Kinotipps: 14. April 2016

KinotippsEs ist wieder Donnerstag. Hier sind fünf Filme, die man sich dieses Wochenende im Kino ansehen könnte, und einen, auf den man besser verzichtet:

Triple9

Triple 9 – John Hillcoat
Seit 7. April 2016

Nein, ein grosser Wurf ist Triple 9 von John Hillcoat nicht. Aber solide Action und Spannung bis zum Schluss bietet dieser Thriller über eine Handvoll korrupter Cops, die im Auftrag der russischen Mafia Banken überfallen, allemal. Dazu ist er noch topbesetzt: Woody Harrelson, Chiwetel Ejiofor, Kate Winslet, Anthony Mackie, Casey Affleck und Norman Reedus geben sich die Ehre. In den Schatten gestellt werden sie aber alle von einem Leichtgewicht: Der ewige Nebendarsteller Clifton Collins Jr. ist auf jeden Fall der Beste in Triple 9.

Shan He Gu Ren (Mountains May Depart) – Jia Zhang-Ke
Seit 7. April 2016

Ein chinesischer Episodenfilm über eine Familie, die sich auseinanderlebt. Jia Zhang-Kes zweistündiges Epos Shan He Gu Ren (Mountains May Depart) thematisiert die kulturelle und familiäre Entfremdung junger Chinesen. Dabei ist der regierungskritische Filmemacher zwar ein bisschen handzahmer als noch in Tian Zhu Ding (A Touch of Sin), was der Qualität seines Schaffens aber keinen Abbruch tut.

Hail, Caesar! – The Coen Brothers
Seit 18. Februar 2016

Habe leider noch keinen der Neuzugänge gesehen, weshalb die restlichen Empfehlungen noch immer gleich bleiben. Wobei: Um Hail, Caesar! aus dieser Liste zu kicken, bedarf es auch eines sehr schwergewichtigen Neustarts. Noch immer ist diese Filmproduktionssatire mit George Clooney und Co. einer meiner Lieblinge des Jahres.

Als Double Feature mit Trumbo zu empfehlen.

Zootopia – Byron Howard & Rich Moore
Seit 3. März 2016

2015 war ein tolles Jahr für den Animationsfilm. Tendenziell sieht das aktuelle Filmjahr ja ganz vielversprechend aus, wenn man von den Illumination-Trainwrecks The Secret Life of Pets und Sing! absieht. Ein starker Vertreter des Animationsfilms ist die Tierfabel Zootopia von Disney, der in jeder Hinsicht überraschte. Eine sozialkritische Story über Diversität und Akzeptanz sowie tolles Charakterdesign. Noch kein Meisterwerk aber ein gigantischer Schritt in die richtige Richtung.

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Sportfilme sind doof. Ausser sie nehmen sich nicht ernst. Wie Eddie the Eagle, der Film über einen Skispringer, der gar nicht gewinnen will. Dabeisein ist alles. Taron Egerton spielt den Olympiateilnehmer von 1988, Hugh Jackman mimt seinen (erfundenen) Coach. Das Duo harmoniert und sorgt für manchen absurd-komischen Moment. Und am Ende konnte mich der Film sogar – wider aller Erwartungen – berühren.

Kino_SchrottHuntsman

The Huntsman: Winter’s War – Cedric Nicolas-Troyan
Seit 7. April 2016

Nein, natürlich ist Batman v Superman: Dawn of Justice noch immer der grössere Schrott als dieser Film (und das will etwas heissen). Aber ich glaube, das wissen mittlerweile auch alle. Bei The Huntsman: Winter’s War hat sich hingegen offenbar die Meinung durchgesetzt, dass der Film vielleicht doch etwas taugen könnte. Darum an dieser Stelle ein klares: Nein! Der Film ist ein vorhersehbares Prequel und Sequel, das niemand wollte. Die Darsteller sind so hölzern wie ihre aufgesetzten Akzente (mit Ausnahme von Nick Frost, den man sogar in diesem Film irgendwie mag), die Action unübersichtlich und die Story konstruiert. Achja: Einen Krieg, wie der Titel verspricht, gibt es in diesem Film leider nicht – von kleineren one-on-one-Scharmützeln mal abgesehen. Das grösste Vergehen dieses Films ist aber, dass man Erzähler Liam Neeson in den Credits „vergessen“ hat.

  • Jola

    The Huntsman hat unseren Kindern wirklich gut gefallen, auch wenn es für die Kleine etwas düster war.

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