Pilterpost XXXIII – Scheissdreck für kleine Kinder

Also eigentlich ist das was jetzt kommt nicht wirklich ein Beispiel für meine achso superigen Zeichnungen oder Bilder, oder sonst etwas, worauf ich jetzt über dermassen stolz bin. Wie das ja sonst in dieser Kategorie der Fall ist. Diese Bilder haben eine Hintergrundgeschichte, die eigentlich viel zu dumm und blöd ist, als dass ich meinen Blog damit verschmutze. Aber irgendwie nagt das Ganze doch noch ein bisschen an mir, also zeige ich euch doch die Bilder, die natürlich auch nicht gerade schlecht sind. Nur halt nicht OHMEINGOTTig.

Mein Bruder, von Beruf Koch, bat mich, für sein Restaurant die Speisekarte mit Bildern zu gestalten. In der Hoffnung, meine ersten Schritte in „Bezahltes Ausüben meiner Zeichenkünste“ zu machen, stimmte ich zu und kritzelte nach seinen Vorstellungen einige Bilder für die Fleischkarte, für die Pizzakarte und, und, und. Angesichts dessen, was kommt, fand ich es auch ziemlich amüsant, dass mich der Chef dann, als ich meinem Bruder die Zeichnungen brachte, ständig als Grafiker bezeichnete, und er dies selbst noch tat, nachdem ich ihm etliche Male erklärte, dass ich lediglich ein bisschen mit Grafikprogrammen rumspiele, aber noch lang kein Grafiker sei.

Wenige Wochen danach berichtete mir mein Bruder, dass der Chef seine Pläne für die Speisekarte nun geändert hatte, und die Bilder doch nicht verwenden wollte. Nicht, dass ich wenigstens etwas dafür gekriegt hätte, schliesslich hatten wir nie etwas Konkretes ausgemacht. Und eben erst erzählte er mir dann, dass der Chef meine Bilder als „Scheissedreck, das is‘ fur gleine Kinder“ bezeichnet hatte. Ich finde das irgendwie ein bisschen verletzend und lächerlich zugleich, weil ich ganz objektiv sagen muss, dass die Bilder zwar nicht perfekt sind, auch wenn sie meinen Ansprüchen genügten, aber, dass sie sicher nicht scheisse sind, und sich in einer gut gestalteten Speisekarte gut machen würden. Und mit dem Veröffentlichen dieser Bilder lösche ich jetzt jeglichen Besitzanspruch dieses Typen. 🙂