Breton im Komplex Klub

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Eine Vorband die einen alltäglichen Begriff trägt, ist ungooglebar und hat somit kaum Chancen, wirklich für grosse Wellen zu sorgen. Im Falle der Vorband von Breton an ihrem Konzert vom Montagabend im Komplex Klub ist das aber nicht weiter schlimm, denn wirklich überzeugend waren die drei Italiener von DID nicht. Ihre Musik war unkoordinierter Lärm, der ausser dem langen Typen in der vordersten Reihe niemanden wirklich zum Tanzen bringen konnte. Nach einer halben Stunde war der Spuk zum Glück vorbei – zumindest fürs Erste, denn DID durften für die letzte Zugabe von Breton noch einmal die Instrumente unsicher machen.

Doch bis es soweit war, zeigten die Briten den Jungs von DID erst einmal wo der Hammer hängt. Mit ihrem kontrastreichen Sound aus stakkato-artig pumpenden Beats und beschwingten Melodien zogen sie das Publikum sofort in ihren Bann und brachten den gut gefüllten Komplex Klub ziemlich zum Kochen. Der Andrang schien selbst die Band zu überraschen, die offensichtlich nicht damit gerechnet hatten, dass man ihre Musik kennt, ihre Shirts trägt und ihre Musik abfeiert. Was aber der Fall war. Und so überraschte es nicht, dass die Süd-Londoner sich so wohl fühlten in diesem kleinen Keller, dass sie beinahe nicht mehr von der Bühne gehen wollten und eine Zugabe an die andere reihten.

Ticketverlosung: Breton

Breton

Ich schreibe diese Zeilen gerade in einem Hotelzimmer im regnerischen London. Von da kommt auch Breton, eine fünfköpfige Elektro-Truppe, die vorallem durch pumpende Remixes für namhafte Künstler wie Lana del Rey oder Alt-J bekannt wurden, bevor sie 2012 mit ihrem Debüt-Album Other People’s Problems für Furore sorgten. Seit einigen Wochen steht nun ihre zweite Platte War Room Stories in den Läden, für die sie durch Europa touren und auch in Zürich Halt machen werden.

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Für ihr Konzert am Montag, dem 17. Februar 2014 im Komplex Klub in Zürich verlose ich 1×2 Tickets, die ihr euch sichern könnt, wenn ihr folgende Frage richtig beantwortet:

Was bedeutet „breton“ ursprünglich?

Schickt mir mit die Antwort als Mail oder twittert sie mir und die Tickets sind euch. First come, first served.

Glasvegas im Komplex Klub

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Ein bisschen irritiert schauten wir schon aus der Wäsche, als wir am Donnerstagabend den Komplex Klub betraten. Hier, im Keller der trendigsten Konzerstätte der Stadt sollten also Glasvegas auftreten. Die Schotten, die sich bereits mit U2 und The Hurts die Bühne teilten, und so ziemlich die ganze Welt bereisten, sollten hier vor bescheidenem Publikum auftreten? Und warum zum Teufel war der Laden nicht restlos ausverkauft? Vielleicht war das auch meine eigene, kaum Grenzen kennende Liebe gegenüber dieser Band, die da mitschwingte, aber irgendwie konnte ich nicht nachvollziehen, womit eine Band wie Glasvegas so etwas verdient hatte. Doch wie so oft sollte ich irren.

Es begann eher verhalten, mit dem Auftritt von FAQ, einer helvetischen Vorband, deren Musik so austauschbar ist wie ihr Name und die sich, wie ich nach intensiver Recherche herausgefunden habe, in erster Linie damit schmücken, mit Jenna Jameson und Unheilig Projekte verwirklicht zu haben. Der Konzertveranstalter bewies Humor, das muss man ihm zugute halten. Zum Glück räumten die beiden Schweizer das Feld schon bald wieder und machten Platz für Glasvegas. Kurz nach neun war es dann soweit und die Viererformation um Ex-Fussballer James Allan betrat die Bühne. Mit dem Titeltrack des neuesten Albums Later… When The TV Turns To Static eröffneten Glasvegas ihr eineinhalbstündiges Set, das einen angenehmen Mix aus Neuem und Altem bot.

Dazwischen reichte es immer mal wieder für ein paar Sprüche, allzu publikumsnah gaben sich die Schotten aber nie. Das störte auch weiter nicht, denn das von Schotten und Hardcore-Fans der Band unterwanderte Publikum sorgte selber für ausgelassene Stimmung und der Band schien diese Arbeitsteilung zu gefallen. Oder um es in den Worten von Allan, der sich während der gesamten Zeit hinter einer dicken Ray Ban-Brille versteckte, auszudrücken: „I love yer fuckin‘ enthusiasm!“ Mit jedem Song wurde die Stimmung im Komplex Klub besser – der Entscheid der Veranstalter, Glasvegas in dieser Location unterzubringen, erwies sich als goldrichtig, selbst wenn die Schotten sich gewohnt zurückhaltend gaben und das Publikum nicht allzu nah an sich heran liessen.