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Findet der FC Basel keine klareren Worte gegen Homophobie?

Spielerfoto: FC Basel 1893

«Auch wenn niemand vom FC Basel erwartet, dass er die Homophobie im Alleingang abschafft, so kann sich der Verein so einfach nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Wer «homophobe» Aussagen als «unglücklich» bagatellisiert, signalisiert, dass es bei der Grenze des Sagbaren eben doch einen gewissen Spielraum gibt. Dagegen gilt es klar Position zu beziehen.

Doch dazu braucht es in erster Linie den Willen, Homophobie auch als solche zu benennen.»

Für Mannschaft habe ich am 12. Januar 2024 einen Kommentar zur Verpflichtung des Fussballers Benjamin Kololli durch den FC Basel geschrieben, der 2017 mit homophoben Aussagen auffiel. Eine erste Version des Textes erschien am 29. Dezember 2023 auf Medium.

Kinostatistik 2023

Ich weiss, du hast schon sehnlichst darauf gewartet, darum lasse ich dich nicht länger warten: Hier ist sie, die Kinostatistik 2023 – meine Auswertung aller Kinobesuche im vergangenen Jahr, angereichert mit allerlei unnützen Fakten und wichtigen Meinungen zum vergangenen Filmjahr. Neu dabei sind auch vereinzelte Filmkritiken und -Meinungen, die du mit einem Klick auf das Bild nachlesen kannst.

Also: Schnapp dir einen Kakao oder einen Punsch und lass dich von mir mitnehmen auf eine Reise durch mein persönliches, filmisches 2023.

Die vergangenen Ausgaben meiner Kinostatistik findet ihr alle hier:
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Kinostatistik 2022

Jedes Jahr werte ich meine Kinobesuche statistisch aus, suche Auffälligkeiten, analysiere und vergleiche. Nach zwei pandemiebedingt schwierigen Durchgängen gab es in diesem Jahr wieder eine gewisse Normalität im Filmbusiness. Höchste Zeit also für einen Blick auf die Kinostatistik 2022.

Die vergangenen Ausgaben meiner Kinostatistik findet ihr alle hier:
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Nachhaltig unmachbar.

Quelle: Kosmos

«Die Aussage, dass das Kosmos eine ‹Vision ohne nachhaltige Machbarkeit› gewesen sein soll, irritiert. Denn sie suggeriert eine Ohnmacht, die man im Kosmos — zumindest ausserhalb des Verwaltungsrats — so nicht spürte. Die Menschen hinter den Kulissen haben das Kosmos vom ersten Tag an mitgeprägt und mitgestaltet — und diese Euphorie auch bis zum Schluss nie verloren. Sie haben eindrücklich bewiesen, wozu sie fähig sind und gezeigt, was eben alles «machbar» ist. Sie begegneten der allgemeinen Mutlosigkeit der Branche mit Leidenschaft — und einer gesunden Portion Naivität. Ob Poetry-Slam-Veranstaltung, «Tschugger»-Binge-Watch-Abend oder die Diskussionsreihe Kosmopolitics: Hier wurden Dinge gewagt und Neues ausprobiert.»

Mein Kommentar zum Konkurs des Zürcher Kulturhauses Kosmos, das nach 5 Jahren seine Türen schliesst, auf Medium.

Kinostatistik 2021

Sagen wir es, wie es ist: Auch 2021 war die Pandemie für die Schweizer Kinos spürbar – nicht nur, weil sich weniger Publikum Filme auf grosser Leinwand anschaute, sondern vorallem auch, weil die Kinos im vergangenen Jahr ganze 112 Tage geschlossen waren. Das ist mehr als im Jahr davor (100 Tage), was mich ein bisschen überraschte – irgendwie hatte ich den ersten Lockdown in der Schweiz länger in Erinnerung. Dass ich es in diesem Jahr trotzdem so oft ins Kino schaffte, freut mich darum umso mehr und so blicke ich mit leichtem Optimistismus auf meine Kinostatistik 2021.

Die vergangenen Ausgaben meiner Kinostatistik findet ihr alle hier:
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Kinostatistik 2020

Lange habe ich mich gefragt, ob ich 2020 überhaupt meine Kinobesuche auswerten sollte, schliesslich ist 2020 ein Filmjahr, in dem vieles anders war. Nicht nur waren die Kinos hierzulande coronabedingt während 100 Tagen geschlossen1 (in gewissen Kantonen sogar länger), auch in jenen Monaten, in denen wir dank Lockerungen wieder ins Kino durften, war die Auswahl nicht immer grossartig. Letzten Endes obsiegt aber der Komplettist in mir. Und so blicke ich in meiner Kinostatistik 2020 auch auf ein Filmjahr zum Vergessen zurück.

Die vergangenen Ausgaben meiner Kinostatistik findet ihr alle hier: 20192018201720162015

Anzahl Kinobesuche
Anzahl Kinobesuche, pro Jahr.

Nach einem lausigen Filmjahr 2019 startete ich sehr optimistisch ins 2020, schliesslich wollte ich diesmal den lausigen Vorjahreswert von 65 Besuchen toppen. Corona hatte andere Pläne, und so gelang mir das dann doch nicht wirklich: 2020 lande ich bei gerade einmal 41 Kinobesuchen. Zum Vergleich: Für Alan gab es 40 Kinobesuche allein am Zurich Film Festival.

Zugegeben, machbar wäre es gewesen, die 65 zu toppen: Mit einem Kino vor der Haustür und dem Zurich Film Festival hätte ich durchaus Möglichkeiten gehabt, mehr Filme zu schauen. Aber dass in diesem Jahr die Prioritäten bisweilen ein bisschen anders lagen, darf man auch verzeihen.

Der Gesamtdurchschnitt der letzten elf Jahre wird dadurch noch einmal erheblich gesenkt und liegt neu bei 98.545 Kinobesuchen pro Jahr (2019: 104 Tickets). Selbst mein Durchschnittswert ist ein besserer Kinofan als ich.

Die Monate im Vergleich

Gesehene Filme pro Monat.

Vom 16. März bis zum 6. Juni blieben die Kinos hierzulande geschlossen – ebenso seit dem 12. Dezember bis ins kommende Jahr. Das erklärt die grossen Lücken, die in der Monatsübersicht klaffen. Einmal mehr sticht der September heraus, der Monat, in dem sowohl das Trickfilmfestival Fantoche, als auch das Zurich Film Festival stattfanden.2

41 Filme, auf 7 Monate verteilt, das ergibt 5.9 Filme pro Monat. Rechnet man das auf 12 Monate hoch, so käme ich auf 70.8 gesehene Filme in diesem Jahr. Das heisst, auch ohne Corona wäre 2020 eher ein maues Jahr gewesen, denn 70.8 liegt nur knapp über dem Jahreswert von 2019. (Stimmt natürlich nicht, weil ohne Corona hätten wir auch viel mehr Filme gehabt und dann wäre ich öfter ins Kino gegangen, Ehrenwort.)

Mehrfachsichtungen

2020 habe ich nur einen Film mehr als einmal gesehen, und ich bereue es noch immer: «Tenet» sah ich zuerst in einer Vorabsichtung für die Presse, bevor ich mir denselben Film noch einmal an der Vorpremiere von Maximum Cinema zu Gemüte führen wollte. Ich hoffte, ich würde den Film dadurch irgendwie besser verstehen… nichts da. Immerhin liess ich mich nicht dazu verleiten, dieses Chaos noch ein drittes Mal anzuschauen.

Auf meinen All-Time-Charts findet «Tenet» so schnell keinen Platz, aber immerhin rutschen dieses Jahr zwei andere Filme von Christopher Nolan einen Platz nach vorn: «The Dark Knight» (6. Kinosichtung) und «Inception» (5. Kinosichtung) sah ich beide im Rahmen der Nolan-Retrospektive, die die Schweizer Kinos diesen Sommer veranstalteten, noch einmal auf Grossleinwand. Auch «SkyFall» rutscht einen Platz nach vorn, ich habe diesen Film dieses Jahr – ebenfalls in einer Retrospektive – zum sechsten Mal im Kino gesehen.3

  1. Star Wars: Episode VII – The Force Awakens (8 Sichtungen)
  2. The Dark Knight, The Dark Knight Rises, SkyFall (6 Sichtungen)
  3. Inception, Mad Max: Fury Road (5 Sichtungen)
  4. The Avengers, The Hobbit: The Desolation of Smaug, Jurassic World, Monsters University, Spectre (4 Sichtungen)

Nolan, Nolan, Nolan, Nolan, Nolan

Und wenn wir schon bei Nolan sind: Für Christopher Nolan war ich in diesem Jahr am meisten im Kino, gleich 5 Kinobesuche fielen auf den Regisseur, den ich trotz seines neuesten Werks noch immer zu meinen Lieblingsregisseuren zähle. Die 5 Kinotickets teilen sich auf 4 verschiedene Filme auf, «Tenet» habe ich ja, wie oben erwähnt, zweimal gesehen. Die weiteren Filme waren «The Dark Knight», «Inception» und «Interstellar», die ich alle schon längst wieder einmal im Kino sehen wollte.

Für zwei weitere Filmemacher war ich 2020 immerhin zweimal im Kino, beides Bond-Regisseure: Sam Mendes («1917», «SkyFall») und Lewis Gilbert («The Spy Who Loved Me», «Moonraker»).

Laufzeit

Ich war im letzten Jahr während 4473 Minuten im Kino – das sind 74.55 Stunden, etwas mehr als 3 Tage oder 1 Million mal «Happy Birthday» singen beim Händewaschen. Ignoriert man die Kurzfilmprogramme, die nur selten Spielfilmlänge haben, so kommt man auf eine Durchschnittsdauer von 120 Minuten und 30 Sekunden pro Film. Damit steigt der Durchschnittswert (2019: 113 Minuten und 20 Sekunden) wieder stark an.

Der Grund dafür dürfte bei meinem erhöhten Nolan-Konsum zu finden sein: Der britisch-amerikanische Regisseur findet sich mit seinen Filmen gleich fünfmal unter den sechs am längsten dauernden Kinobesuchen 2020. Ebenfalls vorne mit dabei ist Quentin Tarantino mit seinem 160-Minüter «Once Upon a Time in Hollywood».

Der Animationsfilm

Rot: Anteil Animationsfilme (und -Kurzfilmblöcke) unter den gesehenen Filmen.

Von den 41 Filmen und Filmblöcken, die ich 2020 im Kino gesehen habe, handelt es sich bei nur gerade 12 um Animationsfilme. Mit einem Anteil von 29.2% sind die Animationsfilme schlechter vertreten als im Vorjahr (35.5%), doch auch bei der Unterstützung von Animation im regulären Kinoprogramm war ich dieses Jahr nicht gut unterwegs: Neun Tickets fallen aufs Trickfilmfestival Fantoche, einen Kurzfilmblock habe ich an den Solothurner Filmtagen gesehen und den verbleibenden Film, «Onward», habe ich ebenfalls nur an einer Pressevorführung gesehen. Nur für die «Oscar Nominated Shorts: Animation» habe ich 2020 Geld bezahlt – doch immerhin habe ich damit eine Sache unterstützt, die sehr erfreulich ist: Oscar-nominierte Kurzfilme sollten immer im Kino gezeigt werden.

Weibliche Regisseurinnen

Anteil gesehene Filme, die von Frauen gedreht wurden.

Auch mehr Werke von weiblichen Regisseurinnen zu sehen ist mir 2020 nicht wirklich gelungen. Wenn man die Kurzfilmblöcke, die ich dieses Jahr gesehen habe, nicht mitrechnet, habe ich mir 32 Filme angesehen. Nur bei sechs davon führte eine Frau Regie4. Das sind zwar 18.75% und somit schon mehr als im Vorjahr (14.2% bei 7 Frauen) – aber dass es trotzdem weniger und nicht mehr Frauen sind als 2019, von denen ich einen Film gesehen habe, ist nicht von der Hand zu weisen.

Zum Vergleich: Ich habe 2020 gleichviele James-Bond-Filme5 im Kino gesehen, wie Filme von weiblichen Regisseurinnen. Und das, obwohl gar kein neuer Bond-Film erschienen ist. Wenn ich das hinbekomme, sollte ich auch eine bessere Geschlechterverteilung bei den Regisseur*innen hinkriegen.

Was kostet das alles?

Durchschnittliche Ticketkosten in Franken.

Man könnte jetzt sagen: «Immerhin hast du 2020 auch weniger Geld ausgegeben.» Tatsächlich hätte ich in diesem Jahr aber gerne mehr Geld ausgegeben für die Kinobranche, der es nicht wirklich blendend geht. Meine Auslagen 2020 belaufen sich auf 267.00 Franken, weniger als noch 2019 (356.00 Franken). Immerhin wurde in diesem Jahr das durchschnittliche Ticket wieder teurer und kostet nun 6.51 Franken (2019: 5.55 Franken).

Das liegt dank Filmfestivals und Pressevorführungen noch immer deutlich unter dem durchschnittlichen Ticketpreis in der Schweiz (14.00-20.00 Franken). Teilt man die 267.00 Franken nur durch jene Vorstellungen, für die ich auch bezahlt habe, so ergibt sich ein durchschnittlicher Preis von 13.35 Franken, der dem Preis für ein Ticket hierzulande bereits ein bisschen näher kommt.

Meine Lieblinge

Ich habe 2020 viele Filme nicht gemocht. Mir gefiel das Kinojahr 2020 so sehr nicht, dass ich soviel Mühe wie noch nie hatte, meine zehn Favoriten zusammenzutragen.

2020 war das Jahr der enttäuschenden Lieblingsregisseure: «Tenet» war ein pseudointellektueller Brunz, «Jojo Rabbit» eine brutale Enttäuschung und ich kann mich noch nicht entscheiden, ob mich «Hillbilly Elegy» oder «Solo: A Star Wars Story» von Ron Howard mehr angeödet hat. Nein, 2020 bereitete mir filmisch wirklich keine Freude – auch die gestreamten Sachen wie «Soul» und «Mulan», denen ich lange entgegengefiebert habe, liessen mich kalt. Hoffen wir, dass 2021 auch in dieser Hinsicht besser wird.

Trotzdem, hier meine Lieblingsfilme 2020:
(Filme, die ich nicht im Kino gesehen habe,6 sind kursiv)

  1. «Knives Out» von Rian Johnson
  2. «The Farewell» von Lulu Wang
  3. «Onward» von Dan Scanlon (meine Filmkritik)
  4. «1917» von Sam Mendes
  5. «Josep» von Aurel
  6. «Hamilton» von Thomas Kail
  7. «Never Rarely Sometimes Always» von Eliza Hittman
  8. «Once Upon a Time in Hollywood» von Quentin Tarantino
  9. «Da 5 Bloods» von Spike Lee
  10. «80’000 Schnitzel» von Hannah Schweier

Was bringt 2021?

Einen Impfstoff und einen neuen Präsidenten in den USA, der die Situation wohl etwas ernster nimmt – und hoffentlich damit eine Entspannung der aktuellen Lage. Denn was in den USA passiert, hat immer auch Auswirkungen auf die hiesige Filmlandschaft. Filmisch bedeutet das, dass vielleicht ein Bond-Film erscheint, und mit ihm ein, zwei andere Blockbuster. Die kleineren Kinos haben derweil mehr Raum (und Luft) für weniger teure Produktionen, weshalb das Arthouse-Kino ebenfalls profitieren dürfte. Wenn das alles gut läuft, dann dürfte die 41-Filme-Marke im kommenden Jahr zu knacken sein. Und, wer weiss, vielleicht auch die Marke von 65 Filmen aus dem Vorjahr gleich mit?

Korrektur vom 3.1.2020: Ergänzung der «Oscar Nominated Shorts: Animation», die vergessen gingen.
Korrektur vom 27. Dezember 2023: Die Mehrfachsichtungen von «The Hobbit: The Desolation of Smaug» wurden nachgetragen. Ausserdem wurde die Prognose aufgrund drei in Vorjahren vergessenen Filmen angepasst.

Black Sea Dahu – Rhizome

Für die Schweizer Band Black Sea Dahu durfte ich ein animiertes Musikvideo zu ihrem Song «Rhizome» gestalten. Der Song erschien 2019 auf ihrer zweiten EP «No Fire in the Sand» und berührte mich vom ersten Augenblick an. Umso mehr freue ich mich, dass ich das Video zu diesem wunderschönen Stück umsetzen, und damit einen persönlichen Blick auf «Rhizome» werfen durfte. Das Video entstand mit Unterstützung von Migros Kulturprozent.

Danke auch an Géraldine Cammisar, Joel Hofmann, Aira Joana und Manuela Leuenberger, die bei der Animation mitgearbeitet haben.

«No Fire in the Sand» gibt es auf Spotify, Apple, Amazon, Deezer oder Bandcamp.

 

Mini-Mäskli

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Zusammen mit dem Instagram-Account @masksofzurich habe ich eine Lösung entwickelt:
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30 unter 30

Alle paar Jahre kürt das Branchenmagazin Schweizer Journalist die besten 30 Talente im Schweizer Journalismus. Dieses Jahr befindet sich zum ersten Mal ein Karikaturist auf der Liste: Moi.

Ich freue mich sehr, dass ich mich heuer zu den «Besten 30 unter 30» zählen darf, und mich dabei erst noch in wunderbarer Gesellschaft befinde: Benjamin von Wyl, Oliver Fuchs oder die grossartige Claudia Schildknecht sind auch dabei. Auch die Shortlist ist hochkarätig besetzt mit den talentierten Linda Koponen und Thi My Lien Nguyen.

Die ganze Ausgabe gibt es hier zum Bestellen oder Downloaden. Eine Auswahl meiner Arbeiten für die Zürichsee-Zeitung gibt es hier.