Projekt 52/35 – Sound

Es gäbe sovielen Sound abzulichten, doch Farin wollte erstmal nicht übertreiben und so beschloss er sich, dem Wort „Sound“ auf den Grund zu gehen. Was dabei herauskam sieht man auf dem Bild. Wer erkennt das Album? Ganz schwierige Frage…

Hörtipp: Just Jack

Wie der sympathische Brite mit Zahnlücke Jack Allsop zu seinem Künstlernamen kam, lässt sich erahnen. Ursprünglich wollte er sich nämlich schlicht „Jack“ nennen, doch ein skeptischer Freund fragte ihn: „Just Jack?“. So entstand der Name. Kennengelernt habe ich Just Jack, wie viele andere, 2007 mit Starz in their Eyes, seinem grössten Hit. Damals hab ich das Album „Overtones“ in der Schulmediothek ausgeliehen und auf den PC gesaugt. Erst als ich es letztes Jahr wieder aufm PC entdeckte, weckte sich meine Leidenschaft für die coolen Chill-Sounds. Der ultimative Sound für heisse Sommertage am See!

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Just Jack gabs aber bereits vor Starz in their Eyes. Zwar datieren die letzten Songs vor „Overtones“ aus 2002 und 2003, was aber nicht heisst, dass sie schlechter sind als die neuen. Gerade „Paradise (Lost & Found)“ und „Triple Tone Eyes“ gehen doch ab wie ein Truthahn! Dazwischen erreichte seine Karriere ihren Tiefpunkt, als die Plattenfirma Konkurs ging und mit ihr auch der Plattenvertrag. Dann kam, wie erwähnt vier Jahre später der Durchbruch mit „Overtones“. Ein echt geiles Album mit coolem Cover- und Inlaydesign. Leider ist das auf der Version, die ich mittlerweile hab, nicht drauf. Seine dritte Scheibe „All Night Cinema“ erschien 2009. Die muss ich mir unbedingt zulegen.

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Was für Musik Just Jack macht? Eine gelungene Mischung aus Rap, Hip-Hop, Electronic, Reggae und House. Einfach Sound, den man prima im Hintergrund spielen kann, dem man aber auch begeistert lauschen kann, und sich ab den – für erfolgreicher Musiker heutzutage eher seltenen – tiefgründigeren Texten freuen kann. I love Jack. Just Jack? Yezz.

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I don’t believe you – and I never will

Momentan läuft auf meinem iPod ein britischer Künstler rauf und runter, den ich ohne einen Fehlkauf, wohl nie auf meinem iPod hätte. Mein Dad hatte damals in Schottland James Morrison mit Jim Morrison* von den Doors verwechselt und prompt das erste Album „Undiscovered“ (in der um zwei Titel längeren UK-Version) vom James gekauft. Als er dann entdeckt hat, dass es falsch war, hab ich das Album auf meinen iPod gesaugt und jedesmal, wenn ich ruhige Musik zum Chillen brauchte, „Undiscovered“ abgespielt. Morrisons soulige Stimme, die von einer Keuchhustenerkrankung als Kleinkind rührt, ist einfach perfekt, wenn man einfach mal abschalten will. Ausserdem gibt es einige Songs, die sicher auf meinem Mixtape mit melancholischer Musik landen würde. So zum Beispiel die Balladen „If the Rain must fall“ und „The Letter“. Prinzipiell ist das Album melancholisch angehaucht, und so stimmen die meisten Tracks nachdenklich. Ein Album, das man sich entweder in Ruhe anhören oder einfach auch als Backgroundsongs abspielen lassen kann.

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2008 brachte er mit „Songs for you, Truths for me“ seine zweite Scheibe raus. Beim ersten Anhören ist die Platte enttäuschend. Die charakteristischen Gitarrenklänge fehlen, möglicherweise, weil er viel schreiben lassen hat. Das passt nicht zu Morrisons Musik – sie muss selbstgenäht sein, um authentisch rüberzukommen. Das einzige Stück, das mir von der Scheibe gefällt ist das – starke – MJ-Cover von „Man in the Mirror“.

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*Zu allem Übel hört der Drummer von the Noisettes auf den Namen Jamie Morrison.

Oh Jonny – aber hast du kein Gewissen?

Ich habe mir heute das neue Album vom Delaynator gekauft – „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“. Die Singleauskopplung „Oh Jonny“ hat mich überzeugt, dass Jan Delay nach „Mercedes Dance“ ein zweites Album wert ist. Nachdem das Album eingehört ist, bin ich ziemlich enttäuscht, um ehrlich zu sein. Der groovige Sound von „Mercedes Dance“ fehlt mir, zuviele der Songs sind langsame Balladen oder es fehlt ihnen an Musik, die die Rhymes von Janni untermalt. Schlicht gesagt zu eintönig.

Neben „Oh Jonny“, das aber auch sehr abgefucked klingt – irgendwie ist es nach paar Mal hören auch durch – gibt es einen Song, der nicht langsam eingespielt wird und der mir gefällt. Der Titel heisst „Kommando Bauchladen“ und ist ein zackiger Song mit einem passablen Sound – doch überall vermisse ich den Sound, der „Mercedes Dance“ so geprägt hat.

Fazit: Nice try, aber widme dich lieber den „Beginnern“ statt weitere solche Alben zu machen.

Nachtrag: Nun wurde das Album einige Male durchgehört und ich muss gestehen, dass es mir eigentlich gefällt. Es ist einfach nicht mehr der gleiche Stil wie zuvor und somit nicht, was ich erwartet hatte…

Pilterpost IV – Albumcover

Die geilsten Albumcover stammen immer noch von Mika. Genau wie der Vorgänger „Life in Cartoon Motion“ bietet auch „The Boy who knew too much“ viel fürs Auge – von Mikas Schwester designt.