The Company You Keep (2013)

CompanyYouKeep

„We all died. Some of us just came back.“

Ich weiss noch, als ich den Trailer zu The Company You Keep sah. Den Trailer fand ich eigentlich nicht sonderlich spektakulär, aber ich erinnere mich, wie mir alle 10 Sekunden ein „Was, der macht auch noch mit?“ entfuhr. Denn der Cast des Films ist echt derb – Redford ruft und alle kommen. Anders als in The Expendables ist das aber kein Divenballett, sondern eine Versammlung der vernünftigsten Schauspieler, die Hollywood im Moment zu bieten hat. Und alleine deshalb wäre dieser Film wärmstens zu empfehlen.

Als die Terroristin der militanten Untergrundorganisation Weathermen, Sharon Solarz, nach 30 Jahren auf der Flucht festgenommen wird, will der junge Journalist Ben Shepard mehr zu den Umständen dieser Festnahme. Unverhofft stolpert er dabei über eine heisse Spur, die zur Entdeckung von Nick Sloan, eines weiteren Mitglieds der Weathermen führt. Doch diese News kommt nicht ohne Preis – und Shepard muss sich gut überlegen, wie weit er gehen will für eine heisse Story…

Was mich an The Company You Keep so erstaunt, ist, wie gut mir Shia LaBeouf gefiel. Denn wenn ich einen Schauspieler in Hollywood nervig finde, dann ihn. Ganz abgesehen davon, dass ich nie der Meinung war, dass er auch nur im Ansatz schauspielerisches Talent hat. In Robert Redfords Neustem kann der Jungdarsteller mit viel Charme überzeugen – was nicht nur generell überrascht sondern auch deshalb, weil ihm ein illustrer (und alliterationsschwangerer) Cast gegenübersteht. Neben Redford treten mit Susan Sarandon, Chris Cooper, Julie Christie, Nick Nolte und Brendan Gleeson zahlreiche Altstars auf, die ohne weiteres auch grössere Rollen an Land ziehen.

Obwohl viele von ihnen in nicht mehr als ein, zwei Szenen zu sehen sind, wirkt keiner dieser grossen Namen verschenkt – jeder von ihnen fügt sich perfekt in das Script ein. Dieses wartet nicht nur mit authentischen und vielschichtigen Charakteren, sondern auch mit spannenden Wendungen auf und schafft es, den Zuschauer bis zum Schluss zu fesseln. Dass die ganze Verfolgungsjagd von The Company You Keep mit einem etwas weniger dilettantischen Polizeikorps deutlich kürzer ausgefallen wäre, versteht sich von alleine. Doch über solche Dinge kann ich ganz gerne hinwegblicken, wenn der Rest stimmt.

"Ich hatte schon Megan und Rosie... also, was hast du zu bieten?"
„Ich hatte schon Megan und Rosie… also, was hast du zu bieten?“

Das ist glücklicherweise der Fall in The Company You Keep, einem starken Thriller, der auch wirklich spannend ist und zudem mit zahlreichen guten Schauspielern aufwartet. Sehr zu empfehlen.

8 Sterne

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