that you’re going to remember this night for the rest of your lives. It’s going to be a long night and we need you to work fast and we need you to work well. But once in a while, take three seconds – you can’t spare more than that – take three seconds to notice where you are and what you’re doing. Will’s gonna go on the air in a few minutes so that we can report that at the order of the President of the United States, US Special Forces have shot and killed Osama bin Laden.“

Eine politische Serie? Ist das was für mich? Ich würde mich zwar nicht als Politikmuffel beschreiben, aber dass ich die letzten gefühlten 20 Abstimmungen verpasst habe, spricht auch nicht für meine Begeisterung für das, was die in Bern so machen. Oder auf der Welt, for that matter. Dass ich mir aber trotzdem The Newsroom von Aaron Sorkin zugelegt habe, liegt vorallem daran, dass mich der Trailer zur ersten Staffel damals so mitriss, dass ich der Serie einfach eine Chance geben musste. Meine Bedenken erwiesen sich zum Glück als unbegründet – die Nachrichtensendungsproduktionsserie aus dem Hause HBO ist alles andere als eine trockene Politiklektion. Vielmehr handelt es sich dabei um eine der packendsten Serien, die ich je gesehen habe und mit Sicherheit die beste, die ich von HBO gesehen habe.

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The Campaign (2012)

TheCampaign

„I’ll make you proud. I will. I’ll make you – I’ll make you real proud.“ – „I’d say there’s mathematically zero chance of that happening.“

So eine US-Präsidentschaftswahl gibt es nur alle vier Jahre – klar, dass auch Hollywood sich diese Chance nicht entgehen lässt, und im Rahmen des Wahlkampfs manch ein Film zum Thema erscheint. Bereits in der Eröffnungsphase kam George Clooneys The Ides of March und zeitnah zur Wahl selber arbeitete Steven Spielberg mit Lincoln die Abschaffung der Sklaverei auf – natürlich ohne offiziellen Bezug zu Obama, versteht sich. Solche Amerika-fokussierten Filme haben es immer schwer, hier in die Kinos zu kommen, und die beiden Beispiele hatten das Glück, über namhafte Macher und vorallem gute Kritiken zu verfügen. Diese beiden Sachen fehlten The Campaign mit Will Ferrell und Zach Galifianakis, weshalb er hier nur als Home Release erschien.

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Ausgeraucht?

Im Moment diskutiert die Schweiz darüber, ob man mehr Schutz vor Passivrauch gewährleisten soll, und das entsprechende Gesetz verschärfen soll. Am 23. September kommt das Ganze vors Volk, aber schon jetzt ist das ein heiss diskutiertes Thema, und sorgt für rauchende Köpfe – if you pardon the pun. Ich als Nichtraucher sollte mich eigentlich für dieses Gesetz aussprechen, aber ich finde es unnötig und werde dagegen stimmen. Die Gründe dafür, nach dem Klick.

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Aus Anlass des (anstehenden) Wahlherbstes

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Der Wahlherbst 2011 hat nun spätestens begonnen!

Es ist mein erster als aktives Wähldingsbums (meinen ersten Abstimmungssonntag habe ich im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen) und ich freue mich bei all der Post nur mässig drauf. Vermutlich wähle ich irgendeine Blödsinnpartei. Weil mir im Moment keiner dieser Heinis passt. Und Herrn Bruno Zuppiger wähle ich übrigens ganz bestimmt nicht! Der hat mich nicht nur mit Flyern und Plakaten sowie seiner SVP-Zugehörigkeit genervt, der hat sich auch erdreistet, mir eine Kettenmail mit dem vagen Inhalt „Wähle mich, du Depp!“ zu schicken. Also so plusminus. Was ich ja ganz offen gesagt eine sehr unglücklich Art des Wählergewinnens finde. Weshalb ich sie auch entsprechend bestrafen werde!

Vas te faire enculer Herr Zuppiger.

Exklusivstaat Helvetia

Man verzeihe mir, dass ich gleich ein bisschen politisch werde. Ich echauffiere mich ja, wenn überhaupt, gerne über die grossen Fragen des Lebens, wie spermaähnliche Seife, und nicht über solche Nichtigkeiten wie Politik. Aber was ich soeben, zwar im Blick am Abend, dem mitunter glaubensunwürdigsten Gratiskäseblatt der Schweiz, gelesen habe, lässt mich schon ein bisschen am Verstand mancher Schweizer Politiker zweifeln. Nicht, dass das vorher nicht so gewesen wäre, im Gegenteil (Blocher *hust*), aber diesmal haben sie nicht mal gute Argumente.

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Verbäset

Am besten lacht man doch immer noch, wenn jemand im unpassenden Moment lacht. Zum Beispiel eine berühmte Person. Ein Bundesrat? So wie Hans-Rudolf Merz bei einer Rede im Bundeshaus. Mehr lustige klassische Verbäser gibts nach dem Klick:

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Politik oder Lötkolbengrinsen

Ich beneidete den Vater damals nicht, der dem Kind Politik, bzw. den Job eines Diktatoren erklärte. Meinkleinerneffe wollte dann letztens wissen, warum seit Wochen so grosse Plakate von Menschen rumstünden. Und so versuchte ich ihm Politik zu erklären. Ich hätte es bleiben lassen sollen.

„Jaweissu… Es gibt ja 7 Kerle, die die Schweiz regieren, die Chefs sozusagen…“
„Warum gibts denn Chefs? Darf doch keiner Chef sein von unserem Land? Gehört doch allen?“
„Ja schon. Aber irgendwer muss zum Rechten schauen. Und darum gibts die 7 Kerle.“
„…“
„Aber die können ja nicht die ganze Schweiz beobachten. Darum gibts in allen Orten solche Unter-Chefs.“
„…“
„Und die machen jetzt Werbung, dass die Leute sie als Unter-Chefs wählen.“
„…“
(Gut, er hats nicht kapiert… Plan B.) „Und, wie war dein Tag so?“ 😀

Diese Plakate gehen mir schon ein bisschen auf den Keks.
Zwei Dinge, die man am Morgen vor der Schule nicht braucht:
1. Merkels Dekoletée in der Oper in Dänemark.
2. Politik-Hackfressen die sich in Hässlichkeit toppen, nicht aber in Intelligenz.

I proudly present:

Dr. Grinch
Mecker-Schorsch
Der Mit Dem Lötkolben Im Arsch Grinst
Der Mit Dem Lötkolben Im Arsch Grinst

Grenzenlos

Könnte man Sans-Papiers bezeichnen. Nein, das ist kein Zynismus, ich zähle mich nicht zu diesen restriktiven SVP-Politikern, die die Schweiz um jeden Preis von Ausländern säubern wollen. Heute hab ich verschiedene Formen der Grenzenlosigkeit erlebt. Vorallem im Bezug auf grenzenlose Dummheit. Gut, grenzenlos dumm war es zwar nicht, aber sinnlos, dass man zu dieser obligatorischen Podiumsdiskussion über Sans-Papiers ausschliesslich Vertreter der linksorientierten Meinung eingeladen hatte. Nebst einem Sans-Papier, einer Leiterin einer Sans-Papier-Institution und einer Pfarrerin lud man noch eine linke Nationalrats-Dolmetscherin (erkläre mir mal einer ihren Bezug zu Sans-Papiers) ein. Ich glaube nicht, dass eine Diskussion aus Sich-Auf-Die-Schulterklopfen und Argumente-Gegenseitig-Unterstreichen besteht.

Ebenfalls sehr begrenzt bzw. grenzenlos dämlich verhielt sich der Sans-Papier. Ich möchte bitte festgehalten haben, dass ich nicht rassistisch bin, aber wer als Sans-Papier Fussballtickets stiehlt, muss sich nicht wundern, dass er erwischt wird. Tut mir Leid, dass seine Mutter deswegen ausgeschafft wurde, aber hallo – bin ich der einzige, der kein Mitleid zeigt, wenn so ein Vollidiot ein Fussballticket – erst noch für Zürich – Real Madrid – klaut, und dann geschnappt wird? Hör auf, rumzuheulen, dass es „voll gemein sein, dass du nun wahrscheinlich ausgeschafft wirst, weil du nur ein Ticket geklaut hast“. 1. wurdest du geschnappt, weil du geklaut hast. Dann hat man entdeckt, dass du auch noch illegal hier bist. Zwei verschiedene Dinge. Selbst schuld. 2. selbst wenn – du hast geklaut und wunderst dich über die Folgen? Ich zitiere den guten alten Plo Koon: „If you’re looking for trouble, don’t complain, if trouble finds you!“

Solche Dinge regen mich einfach grausam auf. Ich hab echt nichts gegen Ausländer, solange sie auch ein gewisses Mass an Bemühungen zeigen und sich anstrengen und mittun. Eine solche Arroganz geht mir echt aufn Sa… Keks. Übrigens auch interessant, war die nette Dame aus meiner Klasse, die den Typen ernsthaft danach fragte, ob er auch schon Probleme an der Grenze hatte, wenn er in die Ferien ging >.<

Politik à la Suisse

So sieht ein Schweizer Polit-Werbespot aus, nicht gefaked. Ich weiss noch nicht genau, ob die SP 11 nun für ADS oder für die Stadtparlamentswahlen (@Hirnwirr: Du erinnerst dich sicher noch an die ganzen Plakate für Frau Gut, Herrn Angst, etc. :)) Werbung macht.

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Der grosse Kater (2010)

Wie bereits erwähnt, habe ich heute den Film über den Bundespräsidenten „Kater“ gesehen, der immer mehr in einem Netz aus Intrigen und Verrat untergeht. Wahrscheinlich schafft es die deutsch-schweizerische Ko-Produktion (ausser Bruno Ganz ist kaum ein schweizerischer Schauspieler unter den Hauptdarstellern auszumachen) nicht in die grossen Kinos, ist der Film doch eher ein Fall für Arthouses. Ich finde ihn dennoch ein grossartiger Film, der sofern man die Zeit und Möglichkeit hat, ihn zu sehen, sehen sollte. Egal ob Schweizer, Deutscher oder Ösi.

Story

Innenpolitisch läufts dem Bundespräsidenten, genannt Kater, nicht so gut. Da kommt der Staatsbesuch des spanischen Königspaars gerade rechtzeitig, um sich wieder besser hinzustellen. Er organisiert einen Empfang, wie ihn die Schweiz noch nie gesehen hat. Doch im Hintergrund lauert die Gefahr: Katers „Freund“ Pfiff lässt nichts unversucht, den Bundesrat zu stürzen, um an seiner Stelle Bundesrat zu werden. Doch ein Kater hat sieben Leben.

Der Vater von Thomas Hürlimann, seines Zeichens Autor der Buchvorlage, war von 1974 – 1982 Bundesrat und 1979 Bundespräsident und empfing in seinem Präsidaljahr das spanische Königspaar. Trotz dieser unübersehbaren Parallelen zu Thomas Hürlimanns Leben behandelt das Buch eine fiktive Geschichte. So ist beispielsweise Katers einziger Sohn krebskrank. Hürlimann bzw. Regisseur Wolfgang Panzer bauscht die Geschichte um den Staatsbesuch zu einem Wirrwarr aus Intrigen, Taktik und Betrug auf, die einen von der ersten Minute packt.

Symbolik

Wenn ich dieses Wort nur höre, laufe ich meist schreiend davon. Bei „Symbolik“ habe ich ständig Gotthelfs trockene Schullektürsymbolik mit Steinen und dem Teufel vor mir, die mir bereits nach wenigen Seiten lesen jeweils zum Hals heraus hing, und die jede ein-zel-ne Stunde von Neuem besprochen werden musste. Seit Amélie (Rezension folgt ebenfalls) weiss ich aber, dass es auch gute Formen von Symbolik gibt. In diesem Film wird sie gekonnt eingesetzt, so sieht man Kater zu Beginn und zum Schluss an einer Uhr werkeln, die auch im Film immer wieder vorkommt. Auch seine Zeit hat Grenzen. Dem Titel entsprechend, sind auch oftmals Katzen zu sehen. Meist bei Rückblicken in seine Kindheit, in der er mit Katzen aufwuchs. Ganz deutlich wird es, als der Protagonist abstürzt und sich wieder auffängt. Schliesslich hat er ja sieben Leben 😉

Soundtrack

Der Soundtrack zum Film erinnert zum Teil an Ballmusik aus älteren Filmen. Das passt auch prima zum Film, spielt doch ein Grossteil der Story bei einem Galadinner. An den anderen Stellen wiederum hört man Hans Zimmer bzw. Danny Elfman heraus. Keiner der Beiden ist für diesen grossartigen Soundtrack verantwortlich, es ist der eher unbekannte Amerikaner Patrick Kirst, der auch den Soundtrack für „Earth“ geschrieben hatte, einen Pilotfilm zur Serie „Planet Earth“. Schon zu Beginn gelingt es Kirst, den Zuschauer zu packen mit einem grossartig getimten Intro, wenn auch das Lob dem Cutter gebührt 😉

Der Film ist jedem zu empfehlen, der Bruno Ganz in einer seiner besseren Rollen sehen will, der sich ein bisschen für Politik interessiert, und jedem, der gerne spannende Dramen um Intrigen und Verrat hat. Ein grosser Film halt.

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