Tout en Haut du Monde (2016)

ToutEnHautDuMonde
Animontag

„C’est pour sauver l’honneur de ma famille que je dois ramenner le Davai!“

Mit Tout en Haut du Monde (Long Way North) gibt Rémi Chayé seinen Einstand als Regisseur – und was für einen Einstand! Das Debüt des französischen Regisseurs ist ein erfrischender Film, der nicht nur durch seinen einzigartigen Look aus der Masse heraussticht. Chayé, der eigentlich aus dem Layout-Departement stammt und in dieser Funktion unter anderem beim oscarnominierten The Secret of Kells amtete, verleiht seinem Film einen Look, der mit seinem reduzierten Stil an Konzeptzeichnungen erinnert. Mit seinen atemberaubenden Landschaften und der meisterlichen Farbsetzung war dieser Film eines meiner Highlights der vergangenen Ausgabe des Fantoche. Doch Chayé verzaubert das Publikum nicht nur mit Schauwerten, sondern bietet ihm auch eine berührende Story mit viel Tiefgang.

Tout en Haut du Monde erzählt die Geschichte von Sascha, einer jungen Russin, die im hohen Norden nach ihrem verschollenen Grossvater, dem Seefahrer Oloukine sucht. Sascha, die bisher nur das Leben als Tochter eines Aristokraten kannte, muss sich nun in dieser neuen, unwirtlichen Welt zurechtfinden und für sich selber einstehen. Sascha ist eine Protagonistin, wie sie Disney in Frozen gerne gehabt hätte: Unerschütterlich und kompromisslos folgt sie ihrem Traum durch das ewige Eis. Überhaupt erinnert Tout en Haut du Monde an die Filme der Disney Renaissance, geht dabei aber immer wieder eigene Wege und bricht mit Konventionen. So bleibt dieser Film von Chayé überraschend und spannend bis zum letzten Augenblick.

In Kürze:

Tout en Haut du Monde ist einer der interessanten Animationsfilme abseits der grossen Studios. Rémi Chayé ist mit diesem erfrischenden Abenteuerfilm ein Debüt gelungen, das Lust auf mehr macht.

Wertung:

5 von 5 verlorenen Schiffswracks

Trailer:

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