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Salt Cinema

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Vor etwas mehr als drei Wochen startete in Zürich das Salt Cinema – mittlerweile hat das Openair-Kino-Event sogar auch in Bern und Basel begonnen. Ich konnte mir bereits eine Vielzahl an Filmen zu Gemüte führen und mir selber ein Bild von dem was geboten wird machen. Wer in früheren Jahren bereits das Orange Cinema besucht hat, wird feststellen, dass sich wenig verändert hat. Der Name ist neu, doch das Kino ist, abgesehen von kleinen Anpassungen, dasselbe. Die Filmauswahl ist wie immer vielseitig und enthält einige Reprisen und auch kleinere Perlen. So etwa Dirty Dancing, dessen Vorstellung selbstverständlich ausverkauft war. Da bleiben keine Wünsche offen. Oder fast keine.

Denn auch in diesem Jahr sind zahlreiche Vorstellungen ausverkauft. Da freie Platzwahl herrscht und die Türen fast drei Stunden vor Filmstart öffnen, heisst das, dass alle, die rechtzeitig zum Filmstart kommen, kaum gute Sitzplätze ergattern. Ich bin immer noch überzeugt, dass es einfacher und stressfreier wäre, wenn man feste Plätze buchen könnte. Aber bei einem Event dieser Grösse finde ich das einfach unerlässlich. Wer wie ich jetzt kein grosses Problem damit hat, auch mal ein bisschen vorne zu sitzen (man ist immer noch genug weit von der Leinwand entfernt) kann aber auch gerne ein bisschen später auftauchen und dem ganzen Stress entgehen.

Dabei trägt auch das Wetter viel zur Stimmung bei – ich liess mir sagen, dass die Feel-Good-Komödie Chef an einem lauen Sommerabend gleich noch ein bisschen besser funktionierte. Aber auch der Regen passt zum Programm: Bei Ex Machina wurden wir völlig verregnet, was irgendwie ganz gut zur Grundstimmung dieses Filmes passte und die ganze Robotergeschichte gleich noch eine Spur unangenehmer werden liess. Durchnässt werden muss man dabei übrigens nicht, denn der Veranstalter verteilt Pelerinen, die einen, wenn man sich nicht dumm anstellt, vor dem Regen schützen.

Man kann natürlich auch schon um 19 Uhr kommen und sich gute Plätze reservieren (wobei es auch schon vorkam, dass Neider die Schilder heimlich entfernten und die Plätze für sich beanspruchten). Das macht aber nur wirklich Sinn, wenn man auf dem Gelände des Salt Cinema noch etwas essen möchte. Die Auswahl ist gross – es gibt einen Stand mit asiatischem Essen, einen Stand mit Flammkuchen und an einem Stand bekommt man Burger oder Pasta serviert. Leider ist das preislich alles ein bisschen gar teuer, sodass wir meistens erst nach dem Znacht ans Zürihorn pilgerten.

Dennoch ist die Atmosphäre am Salt Cinema am Zürichhorn einzigartig und ein Besuch lohnt sich allemal. Jetzt bin ich gespannt, ob es auch in Bern und Basel so schön ist.

Merci OrangeCinema 2013!

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In Zürich ging am Sonntagabend das OrangeCinema 2013 zu Ende – und das mit einem ganz speziellen Film. Gezeigt wurde Midnight Cowboy, jener Film, der bei der ersten Aufführung des damals noch als Kino am See betitelten Openair-Kinos vor 25 Jahren gezeigt wurde. Und entsprechend feierlich ging es an diesem Abschluss- und Jubiläumsabend zu und her. Als der Abspann über die Leinwand rollte, wurde Feuerwerk am Rand selbiger gezündet und ein riesiger Kuchen angeschnitten.

Obschon in Bern, Basel und Genf noch einige Filme gezeigt werden, ist dieser Abend für mich ein perfekter Schlusspunkt für meine diesjährige Openair-Kino-Saison und der passende Zeitpunkt, zurückzublicken. Ich hatte eine grossartige Zeit am Zürichhorn – sechs Filme habe ich gesehen (ich war ja während drei der vier Wochen im Ausland) und für deren vier habe ich Kritiken verfasst, die durch den auffälligen Rahmen als OrangeCinema-Kritiken erkennbar sind: Das wären jene zu The Sapphires, The Big Wedding, The Company You Keep, zu The Great Gatsby steht sie noch aus. SkyFall hatte ich ja bereits einmal reviewt und bei Midnight Cowboy komme ich leider nicht mehr dazu. Hoffentlich fällt meine Ausbeute im nächsten Jahr etwas besser aus…

Auch die Atmosphäre war klasse – auch wenn ich mich mit der martialischen „First come, first served!“- und „Auf drei geht’s los!“-Handhabung einiger Besucher noch nicht so anfreunden kann, waren alle Leute gut gelaunt. Auch die Mitarbeiter waren stets zuvorkommend und machten einen tollen Job, sodass ich alleine deshalb gewillt bin, nächstes Jahr zurückzukehren. Entschliesst man sich dann noch zu einem etwas mutigeren Programm, das nicht nur aus in den letzten 12 Monaten veröffentlichten Filmen besteht, dann ist es für perfekt.

In diesem Sinne: Man sieht sich nächsten Sommer!