TOAZ: Interview mit Patrick Doyle

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Als ich vor einer Woche von einem Interviewpartner eiskalt abserviert wurde, war die Enttäuschung bei mir gross. Doch wie sagte schon mein supertoller Mathelehrer? „Das Leben ist wie eine Sinus-Kurve – mal geht es hinauf, und mal wieder hinunter!“ Und so dauerte es nicht lange, bis sich mir aus heiterem Himmel eine neue, des Tollsten Oktobers Aller Zeiten würdige Möglichkeit bot:

Anlässlich eines Harry Potter-Filmmusik-Konzertes des renommierten 21st Century Symphony Orchestra war der Komponist Patrick Doyle dieses Wochenende in Luzern zu Gast und nahm sich freundlicherweise kurz Zeit, um mir einige Fragen zu beantworten. Mein Interview mit dem charismatischen Schotten, der unter anderem für einen Harry Potter-Film, Thor oder Brave die Filmmusik schrieb, gibt es nach dem Klick.

Lustigerweise habe ich dieses Interview auf den Tag genau ein halbes Jahr nach meinem Gespräch mit Michael Giacchino geführt. Sachen gibt’s.

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Brian Tyler macht die Musik zu THOR: THE DARK WORLD

Endlich mal Good-News – Nicht nur aus der Soundtrack-Sparte von Marvel, sondern auch vom Sorgenkind Thor: The Dark World. Nachdem bei diesem Film Patrick Doyle erst durch Carter Burwell ersetzt wurde und dieser nun auch noch gekündigt hat, übernimmt Brian Tyler, der als erster Komponist neben Alan Silvestri zwei MCU-Folgefilme musikalisch untermalen darf. Silvestri komponierte ja bereits die Musik zu Captain America: The First Avenger und zu The Avengers, während Brian Tyler für Iron Man 3 die Musik schrieb. Auch für Captain Americas dritten Auftritt wird ein neuer Komponist die Musik schreiben, nämlich Henry Jackman, der wiederum den Score zu X-Men: First Class schrieb.

Wenn man Captain America: The Winter Soldier mitrechnet, schrieben für die bisherigen neun Filme dieser Reihe sieben verschiedene Komponisten die Musik. Schön, dass diesem „Wer hat noch nicht, wer will nochmal“-Treiben jetzt ein bisschen ein Ende gesetzt wurde. Mit Tyler hatte ich ja lange meine Mühe, seine Scores klingen alle immer ein bisschen gleich und sind sehr perkussionsdominiert. Und dass er Ramin Djawadis Iron Man-Thema kippte, das verzieh ich ihm lange Zeit nicht. Doch mittlerweile gefällt mir sein Zeug immer besser, denn es wirkt einfach. Er ist ein bisschen ein neuer Zimmer – er hat einen klaren Stil, aber den hat er drauf. Sein Soundtrack zu Now You See Me passt einfach wie die Faust aufs Auge, und wenn der Mann, der selber gefühlte fünftausend Instrumente beherrscht, noch solche Videos macht, dann kann ich ihn einfach nicht schlecht finden…

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Owleys Top 10: Michael Giacchino

Ich bin ein grosser Fan der Musik von Michael Giacchino, einem (verhältnismässig) jungen Komponisten, der eine interessante Karriere vor sich haben dürfte, und auch schon hinter sich hat. Als einer der Hauskomponisten bei Pixar hat er bereits für mehrere von deren Animationsfilmen die Musik geschrieben, und wenn er nicht gerade für Pixar komponiert, dann für JJ Abrams. Doch auch Beispiele, die nicht in eine dieser Kategorien fallen finden sich in der aktuellsten von Owleys Top 10, die sich mit den besten Kompositionen von Michael Giacchino befasst.

Und weil es bei der letzten Ausgabe einige Unklarheiten gab, möchte ich hier noch ein paar Hinweise geben: Das ist meine persönliche Top 10 (hence „Owleys Top 10“) und kann sich gern von eurer persönlichen oder der „So muss“-Top 10 unterscheiden. Darum bin ich immer auch sehr gespannt, was ihr denn so auf die zehn Plätze gesetzt hättet. Da ich aber nicht immer gleich jeden Film präsent habe, kann durchaus etwas fehlen – sollte dies der Fall sein, vielleicht aber vorhin den Beitrag nochmals durchlesen, ob ich das Fehlen nicht etwa begründet habe.

Noch was: Gerne nehme ich interessante Vorschläge für weitere Ausgaben entgegen. Das ganze Konzept basiert eigentlich darauf. Also seid kreativ.

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Disney Live in Concert: Pirates of the Caribbean

Wer mich kennt, weiss, dass ich a) ein riesiger Soundtrack-Fanboy bin und b) so ziemlich jede, oder meinetwegen jede zweite Konzertreihe des 21st Century Symphony Orchestra besuche. Seit über zehn Jahren verschreibt sich dieses Orchester unter der Leitung von Ludwig Wicki der Filmmusik und konnte bereits mit Michael Giacchino, Randy Newman und Howard Shore zusammenarbeiten, die das Orchester in den höchsten Tönen loben. Mit Konzertreihen wie The Music of Michael Giacchino und LOST in Concert oder der auch international erfolgreichen The Lord of the Rings Symphony bewies das im Luzerner KKL heimische Orchester wiederholt, dass Filmmusik längst nicht nur ein lässiges Gimmick ist, sondern eine Kunst für sich, die es zu schätzen und beachten gilt.

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185 Minuten

Heute: 185 Minuten akustisches Hochgefühl
Morgen: Hochgefühl auf riesengrosser Leinwand
In wenigen Wochen: Eine Milliarde für das Hochgefühl

Was wünscht man sich da mehr? Ausser einem Sozialleben, versteht sich.

Well done, Hans!

Es muss einfach mal gesagt werden.

Ich mag Hans Zimmer und kenne kaum einen Komponisten, der in den vergangenen Jahren konsequent so viel gutes Material lieferte. Eines seiner Highlights und in meinen Augen sein bestes Werk ist aber der Score zu Christopher Nolans The Dark Knight-Trilogie. Die Musik zu The Dark Knight Rises ist – im Gegensatz zum Film selber – um Längen besser als der Vorgänger, wobei dieser aber nun nicht etwa schlecht ist. Nein, Zimmer steigerte sich schlichtwegs mit jedem Soundtrack.

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Howard Shore & K’naan – Mecca

Howard Shore zusammen mit K’naan? Ist nicht ganz so geschmacklos, wie es klingt, im Gegenteil. Dieser Song gehört zum Besten, was Cosmopolis zu bieten hat (mehr dazu später), und das ist durchaus positiv zu verstehen. Ein YouTube-Kommentar findet, dass Mecca ein bisschen das sei, was Nightcall für Drive war. Der Vergleich zu Drive ist ohnehin omnipräsent, aber nirgends ist er so zutreffend wie bei diesen beiden Stücken. Ich rieche internationale Preise.

Übrigens konnte Shore neben K’naan (der im Film einen Rapper spielt) auch Metric gewinnen, die den Grossteil des Soundtracks mit Shore zusammen schrieben. Und unter anderem für diesen bombastischen Track verantwortlich sind.

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Sound Good

Ich habe ja schon einmal einen Gastbeitrag für Blogbusters.ch geschrieben, aber jetzt habe ich sogar eine Kolumne dort. Da ich mich sehr für Soundtracks begeistere, das hier aber nicht wirklich auf Anklang stösst, und ich denke, dass auf einem reinen Filmblog solche Themen besser aufgehoben sind, werde ich also in unregelmässigen Abständen über Filmmusik schreiben. Was halt gerade interessant ist. Die Kolumne heisst Sound Good.

Der erste Beitrag befasst sich mit abgelehnten Bond-Titelliedern, ich habe die 10 meiner Meinung nach stärksten und Bond-würdigsten Titelsongs ausgewählt. Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere von euch vorbeischauen täte.

Danke auch für die Unterstützung an Cem!

Bild der Woche #54

Eigentlich wäre jetzt schon der 55. Beitrag am Zug, weil letzte Woche ja nix war, aber ich bin überzeugt, dass ich das dann bis Ende Woche schon wieder aufholen kann. Irgendwie. Irgendwie geht alles immer. Und sonst ist ja auch egal.

Jedenfalls ist heute mein Soundtrack zu „The Girl With The Dragon Tattoo“ angekommen, den es ja nur in der für Soundtracks unüblichen „3 CDs à je 13 Tracks“-Box gab. Die insgesamt eine Laufzeit von 175 Minuten hat. Womit sie selbst länger läuft als der Film. Und auch wenn der Score stellenweise typisch für Trent Reznor und Atticus Ross nur aus einzelnen Klängen und Geräuschen besteht und damit auf die Dauer sehr abgenutzt wirkt (Alter wir reden von knapp 3 Stunden), ist es trotzdem ein genialer Score. Denn er mag vielleicht nicht die grossen Filmmelodien aufweisen, dafür fängt er das Feeling des Films super ein. Könnte von mir aus gut einen Oscar kriegen, ansonsten gabs 2011 ja nicht viel Schlaues.

Und der beste Track – neben „Immigrant Song“ natürlich – ist der hier. Also nach dem Klick.

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Soundtrack of the Week – Iron Man 2 (2010)

Wie bereits in der letzten Woche, möchte ich auch diesmal die Musik zu einem Film, und wie ich mir vorgenommen habe, zu einem Superheldenfilm, vorstellen. Und da letztes Mal Iron Man dran war, möchte ich heuer die Musik der Fortsetzung, Iron Man 2, ins Visier nehmen, die nicht mehr Ramin Djawadi, sondern John Debney komponiert hat. Was für mich, der ich ein grosser Fan von Djawadis Soundtrack war, natürlich ein bisschen überraschend kam. Debneys Arbeit ist zumindest aber so gut, dass ich sie zu meinen Lieblingssoundtracks zähle, wenn er auch die Qualität des ersten Scores nicht ganz erreichen kann.

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