Kinotipps: 16. Juni 2016

Kinotipps

Keinen Bock auf Fussball? Dann hast du es schwer, denn auch im Kinoprogramm spürt man die Euro 2016. Heisst: Kaum neue Filme. An dieser Stelle trotzdem fünf Filme, die man sich ansehen könnte – und einen, auf den du besser verzichtest.

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Central Intelligence – Rawson Marshall Thurber
Ab 16. Juni 2016

Die meisten amerikanischen Komödien, die bei uns ins Kino kommen, sind gelinde gesagt Blödsinn. Central Intelligence bildet da keine Ausnahme – die Geschichte über einen FBI-Agenten, der mit seinem High School-Buddy eine Verschwörung aufdecken muss, ist sehr simpel gestrickt . Doch auch wenn Central Intelligence keine oscarreife Story bietet, macht der Film überraschend viel Spass. Dafür zeichnet sich vorallem Dwayne „The Rock“ Johnson verantwortlich: Seine Figur hat sich vom pummeligen Entlein zum aufgepumpten Schwan gemausert – der leicht durchgeknallte und einhornverliebte Hüne sorgt nun im Auftrag der CIA für Recht und Ordnung. Und das ist immer wieder total witzig, weshalb ich an dieser Stelle eine Empfehlung ausspreche. Läuft ja sonst nicht viel Schlaues.

Truth – James Vanderbilt
Seit 2. Juni 2016

Truth von James Vanderbilt erzählt, wie das aussehen kann, wenn investigativer Journalismus schiefgeht: Verdammt hässlich. Cate Blanchett und Robert Redford spielen die Hauptrollen in diesen Film über den Killian-Dokumenteskandal, der 2004 um ein Haar die zweite Amtszeit von George W. Bush gekostet hätte. Aber eben, nur fast. Vanderbilt inszeniert diese Geschichte packend und schonungslos – ein toller Politthriller.

The Nice Guys – Shane Black
Seit 2. Juni 2016

Ich war ja schon ein bisschen überrascht, wie witzig The Nice Guys wirklich ist. Die 70’s-Komödie von Shane Black ist der witzigste Film seit Langem – Ryan Gosling und Russell Crowe harmonieren als unkonventionelles Ermittlerduo, das das Verschwinden eines jungen Mädchens aufdecken soll, und urplötzlich im Mittelpunkt einer neuen Verschwörung steckt.

Warcraft – Duncan Jones
Seit 26. Mai 2016

Der Film von Duncan Jones ist unbestritten eine technische Meisterleistung – die Motion Capture-Darstellung der Orks ist beeindruckend. Dafür lohnt sich der Gang ins Kino allemal, auch wenn die Story und die grösstenteils unbekannten Darsteller hinter den Erwartungen zurückbleiben. Vielleicht kann die Fortsetzung von Warcraft, die inzwischen bereits beschlossene Sache sein dürfte, diese Fehler bereinigen.

En Man Som Heter Ove (Ein Mann namens Ove) – Hannes Holm
Seit 5. Mai 2016

Eine bissige Komödie aus Schweden, über einen verbitterten Rentner, der alles verloren hat, und eigentlich nur noch in Ruhe sterben will. Hannes Holms Buchverfilmung En Man Som Heter Ove ist verdammt witzig und hat zudem einen starken Rolf Lassgård in der Titelrolle.

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The Angry Birds Movie zum Fünften: Ich wünsche mir inzwischen sehnlichst einen anderen, miesen Film – einfach nur, damit ich nicht Woche für Woche Worte zu diesem Blödsinn verlieren muss. Darum zitiere ich aus den Beiträgen der letzten Wochen:

„Ich steche mir da ehrlich gesagt lieber die Augäpfel mit einer Gabel aus.“

„Der Film hat keine vernünftige Story und kann bestenfalls als eine Aneinanderreihung müder Nummern bezeichnet werden, die nie wirklich witzig sind.“

„The Angry Birds Movie ist nicht witzig genug, schlecht animiert und einfach nur plump.“

„[…] ein viel zu einfach gestrickter Film, der nie lustig genug ist, um darüber hinwegzutäuschen, dass er ein major cashgrab ist.“

Kinotipps: 9. Juni 2016

KinotippsStarke neun Wochen verbrachte Eddie the Eagle in dieser Liste, nun ist in der zehnten Woche Schluss (ich bin unschuldig, er läuft ganz einfach nicht mehr im Programm). Aber keine Angst, ein würdiger Ersatz wurde gefunden. Welcher Film das ist, und welche vier anderen Filme ich euch auch noch ans Herz lege – und vor welchem Film ich einmal mehr warne, in den aktuellen Kinotipps.
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Truth – James Vanderbilt
Seit 2. Juni 2016

Nachdem uns Filme wie Spotlight oder Frost/Nixon gezeigt haben, wie Journalisten den Bösen einen Strich durch die Rechnung machen, ja sie sogar zu Fall bringen können, ist es ganz schön, einen pessimistischen Film wie Truth zu haben. James Vanderbilts Regiedebüt erzählt die Geschichte des Killian-Dokumentenskandals von 2004, als die CBS-Journalisten Mary Maples und Dan Rather eine Ungereimtheit in George W. Bushs Vergangenheit entdecken. Als Zweifel an der Echtheit der zugrundeliegenden Dokumente aufkommen, finden sich Maples und Rather unverhofft im Auge des Shitstorms wieder. Vanderbilt setzt mit Cate Blanchett und Robert Redford auf zwei solide Schauspielgrössen, die selbst leichte Mängel im Drehbuch problemlos wettmachen.

The Nice Guys – Shane Black
Seit 2. Juni 2016

Drehbuchautor und Regisseur Shane Black liefert mit The Nice Guys eine herrlich absurde Film-Noir-Satire über zwei ungleiche Schnüffler, die in den 70ern nach einem vermissten Mädchen suchen. Russell Crowe und Ryan Gosling übernehmen die Hauptrollen in diesem Dauerfeuerwerk der fiesen One-Liner und bissigen Sprüche.

Warcraft – Duncan Jones
Seit 26. Mai 2016

Wer mit bunter Fantasy nichts anfangen kann, wird auch sicher kein Freund von Warcraft. Die Gameverfilmung von Duncan Jones wartet mit einem bemühten Konflikt und einer Heerschar schlechter Schauspieler auf. Doch das effektlastige Fantasy-Epos hat, nun, Effekte. Und die sind so überzeugend, dass man den Film durchaus für seine Figuren und Landschaften empfehlen kann. Ein Meisterwerk wird er deswegen aber noch nicht.

X-Men: Apocalypse – Bryan Singer
Seit 19. Mai 2016

Auch X-Men: Apocalypse ist alles andere als ein Meisterwerk. Dafür ist der hegemoniale Bösewicht zu nervig (wofür Oscar Isaac vermutlich gar nicht soviel kann) und die Story zu einfach gestrickt. Der bereits vierte Mutantenfilm der unter der Regie von Bryan Singer entstand, setzt stattdessen auf grosse Action-Momente und die verschiedenen neuen und alten Figuren, die perfekt harmonieren. Ehrensache, dass der von Evan Peters verkörperte, superschnelle Quicksilver einmal mehr allen die Schau stiehlt.

En Man Som Heter Ove (Ein Mann namens Ove) – Hannes Holm
Seit 5. Mai 2016

Die bitterböse Komödie aus Schweden schlug hierzulande ein wie eine Bombe – das Counterprogramming zu den grossen Blockbustern ging offensichtlich auf. Der Film von Hannes Holm ist aber auch wirklich schwer empfehlenswert. En Man Som Heter Ove erzählt liebevoll die Geschichte des lebensmüden und frustrierten Rentners Ove, der mit der turbulenten Nachbarschaft überhaupt nicht klarkommt. Dabei vermisst Ove eigentlich nur seine früh verstorbene Frau. En Man Som Heter Ove ist Up mit echten Menschen, quasi.

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The Angry Birds Movie – Clay Kaytis, Fergal Reilly
Seit 12. Mai 2016

Wer wissen will, ob der Humor von The Angry Birds Movie seinen Geschmack trifft, für den eine kleine Kostprobe: In einer Szene pinkelt ein Vogel eine geschlagene Minute lang in einen See. Falls das etwas für euch ist – bitte. Ich steche mir da ehrlich gesagt lieber die Augäpfel mit einer Gabel aus.

Beginner – Ahnma

„13 Jahre, und es passierte so Vieles: Der Aufstieg und der Fall eines ganzen Musikstiles.“

Die Beginner sind endlich wieder da. Nach einer erfolgreichen Solonummer von Eizi Eiz (alias Jan Delay) und einer weniger erfolgreichen Solonummer von Denyo (alias Dennis Lisk) haben sich die drei Rapper aus Eimsbüttel wieder zusammengerafft. Ahnma ist der erste Track vom neuen Album. Noch etwas schlaff und mit unglücklichem Feature von GZUZ, aber trotz allem vielversprechend fürs neue Album Advanced Chemistry, das am 26. August erscheint.

Kinotipps: 2. Juni 2016

Kinotipps
Das erste Juni-Wochenende steht an – Lust auf Kino? Dann habe ich fünf heisse Empfehlungen für euch!

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The Nice Guys – Shane Black
Ab 2. Juni 2016

Regisseur Shane Black hat ja schon mit Kiss Kiss Bang Bang eine ordentliche Kiste abgeliefert, aber was er da mit The Nice Guys macht, ist nochmal auf einem ganz neuen Level. Seine Film Noir-Komödie über zwei Privatermittler, die in den 70ern eine vermisste junge Frau ausfindig machen müssen, ist einer der besten Filme des Jahres. Mit Ryan Gosling und Russell Crowe setzt Black auf zwei Hauptdarsteller, die sich für nichts zu schade sind. Gosling und Crowe spielen so gut wie schon lange nicht mehr – das ungleiche Duo harmoniert wunderbar. Dazu liefert der Regisseur von Iron Man 3 ein wendungsreiches und scharfzüngiges Drehbuch, gegen das selbst die One-Liner von Deadpool zahm aussehen.

Warcraft – Duncan Jones
Seit 26. Mai 2016

Wenn man wirklich will, dann gibt einem Warcraft Grund genug, enttäuscht zu sein. Der Film ist Welten davon entfernt, den Ruf der Game-Verfilmungen retten. Der grosse Schwachpunkt sind die unzähligen Figuren, die alle gleichzeitig um die Aufmerksamkeit des Publikums buhlen, uns aber im Grunde eigentlich alle einfach egal sind. Dem Film fehlen die grossen Namen, die ein solch grosses Projekt schultern können. Zum Glück sitzt auf dem Regiestuhl aber nicht irgendjemand, sondern Duncan Jones. Der junge britische Regisseur kann bei dieser schauspielerischen Hypothek zwar kein Meisterwerk mehr abliefern, aber immerhin einen soliden Sommerblockbuster, der vorallem in Bezug auf die Effekte und die gezeigten Welten überzeugen kann. Die Fortsetzung, die sich dieser Film so sehr wünscht, wird Warcraft wohl nicht bekommen – man würde sie ihm aber gönnen.

X-Men: Apocalypse – Bryan Singer
Seit 19. Mai 2016

Ganz soviel Liebe von Publikum & Kritik wie für X-Men: Days of Future Past gab es für die Fortsetzung leider nicht, was eigentlich schade ist. Denn obschon X-Men: Apocalypse bei Weitem nicht so tiefgründig und komplex daherkommt wie noch der letzte Film, liefert uns Bryan Singer einen soliden Nachfolger. Der neunte Mutantenfilm erzählt die Geschichte eines übermächtigen Mutanten, der nichts anderes, als die Erde zerstören will. X-Men: Apocalypse bietet viel Action und tolle Kampfsequenzen, die der Regisseur in starken Bildern einfängt. Der Film führt zudem einige junge Mutanten ein – trotz zahlreicher Figuren gelingt es Singer aber, das Gleichgewicht zu halten. Schade nur, dass Oscar Isaac statt zu schauspielern hinter einer dicken Schicht Make-Up versteckt irgendwelchen Nonsens brüllen muss.

En Man Som Heter Ove (Ein Mann namens Ove) – Hannes Holm
Seit 5. Mai 2016

En Man Som Heter Ove ist wieder einmal eine dieser kleinen Arthouse-Perlen. Aus dem hohen Norden kommt die Geschichte über einen grummligen Rentner, der sich eigentlich einfach nur in Ruhe umbringen will. Das turbulente Leben in seiner Nachbarschaft macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Mit einem Rolf Lassgård in Bestform ist dieser schwedische Up schwer zu empfehlen!

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Regisseur Dexter Fletcher stammt aus dem Dunstkreis von Guy Ritchie und Matthew Vaughn, fiel aber bislang vorallem als Schauspieler auf. Mit Eddie the Eagle beweist der Brite, dass er aber auch als Regisseur etwas taugt. Die absurde Komödie über einen schusseligen Skispringer (herrlich verkörpert von Taron Egerton) ist einer der Überraschungs-Hits des Jahres.

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The Angry Birds Movie – Clay Kaytis, Fergal Reilly
Seit 12. Mai 2016

Über 200 Millionen hat The Angry Birds Movie weltweit schon einigespielt, verglichen mit den 70 Millionen Produktionskosten* ein solides Ergebnis. Leider aber auch höchst unverdient. Der Film hat keine vernünftige Story und kann bestenfalls als eine Aneinanderreihung müder Nummern bezeichnet werden, die nie wirklich witzig sind. Ich mag eigentlich gar nicht mehr Worte über den Film verlieren. Just… don’t do it.

* verglichen mit den Marketingkosten von 300 Millionen ein Klacks

Owley.ch wird 7

Jobs

Alles Gute zum Geburtstag, ich!

Mein Blog wird heute schon sieben Jahre alt. Viel hat sich seit den ersten Tagen verändert – alleine in den letzten Monaten hat sich einiges getan. Owley.ch erscheint nun in neuem Gewand (danke noch einmal an Stefan) und beheimatet nun auch ein Portfolio meiner Arbeiten. Zudem haben sich Filmkritiken ein bisschen rar gemacht. Ganz verschwinden werden die Filmbesprechungen wohl nicht, aber fürs Erste ziehe ich die gesammelten, wöchentlichen Kinotipps vor. Trotzdem ist und bleibt Owley.ch auch in Zukunft ein Filmblog.

Und um das zu beweisen, verlose ich in freundlicher Zusammenarbeit mit meinen Freunden von Universal eine DVD zu Steve Jobs, einem meiner Lieblingsfilme aus dem letzten Jahr. Danny Boyle führte bei diesem in drei Akten erzählten Biopic Regie, während Michael Fassbender in der Hauptrolle brilliert. Ich sage selten von Filmen, dass man sie gesehen haben sollte, aber im Falle von Steve Jobs würde ich das tun. Eine filmische Meisterleistung.

Was müsst ihr tun um die DVD zu gewinnen? Erzählt mir im Kommentarbereich dieses Posts, warum ihr Owley.ch niemandem empfehlen würdet. Unter allen Nicht-Empfehlungen, die bis am 5. Juni um 12:00 Uhr eingehen, werde ich einen glücklichen Gewinner oder eine glückliche Gewinnerin ziehen.

Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz, Deutschland und Österreich wohnhaften Personen, beziehungsweise Personen mit einer Anschrift in einem dieser Länder. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Owlàlà, Paris!

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Die Euro 2016 rückt in grossen Schritten näher und das heisst, dass jetzt natürlich auch die ganze Tschutti Heftli-Maschinerie ins Rollen kommt. Am meisten freue ich mich darüber, am Startwochenende der Europameisterschaft (11./12. Juni) in Paris sein zu dürfen. Dort werde ich zusammen mit einigen Schweizer Künstlern das Tschutti Heftli im House of Switzerland vertreten und dabei zeichnen, signieren und feiern. Owlàlà!

Schon morgen Samstag bin ich im Analph in Zürich an einer Tauschbörse zu Gast. Eine Woche später, am 4. Juni, werde ich anlässlich einer weiteren Tauschbörse in Kallnach zeichnen, signieren und feiern. Tags darauf bin ich zudem wieder an der Comicbörse im Volkshaus und werde dort neben dem Tschutti Heftli auch meine Bücher und Postkarten dabei haben. Am 18. Juni geht’s ein weiteres Mal ins Ausland, und zwar nach Wien, wo ich die Tschuttisage, die Vernissage unserer Originalzeichnungen, besuche.

Wer also unbedingt meine zarten Pfoten schütteln will, hat jetzt die Gelegenheit dazu – zumindest wenn ihr aus der Schweiz, Paris oder Wien seid. 😉

Iwan Rheon – Bang! Bang!

Iwan Rheon reiht sich nahtlos in meine immer länger werdende Liste von Schauspielern ein, die auch als Musiker etwas hermachen. Der Waliser, bekannt als Hassfigur Ramsay Bolton aus Game of Thrones, hat bereits drei EPs veröffentlicht, im letzten Frühling folgte dann die erste richtige Platte mit dem Titel Dinard. Ruhige Klänge, viel Gitarre und eine verdammt schöne Stimme. Eine Kostprobe gefällig? Hier kommt das Titelstück seiner dritten EP Bang! Bang!

Kinotipps: 26. Mai 2016

Kinotipps

Eine neue Kinowoche steht an, 5 Tipps für regnerische (oder viel zu heisse Tage). In der Liste hat sich einiges geändert, einige neue Filme kamen hinzu. Und natürlich gibt es wie immer auch noch eine Warnung…
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Alice Through The Looking Glass – James Bobin
Ab 26. Mai 2016

Für einen Film, der jetzt wirklich niemand ausser dem Studio wollte, macht sich Alice Through The Looking Glass nicht schlecht. Die Fortsetzung von The Muppets-Macher James Bobin erzählt eine eigenständige Geschichte und beschreitet neue Wege. Alice, die nach Wonderland zurückkehrt, muss dem Mad Hatter helfen und bringt dabei die Zeit durcheinander. Diese ist übrigens alles andere als abstrakt, sondern eine echte Person, herrlich schrullig verkörpert von Sacha Baron Herzog. Abgesehen von ihm nerven die meisten Figuren in dieser Fortsetzung – da hätte man auch gerne auf einige Gesichter aus dem ersten Film verzichten dürfen. Und wie immer sind die Effekte… nicht immer gleich gelungen.

X-Men: Apocalypse – Bryan Singer
Seit 19. Mai 2016

Von den sechs Superheldenfilmen in diesem Jahr reizte mich X-Men: Apocalypse eindeutig am Wenigsten. Ich war nie ein grosser Fan der Mutantenschar und die Trailer sahen mir zu bunt und campy aus. Tatsächlich hat mir der Film aber sehr gut gefallen – er mag recht einfach und geradlinig gestrickt sein, aber er funktioniert – und wird vorallem nie langweilig. Der ägyptische Apocalypse, seines Zeichens der erste Mutant wacht 1983 aus dem Dornröschenschlaf auf. Sein Plan: Die Erde zu zerstören und eine neue Welt nach seiner Vorstellung zu schaffen. Klar, dass die X-Men etwas dagegen haben. Bryan Singer versammelt eine Vielzahl unterschiedlicher Figuren auf der Leinwand und schafft es, trotzdem jedem Charakter Leben einzuhauchen und gleichzeitig auch die Weichen für eine neue Ära zu stellen. Einzig Oscar Isaac, der als Übermutant Apocalypse vom vielen Makeup erdrückt zu werden scheint, bleibt blass.

En Man Som Heter Ove (Ein Mann namens Ove) – Hannes Holm
Seit 5. Mai 2016

Die Buchvorlage zu En Man Som Heter Ove kannte ich überhaupt nicht, aber der Trailer sah witzig aus. Und in dieser bissigen schwedischen Komödie über einen desillusionierten und grummligen Rentner kommt man auch wirklich auf seine Kosten. Regisseur Hannes Holm inszeniert diese Geschichte gleichermassen witzig und berührend. Rolf Lassgård besticht zudem in der Hauptrolle dieses zutiefst verletzten Mannes, der seine Trauer über den Tod seiner Frau an seinen Mitmenschen auslässt. Wollte man jetzt kleinlich sein, so müsste man aber doch noch festhalten, dass En Man Som Heter Ove im Grund einfach Up ohne Ballons ist.

Kollektivet – Thomas Vinterberg
Seit 21. April 2016

Auch aus dem Norden, wenn auch aus Dänemark statt Schweden, kommt Kollektivet von Ausnahmeregisseur Thomas Vinterberg. Mit viel Zurückhaltung erzählt der Filmemacher die Geschichte eines Paares in den 70er-Jahren, das das Feuer ihrer Liebe erneut entfachen will. Aus diesem Grund ziehen sie mit Freunden in eine grosse Villa und gründen eine Kommune. Doch die Probleme haben sich dadurch nicht einfach in Luft aufgelöst. Eine eindrückliche Charakterstudie in Form eines Quasi-Kammerspiels.

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Seit der ersten Ausgabe und damit schon geschlagene acht Wochen in dieser Liste dabei ist Eddie the Eagle, die liebevolle und absurde Komödie über einen waschechten Underdog. Der schrullige Michael Edwards will unbedingt an Olympischen Spielen teilnehmen, ist aber leider überhaupt nicht talentiert. Als er durch eine Lücke im Regelwerk 1988 als Skispringer nach Calgary fährt, sorgt der schrullige „Eddie the Eagle“ für Furore. Taron Egerton besticht in der Hauptrolle, Hugh Jackman gibt den grummligen Coach.

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The Angry Birds Movie – Clay Kaytis, Fergal Reilly
Seit 12. Mai 2016

Fast 400 Millionen soll The Angry Birds Movie gekostet haben – das Marketingbudget miteingerechnet. Mit Merchandise und Lizenzen dürften die Macher das Geld zwar wieder einspielen, ob es aber an der Kinokasse reicht, wage ich zu bezweifeln. Die lustlose Spielverfilmung läuft zwar im Moment nahezu ohne Konkurrenz, dürfte aber schon bald von Finding Dory und Konsorten aus den Kinosälen verdrängt werden. Zu Recht: The Angry Birds Movie ist nicht witzig genug, schlecht animiert und einfach nur plump.

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