Bild der Woche #60

Schon 60 Bilder? Ich mag. Anyway, diese Woche stand im Zeichen meiner letzten Prüfung für den Gestalterischen Vorkurs, die von 8 Uhr bis 17 Uhr ging und aus drei Teilen bestand – einer Bildbeschreibung und -interpretation, einer zeichnerischen Arbeit und einer dreidimensionalen. Alle Arbeiten liefen schlechter als ich vor der Prüfung angenommen hätte und besser als ich während der Prüfung erwartete – allgemein glaube ich, dass es klappen dürfte, auch weil ich sehr stolz auf mein erstaunlich umfangreiches Portfolio war, das auch diverse meiner „professionellen“ Arbeiten enthielt (auf die ich sicher in Bälde mal tiefer eingehen werde, im Moment ist da noch nicht wirklich viel spruchreif) und mich insgesamt recht gut verkaufen dürfte. Dafür habe ich vergessen, den Leuten Zeugnisse mitzubringen. Das kann man jetzt auch nicht rückgängig machen, vielleicht kann ich es immerhin am Montag noch vorbeibringen. Ich hoffe mal.

I’m so mad, so very, very mad.

Eigentlich hätte ich mir heute Abend gerne sowas gesagt wie „Jaaah – endlich alle Prüfungen durch, lasst uns feiern! Huzzah!“. Leider klingt es jetzt vielmehr so: „Scheiss verfickter Kackscheissenpopofotzenpipipopelstinkfurzfickbumsblowjobcunnilingus-Tag.“ Das liegt daran, dass ich eine Biologieprüfung hinter mir habe. An sich keine grosse Geschichte. Bio war bei mir immer so ein 3,5-Fach (spätestens jetzt muss der geneigte deutsche Leser umdenken, bitte :)), doch heute musste es besser werden, denn es stand wie gesagt eine Nachprüfung an, auf die ich dann am Vorabend auch viel gelernt hab. Gut, das Thema hab ich nur in den Grundzügen verstanden, aber ich war überzeugt, dass, sofern mir nicht alles schiefläuft, eine gute 4 drinliegen sollte. Denn eine solche, oder noch besser brauchte ich, um mit Bio ein weiteres meiner vier ungenügenden Fächer raufzudrücken, da nur drei ungenügende Zeugnisnoten pro Semester erlaubt sind. So weit so gut.

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Meckern hilft im Leben weiter.

Offenbar vertreten manche Schüler diese Meinung. Ich meckere ja ungern über Mitschüler/-innen, da komm ich mir immer vor, als würde ich über ihnen stehen, was ich nicht tu. Ich bin gleich scheisse, gleich unorganisiert und gleich angekotzt vom momentanen Schulstress. Umso mehr verwundert es mich, dass ich merke, dass Leute aus der Klasse einfach mal die Fresse halten und sich hinsetzen sollten.

Morgen steht eine Englisch-Vokabelprüfung an. Und schon geht das Gemeckere los. Die Gruppe der Hardcore-Hasser/-innen sieht natürlich einen Grund, dem Lehrer eine reinzuhauen und sagt, was für ein fertiges Arschloch er sei. Man geht noch weiter und schreibt ihm (in amüsantem Englisch) am Vorabend der Prüfung eine Mail, wie doof das Vokabular doch sei. Worauf der Lehrer freundlich sagt, dass das nun definitiv zu spät zum Diskutieren sei und dass er ihnen ohnehin entgegenkommen habe wollen. Und sowieso hätten andere Lehrer mehr Vokabular in ihren Voci-Prüfungen.

Scheissegal, doofer Lehrer, sagen die Hardcore-Antis und ziehen erneut auf Facebook über den Lehrer her. Schon seit es mit dem Meckern begonnen hat, war ich versucht, was zu sagen, doch ich habe mich immer zurückgehalten. Das letzte Mal, als ich mich für den Lehrer aussprach, wurde ich als Teachers Pet bezeichnet. Umgangssprachlich, versteht sich. :/ Gute Argumentation sucht man bei gewissen Leuten lange. Da hilft es auch nicht, wenn man feststellt, dass die Franz-Lehrerin mit ihren wöchentlichen Voci-Prüfungen jeweils mehr Wörter bearbeitet. Klar, dass dort keiner meckert. Ich glaube einfach, ich sehe die Dinge etwas nüchterner und unvoreingenommen als andere, die dem Lehrer sogar ein Burnout wünschen (vor einem Jahr pausierte er mit knapp 30 wegen einem Burnout). Aber ich will ja auch nicht meckern. Ich setze mich jetzt mal hin und lerne.