30 einfache Wege, wie man aus meinem Feed fliegt

Inspiriert von der Chaosmacherin habe ich eine Liste zusammengestellt, wie man als Blogger ganz schnell von mir ignoriert werden kann. Entspricht in vielen Fällen der traurigen Wahrheit, in einigen Fällen ging aber auch einfach der Hater in mir durch. Und sowieso, wer mich kennt, weiss doch, dass ich nur spielen will.

  1. Nutze Comic Sans MS, Papyrus oder dergleichen.
  2. Weil du so gut englisch kannst, übersetzst du deine Beiträge nun gleich auch noch simultan auf englisch. Because you can so good english, you translate your posts simultan in english.
  3. Fülle deinen Blog zu mindestens 50% mit Fotos deiner Mahlzeiten.
  4. Schreibe deine Beiträge so, dass man auch nach mehrmaligem Durchlesen nicht versteht, worum es überhaupt geht. TASTENAMOK FTW!
  5. Gehe nach dem Motto „Der Inhalt ist alles was zählt“ und scheiss auf optischen Anspruch. So gehst du dann vermutlich auch durchs Leben.
  6. Mach es deinen Lesern so schwierig, wie möglich, Kommentare zu hinterlassen. Vorzugsweise mit Captcha-Codes.
  7. Fülle deinen Blog mit dem, was der andere coole Blogger da auch schon hatte.
  8. Weil du so viel Erfolg hast und over 9000 Leser heisst das selbstverständlich, dass dir der Einzelne am Arsch vorbeigehen kann. Sei arrogant, denn du darfst.
  9. Überrasche deine Leser mit diesem tollen MIDI-Stück, das dir deine Tante kürzlich gemailt hat. Und das Beste: Das Ding läuft von alleine!
  10. Poste fünfundrölfzig Bilder deines neuen KIK-Kleides und klatsche auf jedes Einzelne Herzen und Smileys.
  11. Finde alles voll swag, was gerade in ist, aber verzichte auf eine eigene Meinung.
  12. Ignoriere andere Blogs und erwarte, dass die Welt auf dich gewartet hat, und die Leute kommen, ohne dass du dich wirklich um sie bemühen musst. Du bist schliesslich besser als alle anderen.
  13. Pflastere deinen Blog und deine Beiträge mit Herzchen, Blümchen und Smileys zu, dass jedem Nazi das Kotzen kommt. Was wiederum an sich ja eigentlich etwas Gutes wäre. Aber leider kommt dabei auch normalen Menschen das Kotzen.
  14. Poste alle paar Monate etwas.
  15. Alternativ: Poste jede Minute etwas.
  16. Disse andere Blogger in deinen Beiträgen.
  17. Wenn du eine ziemlich eklige Krankheit hast, sieh das als Anlass, jeden zweiten Beitrag mit Fotos deiner Wunden zu füllen.
  18. Verzichte auf saubere Darstellung und Gliederung deiner Beiträge.
  19. Sei ein Gutmensch, du Hippie.
  20. Biete deinen Lesern keine Möglichkeit, zu verfolgen, wann es neue Kommentare gab, sodass sie regelmässig deinen Blog aufrufen müssen. Oder gar nicht mehr herkommen.
  21. Beginne jeden deiner Beiträge mit einem „Hallo ihr Schätze!“ oder ähnlich.
  22. Scheiss auf Credit und (via) für die anderen Blogger.
  23. Schreibe Texte, die gedruckt mehrere Bücher umfassen würden und mache in ihnen deutlich, wie langweilig du eigentlich bist.
  24. Definiere dich über deinen Blog. Im Netz bist du ein Gott.
  25. Wenn du auf anderen Blogs bist, dann nur, um deinen Link zu platzieren. Oder zu meckern.
  26. Mit Werbung verdienst du ein bisschen Geld. Mit Pop-Up-Werbung verdienst du viel Geld.
  27. Unterbinde interessante Diskussionsansätze mit dämlichen Kommentaren.
  28. Poste regelmässig irgendwelche Bilder von tittenbetonten Bikinimodels, um allen klarzumachen, wie underfucked du bist.
  29. An Weihnachten bist du ganz lässig und lässt Schneeflocken über deinen Blog tanzen.
  30. Schreibe Listen mit 30 Wegen, wie man aus deinem Feed fliegen kann.

Freitagsfüller XVII

Nach einer beschissenen und ernüchternden Woche, mit zwei 8-Stündern, einem 6-Stünder und zwei 9-Stündern, alle mit nur einer Stunde Mittag (ab sofort immer so), mit sonst viel persönlichem Scheiss, die Freitagsfüller mit einem Songzitat.

1. Musik ist immer da, auch wenn alles andere in die Brüche geht.

2. Manche Erinnerungen sind ganz einzigartig .

3. Gestern habe ich immer wieder gedacht, dass ich etwas falsch gemacht habe.

4. Ich denke definitv zuviel !

5. Im letzten Jahr ging manches schief.

6. Meine Amazon-Wunschliste steht gerade ganz oben auf meiner Wunschliste. (Wait, what?)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine friedliche DVD, morgen habe ich TCW und City geplant und Sonntag möchte ich mir noch offenhalten!

Gadd-Affe

Ich bin ja weissgott nicht als politisierend bekannt, normalerweise bin ich da ziemlich zurückhaltend. Doch was dieser Tage vor sich geht, ist schlicht und einfach daneben. Was passiert ist? Vor einigen Monaten nahm die Schweiz in Genf Hannibal Gaddafi, den Sohn des lybischen Präsidenten fest, da dieser angeblich seine Angestellten misshandelt haben soll. Papa Präsident bläst darauf zum Angriff gegen die Schweiz, zieht seine Geschäfte aus der Schweiz ab und hält zwei schweizer Bürger in Lybien fest. Als sich die Wogen nach weiteren, unzähligen verbalen Attacken des lybischen Bosses zu glätten gescheint haben, doppelt Söhnchen Hannibal mit einer Drohung gegen die Schweiz nach – „Hätte ich die Atombombe, würde ich die Schweiz auslöschen!“, soll er gesagt haben.

Was macht die Schweiz? Bundesrat Hans-Rudolf Merz wird nach Lybien entsandt, wo er mit dem Premierminister – Ganz klar ein Zeichen der Arroganz, das Gaddafi nicht selbst zu diesem Treffen erscheint – einen Vertrag über die Besserung der Beziehungen der Staaten aushandelt. Weiter sollte ein externes Schiedsgericht über den Fall urteilen und je nach dem Sanktionen aussprechen. Der Haken? Der Vertrag bezieht sich auf die Schweiz. Die Schweiz hat diesunddas falsch gemacht und wird, wenn das Gericht gegen die SchwGaddafieiz urteilt, Lybien Busse zahlen müssen, bla bla bla. Von den Geiseln kein Wort. Von den Drohungen und Attacken kein Wort. Zwar heisst es, die Geiseln kämen per 1. September frei. Aber dafür diese Demütigung in Kauf nehmen zu müssen? Ich weiss ja nicht. Und Gaddafi wird weiter provozieren und drohen, als wäre nichts geschehen.

Der Höhepunkt: Vom Ermittler, der damals mit dem Fall über Hannibal Gaddafi betraut wurde fehlt jede Spur. Es wird angenommen, dass er ermordet wurde. Was soll der Scheiss?!