Jack Reacher (2012)

JackReacher

„You’re a little rusty, Mr. Reacher.“

Ich war im Dezember etwa erst viermal im Kino. Also als Kunde. Einmal den Hobbit, einmal Cloud Atlas, einmal die sieben Psychopathen und einmal Tom Cruise in der Rolle des in der Buchvorlage als knapp Zwei-Meter-Hüne beschriebenen Jack Reacher. Ob ihr wohl ahnen könnt, welches der schlechteste dieser Filme war? Falls nicht, gibt es nach dem Klick die ausführliche Review zu diesem Film.

Als ein Scharfschütze fünf Leute umlegt, wird der Hobby-Detektiv Jack Reacher vom mutmasslichen Täter James Barr gebeten, den Fall zu untersuchen, da Reacher ihm einen Gefallen schuldet, und Barr überzeugt ist, unschuldig zu sein. Gemeinsam mit Barrs Anwältin macht sich der ehemalige Armeepolizist Reacher an die Arbeit, und merkt allmählich, dass der ganzen Geschichte tatsächlich mehr zugrunde liegt, als es den Anschein hat…

Wer befürchtet, dass Jack Reacher einfach jetzt der fünfte Mission: Impossible-Streifen wird, kann beruhigt sein – das ist er nicht. Ausser, dass in beiden Tom Cruise einen arschtretenden Siebensiech spielt, gibt es keine Parallelen. Während Cruise in Mission: Impossible cool drauf ist, und auch gefällt, nervt er hier nur die ganze Zeit über. Er hat nur einen Blick drauf, und meint erst noch, der sei lässig, und erinnert damit schwer an ein gewisses männliches Model. Und den ganzen Siebensiechen-Kram nimmt man ihm sowieso nicht ab, dafür ist er zu klein und zu sprenzlig und überhaupt.

Dazu kommen haufenweise Klischees, die auch nicht wirklich überraschen, wie etwa der Maulwurf in den eigenen Reihen, dessen Identität offiziell voll spät gelüftet wird, aber auch der dämlichste Zuschauer reimt sich das rasch zusammen – irgendsoein schwarzer Detektiv oder der fürsorgliche Vater der guten Anwältin? Knifflig, knifflig. Uh! Und nicht zu vergessen der deutsche Bösewicht (Pleonasmus ahoi!), der sogar dermassen böse ist, „thät he bit off his own fingers in Seibiria“. Okay, die Action stimmt ja schon, und ein paar Lacher gibts auch, aber das alleine rettet diesen Film und seine zahlreichen Längen nicht.

John McClane Jr. vs. Ethan Hunt
John McClane Jr. vs. Ethan Hunt

Denn das Projekt Jack Reacher war ja eigentlich schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt, nichts passt zusammen und das Drehbuch ist so spannend wie ein Butterbrot. Nein, Tom Cruise, das hast du verbockt. Ordentlich. Um mit einem Zitat der Tagline der Poster-Parodie von Shiznit zu schliessen: „Jack Reacher is 6’5“. He is not.“

2 Sterne

  • Katja

    Ich hab etliche der Romane gelesen. Die sind zwar auch oft vorhersehbar und klischeebeladen, aber ich habe mich trotzdem beim Lesen immer gut unterhalten gefühlt. Cruise als Reacher konnte ja eigentlich nur nach hinten losgehen und das nicht nur der Körpergröße wegen.
    Danke für den Review. Ich vermute aus purer Neugier über die Romanumsetzung werde ich den irgendwann anschauen, aber ich schraube meine Erwartungen dann direkt nochmal eine Nummer runter.

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  • donpozuelo

    NEEEIIIN!!!! Nur zwei Punkte??? Och Manno… der sah doch in den Trailern so gut aus. Ich hatte mir da echt mehr von erhofft.

    Und, mein Lieber, deinen Pleonasmus kann ich ja jetzt nicht nachvollziehen!!! 😛

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  • Dominik

    2/10 überraschen mich gerade. Hatte zumindest eine 5/10 erwartet. Irgendein 08/15-Actionshit. Aber so?!

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  • Julian

    Tom Cruise an sich hat 2/10 Punkten verdient. Fürchterlicher Typ (obwohl einige seiner Filme ganz gut sind, keine Frage).

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  • Fox

    Ich hatte schon nach dem Trailer keine Lust auf diesen Film. Die Kritik bestätigt meine Vorahnung, dass an dem Film nur wenig sehenswert ist.

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  • Jack Reacher (2012) | Film-Blogosphäre

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