Raiders of the Lost Ark (1981)

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„So once again, Jones, what was briefly yours is now mine.“

Es gibt Filme, von denen wünscht man sich, dass man dabeigewesen wäre, als sie im Kino liefen. Für mich ist das bei den Star Wars-Filmen beispielsweise der Fall. Oder auch den Bond-Filmen, die leider bis Casino Royale vor meiner Zeit kamen. Und so nutze ich jede Möglichkeit, das zumindest ein bisschen nachzuholen. Als am Zurich Film Festival anlässlich der Preisverleihung für Harrison Ford eine Retrospektive von Raiders of the Lost Ark gezeigt wurde, war für mich klar, dass ich da hinmusste.

Wir schreiben das Jahr 1936: Der Archäologe Indiana Jones wird von amerikanischen Bundesbeamten angeheuert, um die verschollene Bundeslade vor den Nationalsozialisten zu finden. Die Amerikaner befürchten, dass die Lade als potentielle Waffe missbraucht werden könnte. Mit der Hilfe seiner Freunde Marion und Sallah hofft Jones, den Nazis, die von seinem Konkurrenten René Belloq unterstützt werden, zuvorzukommen…

Ich habe Raiders of the Lost Ark – wie auch die drei Fortsetzungen – lediglich einmal gesehen, und das kurz bevor der vierte Film in die Kinos kam, weshalb das gestrige Screening für mich einer Erstsichtung gleichkommt. Und ich habe mich von Neuem in Steven Spielbergs Meisterwerk verliebt, das mit seinem coolen Mix aus Action und Humor den Grundstein für ein ganzes Genre gelegt hat. Die Story ist schnell erzählt, handelt es sich bei der Lade, nach der alle so verzweifelt suchen, doch um einen typischen MacGuffin, der auch, sobald gefunden, nicht weiter ins Zentrum rückt.

Wichtig für den Film ist schliesslich nur einer – Indiana Jones, gespielt von Harrison Ford in einer seiner besten Rollen. Als cooler und einfallsreicher Archäologe ist Jones ein bisschen die amerikanische Antwort auf James Bond. Auch die Bösewichte sind in Raiders of the Lost Ark ähnlich klischiert wie bei Bond – Indy muss sich in diesem Film mit finsteren Nazis herumschlagen, die die Lade für ihre hegemonistischen Absichten missbrauchen wollen. Dass Spielberg dabei seine Bösewichte nicht zu ernst nimmt, ist Ehrensache.

Heil Five
Heil Five

Raiders of the Lost Ark ist ein Stück Filmgeschichte – der Abenteuerfilm von Steven Spielberg ist aberwitzig, wartet mit guter Action und der richtigen Portion Mystery auf und bietet uns mit Indiana Jones einen lässigen Leinwandhelden. Dazu noch John Williams kultiger Score und fertig ist die gute Unterhaltung.

9,5 Sterne

  • Julian

    Ich habe seinerzeit Krieg der Sterne SE im Kino gesehen, in den 90ern, zuvor habe ich den auch nur einmal gesehen, in der ersten Klasse oder so – fast ohne Erinnerung. Das Gefühl ist so toll, einen Klassiker im Kino zu sehen und dann auch noch zum (gefühlten) ersten Mal!

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  • bullion

    Oh, mein Neid für die Kinosichtung ist dir sicher! War bestimmt ein tolles Erlebnis. Ich habe zumindest die „Star Wars“ SEs im Kino gesehen, die „Der Herr der Ringe“-Filme sowie „Blade Runner“ und „2001“ als Sondervorstellungen. Das ist immer etwas Besonderes…

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  • donpozuelo

    Dann machst du jetzt hoffentlich weiter und guckst die anderen auch noch. Aber du hast Recht, den würde ich auch gern mal im Kino sehen. Ähnlich wie Julian habe ich damals immerhin Krieg der Sterne SE im Kino sehen können. Man sollte so Retrospektiven wieder mehr einführen… das wäre cool!!!

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