Game of Thrones – Staffel 1

„There is only one god and his name is Death, and there is only one thing we say to Death: ‚Not today!'“

Wenn ein Buch oder ein Comic verfilmt wird, dann versuche ich oft, sofern mir die Vorlage zusagt, diese zu lesen, bevor ich den Film, oder im Fall von George R.R. Martins Buchreihe „A Song of Ice and Fire“, die Serie sehe. Einfach, weil ich einen Eindruck von den Figuren und eine eigene Idee bekommen möchte, bevor ich mir die Vorstellung von irgendjemand anderem aufzwingen lasse. Damit hat es dann aber auch die Adaptation schwerer, weil sie meinen Vorstellungen gerecht werden, und dabei gleichzeitig auf einem anderen Medium unterhalten sollte. Doch bei all der Lobhudelei, die die erste Staffel einfuhr, könnte man meinen, dass es Game of Thrones nicht schwer haben sollte, mir zu gefallen.

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Bild der Woche #57

In den vergangenen Tagen hat mich der erste Band der Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ aus der Feder des amerikanischen Fantasyautoren George R.R. Martin begeistert. Was ich ja auch ziemlich lustig finde, ist nicht nur, dass solche geheimniskrämerischen Initialen offenbar zum guten Ton unter Fantasyautoren gehören, sondern dass es – gerade bei Martin, der gerne mit Tolkien verglichen wird, und wie die dicke Version von Guillermo del Toro aussieht – zweimal das R ist. Wie dem auch sei. Jedenfalls bin ich jetzt schon ziemlich angefressen, und das erst nach etwa fünf gelesenen Kapiteln. Die Story ist angenehm langatmig und detailliert und die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, vorausgesetzt, man findet sich in der Welt der gefühlten fünftausend Trilliarden unterschiedlichen Charaktere zurecht. Mittlerweile sind übrigens fünf der geplanten sieben Bände erschienen, die auf deutsch wohl in 14 Bänden erscheinen dürften, da jeder Band in zwei Bände aufgespaltet wird.

Und noch etwas: Kann man die Charakterbeschreibungen im Anhang schon lesen, oder spoilern die die Story?

The Imaginarium of Doctor Parnassus (2010)

Ein geiler Film war das. Gegen Ende freakt Terry Gilliams Fantasymärchen etwas aus, ansonsten kaum was auszusetzen. Schon gar nicht an den Top-Darstellerleistungen. Der Film könnte genausogut aus der Feder von Tim Burton oder Guillermo del Toro stammen. Oder eben von Terry Gilliam.

Story

Die Story ist interessant. Parnassus ist ein 1000jähriger Besitzer eines Kabinetts, mit dem man in Traumwelten gelangt. Das wäre ganz nett, hätte er nicht einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, der besagt, dass seine Tochter an ihrem 16. Geburtstag dem Teufel gehört. Natürlich geht schief, was kann und auch der allwissende Teufel kriegt sein Fett ab. Wer hätte sich nicht auch eine Traumwelt gewünscht, in die man fliehen kann. Leider versucht dort der Teufel, die Leute für sich zu gewinnen. Parnassus versucht mit allen Mitteln, das Schicksal seiner Tochter abzuwenden und gerät dank fieser Tricks des Teufels nur weiter in den Sumpf.

Schauspieler

Die Story zu Heath Ledger kennt jeder. Er verstarb während des Filmdrehs (also nicht am Set) sodass Jude Law, Colin Farrell und Johnny Depp seine Rolle aufnehmen. Letzterer trifft Ledger so gut, dass mir oft nicht klar war, wann Ledger spielte und wann Depp. Die anderen beiden sehen auch toll aus, treffen aber Ledger nicht so gut wie Depp. Man hätte die Story also ruhig auch ohne Law und Farrell durchiehen können, aber schaden tut es nicht. Zumal der durchgeknallte Jude Law sowas von abgeht auf seinen Leiterstelzen x)

Der Cast überzeugt allgemein auf der ganzen Linie. Die vier „Heath-Ledgers“ passen sich prima aneinander an, sie ähneln einander regelrecht. Der Teufel, Mr. Nick, als Tom Waits, ist grossartig. Er spielt den Teufel, wie man ihn sich vorstellt – gemein, hinterhältig und verführerisch. Dr. Parnassus (Christopher Plummer) macht seinen Part ebenfalls sehr überzeugend, und die beiden Jungdarsteller Andrew Garfield und Lily Cole spielen sehr echt. Mein Liebling nach dem Teufel ist klar Verne „MiniMe“ Troyer als Zwerg Percy. Auch er meistert seinen Part souverän.

Chaos

Anfänglich geht alles ganz gut. Die Fantasie von Terry Gilliam kommt gut rüber und man versteht alles. Bis zu einem gewissen Punkt, als alles im Chaos versinkt. Heath Ledgers Figur, die einem so sehr nähergebracht wird und die man liebgewinnt, stellt sich als Mistkerl heraus, und ehe man damit fertigwird, kommt das nächste Problem. Warum dreht Valentine schon wieder durch? Und ist sie jetzt tot? Oder nicht? Und was macht Parnassus plötzlich hier? Woher kommen all diese Spiegel? Soviele Fragen, dass man vor lauter „Hä?“ die Story aus den Augen und den Faden verliert. Schade, aber offenbar nicht das erste Mal bei Terry Gilliam.

Movies 2010 – Part II

Nachdem ich bereits die Filme von Januar – Juni 2010 präsentiert habe, folgen hier nun die Filme der darauffolgenden sechs Monaten. Juli – Dezember ist fest in der Hand der Fantasykrösusse Harry Potter, Narnia und Twilight. Letzterer steht, leider leider, nicht auf der Liste der Filme, die ich 2010 sehen möchte… 😉

Prince of Persia: Sand der Zeit - 29.7

Der 29.7 bringt uns gleich zwei Filme, die sicherlich auf der To-Watch-Liste einiger Kinogänger stehen werden. Zum einen ist da das Animationsspektakel Toy Story, das im Juli in die dritte Runde geht. Nachdem man lange nichts mehr von Cowboy Woody und Buzz Lightyear gehört hat, kommt nun also 2010 die Fortsetzung. Wir sind gespannt!

Der zweite Film ist die Gameverfilmung von Prince of Persia mit Jake Gyllenhaal als Prinz. Die Promobilder sehen schon richtig schick aus und lassen die Fanherzen sicherlich höher schlagen. Ein solches hab ich zwar nicht, aber ich bin immer interessiert an spannenden Fantasyfilmen, und ein solcher scheint Prince of Persia: Sand der Zeit zu werden!

Eigentlich ist es schade, dass man auf die bescheuerte Idee kam, den kanadischen Comic-Senkrechtstarter Scott Pilgrim mit echten Menschen zu verfilmen. Seit den Flintstones hat das keiner mehr gemacht und ich werde den Tag verfluchen, an dem den Simpsons dieses Schicksal widerfährt. Da ich aber Scott Pilgrim für einen echt coolen Typ halte, muss ich mir den Film ansehen. FTR: Scott Pilgrim ist ein 23-jähriger Typ, der gegen die 7 bösen Exfreunde von Ramona, einem Mädchen, dem er verfallen ist, kämpft. Das Ganze am 26.8 im Kino. Und ab März bei Panini!

UnverbesserlICH - 14.10

Frei nach Erich Kästners Konferenz der Tiere beraten diese in 3D, wie man die Welt vor weiteren Umweltkatastrophen schützen kann. Infos zum Film sickern nur wenige raus, so sind nicht einmal die Darsteller eruierbar. Der Trailer schaut hingegen spannend und vielversprechend aus. Ob er diese Versprechen auch hält, sieht man am 7.10.

Der Verbrecher Gru plant, den Mond zu stehlen. Doch er wird davon abgehalten, von drei kleinen Waisenkindern, die in ihm einen Ziehvater sehen. Das Animationsmärchen UnverbesserlICH mit dem wohl bescheuertsten deutschen Titel seit „Oben!“ kommt am 14.10 in die Lichtspielhäuser.

Nicht viel mehr als ein Jahr nach Teil 6 kommt nun – falsch – nicht der letzte Teil, auch nicht Teil 7; nein, Harry Potter 7.1 – Die Heiligtümer des Todes in die Kinos. Es ist ja schon an und für sich ein riesiges Sakrileg, dass die Macher den letzten Harry Potter-Band zweigeteilt haben, dass sie diesen dafür reichlich pfeffern müssen, um wenigstens halbwegs ihre Schuld gutmachen zu können. Ab 18.11 jagt Harry die Horkruxe…

Das letzte Highlight des Jahres erscheint rund fünf Jahre nach dem ersten Teil der Reihe und ist eine weitere Buchverfilmung. Hier hat man es jedoch bei einer gesitteten Zählung belassen. In Narnia 3 – Die Reise auf der Morgenröte sind nun lediglich die beiden jungen Pevensies mit von der Partie, die älteren zwei sind – das erklärt dann die Story – nicht dabei. Das heisst nun also auch auf Anna Popplewell verzichten – wir werdens überleben. Und zwar am 9.12.