Guns, Girls and Gambling

Gary Oldman verlor bekanntlich vergangenen Februar den Oscar an Jean Dujardin. Dabei wurde er für seine Rolle in Tinker Tailor Soldier Spy nominiert – das erste Mal in einer jahrzehntelangen Schauspielkarriere. Vermutlich machte sich im Zeitraum davor deshalb etwas Verzweiflung breit, Angst, dass er aus dem Rampenlicht verschwinden würde, wo er doch keinen einzigen Preis abräumen konnte. Vermutlich war das der Grund, dass er den Job in Guns, Girls and Gambling annahm. Denn der Film sieht nicht nach einer um Prestige buhlenden Grossproduktion aus.

Im Gegenteil, der Trailer, sowie die Tatsache, dass der Film offenbar gerade als Direct to DVD erscheint, legt nahe, dass Guns, Girls and Gambling nicht gerade zu den besseren Filmen von Gary Oldman zählt. Doch, und jetzt kommt der Grund, warum der Film dennoch interessant sein dürfte, Gary Oldman spielt keinen Geringeren als Elvis höchstpersönlich. Beziehungsweise, einen Typen, der Elvis imitiert. Von denen gibt es in der Las Vegas ja bekanntlich haufenweise, denn in der „Stadt der Sünden“ wird Unterhaltung gross geschrieben (dafür gibt es anscheinend leider sonst nicht soviel, was für die Wüstenmetropole spricht). Doch zurück zu den Elvis-Imitatoren, denn da setzt auch der Film ein, der davon erzählt, dass Gary Oldmans Elvis-Imitator bei einem Pokerspiel in Vegas einen Wertgegenstand klaut. So werden zahlreiche Kopfgeldjäger auf ihn angesetzt, unter anderem Jeff Fahey alias Frank Lapidus mit Cowboy-Hut. Zudem ist irgendwie noch Christian Slater in den Film verwickelt. Und halt sonst noch alles, was weder Rang noch Namen hat.

Das Ganze sieht eben teilweise schon recht lustig aus, sodass ich mich frage, ob das bewusste Selbstironie ist, oder der Film einfach wirklich nur so schlecht ist, dass ich lachen muss. Wenn ich mir dann dereinst den Film zulegen sollte, werde ich es wissen, bis dahin gebe ich mich mit obigem Poster, das irgendwie noch eine gewisse Qualität impliziert, zufrieden und hoffe mal das Beste.

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Hansen-Mediengruppe verfasst. Ich würde ihn aber nicht veröffentlichen, wenn ich nicht selber dahinter stehen würde. Auf Owley.ch kommt nämlich wirklich nur das, was Owley mag.