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General Aladeens Kondolenzschreiben zum Tod von Kim Jong-Il

Dem Komiker Sacha Baron Cohen kommt der Tod des nordkoreanischen Diktatoren Kim Jong-Il, so derb es klingen mag, gerade recht – denn als Promotion zu seinem neuen Film „The Dictator„, in welchem er den Diktatoren des fiktiven Staates Wadiya mimt, liess er sich nicht nehmen, ein Kondolenzschreiben zu verfassen. Gewohnt daneben, wie man es kennt.

OFFICIAL STATEMENT FROM HIS EXCELLENCY ADMIRAL GENERAL ALADEEN – SUPREME LEADER, ALL TRIUMPHANT GENERAL AND CHIEF OPTHAMOLOGIST OF PEOPLE’S REPUBLIC OF WADIYA:

I am saddened to learn of the passing of my dear friend Kim Jong-Il. Our thoughts go out to his wife and 813 children.“K-Jo“ was a great leader, good friend and average double’s badminton partner. He died as he lived, in 3 inch lifts. An extraordinary man, he did so much to spread compassion, wisdom and uranium throughout the world.

On behalf of myself, Ahmadinejad, Chavez, and Newt Gingrich, we would like to welcome his son, Kim Jong-Un into the „Axis of Evil“

(via)

Und plötzlich spricht keiner mehr über das iPhone 4S.

jobs

Am Dienstag wunderte man sich noch über die notorische Abwesenheit von Steve Jobs an der Vorstellung des iPhone 4S. Zumal die Vorstellung in den Apple-Firmensitz Cupertino verlegt wurde, was erahnen liess, dass der schwer kranke Steve Jobs doch noch auftreten würde. Nun ist klar, warum er nicht auftrat – denn Steve Jobs ist am Mittwoch an seinem Krebsleiden erlegen, und das im Alter von „nur“ 56 Jahren.

Die Welt hat einen grossen Visionären verloren, eine schillernde Figur, die nicht nur durch ihre Erfindungen und Entwicklungen für Aufsehen sorgte, sondern auch durch ihr asketisches Auftreten, ihr nachhaltiges Wirken – schlichtweg ihr Vermächtnis die Welt veränderte.

Rest in Peace, Steve.

This is it! (2009)

Ich war gestern die letzte Vorstellung von This is it! schauen, dem Film, der die letzten Bilder von Jacko auf der Bühne und sein neues Bühnenprogramm zeigt. Zum Film selbst, also zur Machart gibt es prinzipiell wenig zu sagen, da die Filmaufnahmen nie für eine Doku gedacht waren, und man deshalb auch nicht darauf achtete, das Ganze möglichst ästhetisch oder speziell zu filmen. Die wenigen Punkte, die es dazu zu erwähnen gibt, kommen hier:

Aufnahmen & Schnitt

Der Film ist super geschnitten, denn es wurden bei den meisten Songs von Jacko, zwei oder mehr Aufnahmen (erkennbar an ganz anderen Outfits) kombiniert. Dazwischen gab es meist einige Background-Shots, wie Einübung der Choreografien oder Stimmen aus dem Team, die ihre Sicht der Dinge (vor Jackos Tod) schilderten. Auch die 3D-Ausschnitte für die Show, die das Grobkonzept zeigten waren grossartig und zeigten einem, dass die Show ein Knaller geworden wäre.

Langatmig

Der Film ist leider recht langatmig. 111 Minuten lang Michael Jackson zuzusehen, wie er Choreos einstudiert und mit seiner Crew spricht, ist zuviel. Die ganzen Knüller werden auch am Anfang verpufft, lediglich gegen den Schluss gibt es noch ein oder zwei kleinere Highlights, wie den Abschluss der Proben oder die Feuerwerktests über der Bühnen. Dazwischen gibt es Tanzszenen, die sich ständig wiederholen, Gespräche mit der Crew und Musikclips, die man für This is it! gedreht hat.

Kitsch

Der Film neigt zu Kitsch. Das wird bereits anfänglich klar, als immer wieder gesagt wird, dass der Film Momente bis kurz vor seinem Tod zeigt. Die letzten Momente Jackos. Oder so. Der Clip zu „Earth Song“ (s.u.) ist ebenfalls leicht kitschig, aber das vergibt man Jacko gern. Genauso wie sein „God bless you“, wenn jemand einen Ton richtig spielt, oder sein „I’m saying it with love, L.O.V.E“, wenn er etwas kritisiert. Er war einfach ein Idealist, ein Utopist, der nur das Gute sah und es allen recht machen wollte. Akzeptiert man dies als einen Teil Jackos, dann ist der Kitsch ganz OK.

Musikclips

Mit dem Clip zu Thriller damals hatte Michael Jackson die Musikclipszene revolutioniert. Zwar sind die neuen Shots zu This is it! nicht unbedingt revolutionär, dafür aber einmal mehr grossartig. So hat Jacko beim Medley „Bad / They don’t care about us“ seine 11 Backgroundtänzer vor Green Screen aufgenommen und jeden hundertmal vervielfältigt, bis 1100 Mann vor apokalyptischem Hintergrund marschierten. Auch der Clip zu Thriller ist top, mit Geistern und Gruselgestalten in fürchterlichen Masken, die über den Friedhof torkeln. Nichts spezielles, aber gut gemacht. Für den „Earth Song“ liess er ein kleines Kind durch einen Urwald rennen. Dort schläft es ein und träumt von einer besseren Welt. Als es aufwacht ist der Wald kahlgeholzt. Hier Ausschnitte aus dem Clip zu „Bad / They don’t care about us“:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=LBZx2SW8hRg&feature=related]

Michael Jackson

Ein weiterer Grund, sich den Film anzusehen. Jacko war kein Wrack, wie es immer hiess. Er war nicht kaputt, wie alle sagten. Nein, Jacko war voll und ganz da, Jacko war die treibende Kraft hinter This is it! (der Bühnenshow, nicht dem Film). Jacko war derjenige, der das Ganze perfekt haben wollte. „Spiel das slower, bitte!“. „Nein, hier noch keine Bridge reintun!“. Wenn man ihn in seinen Outfits, dem Hut und der dunklen Brille und mit den gelockten Haaren sieht, fühlt man sich um Jahre zurückversetzt. Jacko wollte der Welt beweisen, dass man ihn nicht abzuschreiben hatte. Und das mit Recht.

Feeling

Ich hörte von den ersten Vorstellungen im Kino, bei denen es Standing Ovations gab und die Kinos prallvoll waren. Da der Film von den ursprünglichen zwei Wochen auf gut vier verlängert wurde, hatte wohl der Grossteil der Interessierten ihn bereits gesehen. Nur wir (zwei Kolleginnen und ich) noch nicht. So gingen wir gestern Abend in die letzte schweizerische Vorstellung. Der Saal war fast leer, es sassen etwa 20 Leute drin – bei etwa 100 Sitzen. Und die waren alle über 20. Und Standing Ovations gab es auch nur, als die Leute aufstanden um den Saal zu verlassen. Schade.

Tor-Tour

Die Meldungen zur Tour de France machen mir Angst. Oscar Freire und Julian Dean werden auf der Strecke angeschossen. Eine Zuschauerin gerät unter ein Motorrad und stirbt, zwei weitere werden beim Unfall verletzt. Und wer trägt nochmal das gelbe Trikot?

Mehr hier: Welt.de

King of Pop has fallen…

Was auch immer Jacko geboten hat – von Geldnot über Exzesse bis hin zu Vergewaltigungsvorwürfen – nichts stand über seiner grössten Leistung: Der Revolution der Popmusik und das Prägen von Generationen. Seine Songs sind auch heute noch allesamt Evergreens und beliebte Dancetracks. Sein Tod letzte Nacht bewegt die ganze Welt. Zuvor war Jacko ein Wrack. Ein Exzess folgte auf den andern und er war des öftern – soll man sich vorstellen! – in Geldnot! Trotzdem ist er ein herber Verlust für die Popmusik und die Musikgeschichte. Michael, you will always stay king of pop!

Wann ist mein Totestag?

Diese Frage ist etwa dermassen korrekt, wie die obenstehende Werbung, die ich im WWW erspäht habe. Was auch sehr speziell ist, ist der Wechsel der Anreden von „Du“  zu „Sie“. Mal ganz abgesehen von „Todestest nehmen“. Interessant ist aber, dass mir vor kurzem eine dieser tollen „Cooler-Handy-Test“-Werbungen aus der Glotze entgegenflimmerte. Darin ging es ebenfalls um einen Test fürs Handy, der einem sagte, wann sein – zitat – Totestag – zitat- sein würde. Die Werbefritzen lernens wohl nie…