OOSW: Neues zu Rogue One

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An der Star Wars Celebration VI in Anaheim ging heute das letzte grosse Panel über die Bühne – die Gäste waren Gareth Edwards und Josh Trank, ihres Zeichens die Regisseure der beiden Spin-Offs. Das heisst, es war nur Edwards da. Trank, der in den letzten Monaten immer stärker mit Vorwürfen konfrontiert wurde, dass er alkoholisiert das Set seines Films Fantastic Four zertrümmert haben soll, war leider abwesend, da es ihm „nicht gut“ ging. Das, und die ausbleibenden Informationen zum zweiten Spin-Off interpretiere ich wie Sascha: Trank ist schon lange aus dem Projekt raus und Disney will Fox die Promo zum neuen Superheldenfilm einfach nicht versauen. (Schliesslich wissen wir alle, dass das Teil an den Kinokassen brutal tanken wird.)

RogueOneNotoUnd so ging es am Panel um das erste Spin-Off, das ja den Titel Star Wars: Rogue One tragen wird. Der Film wird zudem künftig nicht mehr als Spin-Off bezeichnet, sondern als Teil der Star Wars Anthology, einer zweiten, parallelen Filmreihe, bei der sich jeder dieser unabhängigen Filme um andere Figuren dreht. Diese Filme sollen den Fokus weg von den altbekannten Helden lenken und vom Stil her neue Wege einschlagen. Rogue One wird laut Edwards ein Kriegsfilm sein und das Wort „Wars“ im Titel dieser Reihe betonen. Der Film wird vor A New Hope spielen und zeigen, wie eine Gruppe von Rebellen plant, die Pläne des ersten Todessterns zu stehlen. Zum Cast ist nichts weiteres bekannt – bisher ist Felicity Jones noch immer das einzige Gesicht dieses Films. Der Künstler Phil Noto zeigt uns schon einmal, wie Felicity als Rebellenpilotin aussehen könnten.

Edwards zeigte auch noch einen Teaser, der zwar kürzer und bescheidener ausfällt, als jener zu The Force Awakens, aber genauso zu beeindrucken weiss. Eine abgefilmte Variante lässt sich hier sehen, es bleibt zu hoffen, dass Disney dieses Häppchen auch bald offiziell und in guter Qualität hochlädt. Auch das Logo zum Film wurde gezeigt, hier scheint man wieder mehr in die Richtung der alten Filme zu gehen – sehr schön. Und so dürfte es auch ein wenig leichter fallen, zwischen den einzelnen Episoden und den Anthologie-Filmen zu unterscheiden.

Owley on Star Wars: Rogue One

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Wenn Disney die Quartalszahlen präsentiert, kann unsereins mit grossen News zu kommenden Filmen rechnen. Das Studio will die Aktionäre schliesslich davon überzeugen, dass man auch in Zukunft mitspielen wird und lässt so die ein oder andere Bombe platzen. Neben der Ankündigung, dass Disney mal wieder ein unnötiges Sequel nachreicht und Frozen 2 dreht, gab es viel Neues zu Star Wars, im Speziellen zu den beiden Filmen nach Star Wars: The Force Awakens.

Das namenlose Spin-Off, das unter der Regie von Gareth Edwards nach einem Drehbuch von Gary Whitta und Chris Weitz entsteht, wird den Titel Star Wars: Rogue One tragen. Damit wird sich der Film wohl ziemlich sicher um die X-Wing Staffel Rogue Squadron drehen und nicht, wie das Internet (meine Wenigkeit mit eingeschlossen) vermutete, um Boba Fett. Weniger überraschend ist die Verpflichtung von Felicity Jones, die schon seit einer Weile im Gespräch war und heute bestätigt wurde. Es ist anzunehmen, dass sie die Hauptrolle spielen wird, und damit eine Pilotin der Squadron – beides wäre höchst erfreulich was die Diversität im Star Wars-Universum betrifft. Star Wars: Rogue One wird am 16. Dezember 2016 in die Kinos kommen, also gut ein Jahr nach Star Wars: The Force Awakens.

Rogue_Squadron

Disney bestätigte ausserdem auch die Verpflichtung von Rian Johnson, der bei Star Wars: Episode VIII Regie führen wird und damit J.J. Abrams ablösen wird. Bekannt ist das zwar schon seit letztem August, Disney liess sich aber Zeit um hier noch eine Bestätigung nachzureichen. Was aber wirklich überraschend ist, ist dass dieser Film nicht wie die anderen zwei im Dezember erscheinen wird, sondern ganz traditionsgemäss im Mai (bisher erschienen alle Star Wars-Filme, von Star Wars: The Clone Wars abgesehen, im Mai). Damit kommt der achte Teil mit einem Starttermin am 26. Mai 2017 ziemlich genau 40 Jahre nach Star Wars: Episode IV – A New Hope. Wie schon im August bin ich sowohl enttäuscht als auch glücklich über Johnsons Verpflichtung. Schade, dass Abrams seine Welt so schnell wieder aus den Händen gibt, aber gut, dass er in Johnson meiner Meinung nach fähige Hände dazu gefunden hat.

Zu Josh Tranks Spin-Off gibt es derweil noch immer nichts Neues – angesichts der Tatsache, dass dieser Film wohl frühestens 2018 kommen wird, ist das aber auch keine Überraschung.

Godzilla (2014)

Godzilla

„The arrogance of men is thinking nature is in their control and not the other way around.“

Kurz nach einem Grubenunfall auf den Philippinen zerstört 1999 ein Erdbeben ein japanisches Kernkraftwerk. Zwei Unfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch der Fabrikaufseher Joe Brody glaubt nicht an einen Zufall – er sucht Beweise für seine Theorie: Dass ein riesiges Wesen diese Katastrophen verursacht hat. Mit Godzilla wagt sich der frischgebackene Star Wars-Regisseur Gareth Edwards an den Stoff des japanischen Riesenmonsters. Doch trotz einer Marketingkampagne mit dem Prädikat „mouth-watering“ und einem vielversprechenden Cast (Bryan Cranston, Juliette Binoche, Ken Watanabe) kann dieses Riesenechsenremake nicht überzeugen. Warum erfahrt ihr in meiner Review, die jedoch einige Plotpoints vorwegnimmt.

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Gareth Edwards macht Star Wars

Boba

Gareth Edwards dreht als Nächstes nicht Godzilla 2, sondern das erste Star Wars-Spin-Off, das am 16. Dezember 2016 kommen soll. Das hat Disney heute bekannt gegeben. Um welchen Charakter es geht, ist noch nicht bekannt, aber die Fans sind sich nicht zuletzt dank dieser Meldung einig, dass es im ersten Spin-Off eindeutig um Boba Fett gehen wird. Damit dürfte Disney die Fans zufriedenstellen

Wer jetzt befürchtet, dass das Spin-Off ein gleiches Chaos wird wie Godzilla, kann beruhigt aufatmen. Denn zumindest der Drehbuchautor Max Borenstein wurde nicht verpflichtet (der darf sich einer anderen noch nicht genauer definierten Disney-Property annehmen), das Script für das Spin-Off liefert Gary Whitta, der vorallem für seine Arbeit zu The Book of Eli bekannt ist.

Insofern sehe ich – anders als andere, die von Godzilla enttäuscht wurden – nicht schwarz. Denn der Schwachpunkt war das Drehbuch, nicht was Edwards damit angestellt hat. Und wenn der Film optisch und technisch nur halb so eindrücklich wird wie Godzilla, bin ich happy. Und übrigens nerve ich mich gerade darüber, dass ich eine Signierstunde mit Edwards in London geschwänzt habe, weil ich dachte, dass das sowieso ein kleiner Fisch ist.

Das obige Artwork ist übrigens nicht offiziell, sondern stammt vom Comic-Zeichner Leinil Yu und gefiel mir einfach total gut.