Clone Wars

Star Wars hat seinen Kanon, sprich jeder Film, jedes Buch, jeder Comic und auch jedes Ereignis hat seinen Platz und es gibt keine Widersprüche. Zumindest auf dem Papier, in Wahrheit gibt es längst Werke, die anderen Werken widersprechen – wie zum Beispiel die Serie The Clone Wars. Die lässt Charaktere sterben, und belebt andere wieder, wie sie gerade mag. Das ist unglaublich schade für ein Universum, das soviele gute und durchdachte Stories zu bieten hat. Eine davon ist die Zeichentrick-Microserie Clone Wars, die noch lange vor The Clone Wars in drei Staffeln lief und ein ganz anderes Bild von den Klonkriegen zeichnete, als die neue Serie.

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S2E21 – Ein Droide geht auf Reisen

Als diese und die nächste Folge seinerzeit im Free TV ausgestrahlt wurden, war mein Recorder so nett, zu streiken, und so verpasste ich diese Folgen, und musste bis zur Staffelbox warten, die jedoch nur kurz darauf erschien. Immerhin kam ich so in den Genuss der englischen Tonspur, die doch angenehmer ist, als die deutsche. Komm‘ nach Hause, R2 ist die zweite Folge des Boba Fett-Dreiteilers und war jene Folge, auf die ich mich im Vorfeld am meisten freute, hatten doch mit Boba Fett und Bossk zwei der coolsten Kopfgeldjäger ihren Auftritt.

Als eine Bande von Kopfgeldjägern Anakin und Mace in eine tödliche Falle auf Vanqor führt, ist es an R2-D2, sich seinen Weg zurück nach Coruscant zu kämpfen und die Jedi zu warnen.

Ausführlicher Episodenguide

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S2E18 – Oh My God, Zillo!

Der erste Teil der Godzilla-King Kong-Doppelfolgen, denen ich bereits im Vorfeld mit gemischten Gefühlen entgegenblick(t)e, Das Zillo-Biest lief heute über den Äther, namentlich Kabel1. Die Fortsetzung findet sich nächste Woche in einem Double Feature mit der ersten Boba Fett-Folge, das bereits um 9 Uhr losgeht.

Die neue Superwaffe der Republik hat die fürchterliche Zillo-Bestie (NHHN berichtete) von Malastare geweckt. Nun müssen die Jedi einen Weg finden, die tödliche Kreatur zu bändigen.

Ausführlicher Episodenguide

Das Zillo-Biest, eine gaaaaanz subtile Anspielung an die japanische Mörderechse, gefällt mir einfach nicht. Das Viech, das aussieht wie ein flachgedrückter Exogorth mit Armen, hat schon mal im Artwork verloren. Dass man ihn nach Belieben schrumpfen und wachsen lässt, sorgt auch nicht für mehr Pluspunkte, und schon habe ich einen guten Grund, diese Folge nicht zu mögen. Ansonsten ist sie eigentlich nicht mal so schlecht, denn die Idee einer Doppelfolge mit zwei an zwei Horrorklassiker angelehnten Episoden ist doch gar nicht zu verurteilen. Auch die Umsetzung kann im Grossen und Ganzen gefallen.

Dabei wird man das Gefühl jedoch nicht los, als wäre man ziemlich gleichgültig an diese Folge heran gegangen, sodass man sich am Schluss fragt „Toll, und jetzt?“. Irgendwie kann der offenbar eh nicht vorhandene Funken nicht auf die Zuschauer rüberspringen, die Episode bleibt blass, wenn man das so ausdrücken kann. Da helfen auch gut herausgearbeitete Charaktere wie der ziemlich arrogante und ignorante Dug-Lord oder auch Mace Windu nicht, die die jeweiligen Gegenpole und die Gegenteile der Ideale des jeweils anderen verkörpern.

So freue ich mich auf die nächste Episode, die sicher ein actionreiches Finale auf Coruscant bereithält, wo sich Zillo nun befindet, doch diese Folge heute bleibt nur als eine Episode in Erinnerung, die im Grunde sehr gut gewesen wäre, jedoch auch viel Potentialund Überzeugungskraft verpufft. Vielleicht passt halt Godzilla auch einfach nicht zu Star Wars.

Und übrigens, an die Drehbuchschreiber und/oder deutschen Übersetzer: Seit wann sprechen sich Jedi nicht mehr in der Höflichkeitsform an? – „Meinst du?“

 

Boba rocks

Wir wissen schon lange, dass Boba Fett in The Clone Wars auftreten wird, genauer in Staffel 2, und zwar im Finale. Wie er aussieht, wissen wir auch, auch wenn mein Post, der wahrscheinlich als einer der ersten weltweit ein Bild von Boba gezeigt hat, ignoriert wurde *bösefauchundgrummel* 😀 An der Jedi-Con in Düsseldorf und kurz danach an der Wonder-Con in San Francisco wurde nun ein Staffel 2-Finale-Trailer gezeigt, mit viel Boba. Wie es aussieht, ist Boba demnach auf Rache an Mace Windu aus, was ziemlich dem entspricht, worauf Boba in den Romanen aus war. Wie man hier die Kontinuität wahrt, wird sicherlich interessant werden. Und hier folgt nun der ultracoole Trailer, der verdammt viel verspricht *freu*.

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The Expanded Clone Wars

Zu dem Besten, was The Clone Wars nebst der TV-Serie zu bieten hat, zählen die Digest-Comics, die hierzulande im übergrossen The Clone Wars-Magazin abgedruckt werden. In unregelmässigen Abständen folgt eine in sich abgeschlossene Story zu den Klonkriegen, die weitaus besser ist, als das, was Panini in der Star Wars-Comicreihe bringt. Heute habe ich mir die vierte Ausgabe zugelegt, die in meinen Augen die schlechteste von allen ist.

Die erste Storyline, „Shipyards of Doom“ (wie auch die zweite Ausgabe geschrieben von Henry Gilroy) handelt von einem Himmelfahrtskommando von Anakin und Ahsoka, die eine Separatistenschiffswerft hochjagen sollten. In der zweiten Story „Crash Course“ begeben sich Anakin und Ahsoka auf die Suche nach gestohlenen Daten und finden sich bald inmitten der Welt des Podraces, was für Anakin natürlich eine besondere Bedeutung hat. Die dritte Story, „Wind Raiders of Taloraan“ wurde von John Ostrander getextet und spielt auf dem Gasplaneten Taloraan, wo sich die Jedi mit der ansässigen Regierung zu Verhandlungsgesprächen treffen. Doch The Clone wars wäre nicht The Clone Wars, wenn die Separatisten nicht ihre Finger im Spiel hätten. Die erwähnten drei Stories sind sehr gut und nicht nur bzw. eher weniger was für die kleineren Leser.

Die vierte Geschichte heisst „Colossus of Destiny“ und hat, anders als die vorherigen Stories, nicht Anakin & Co. zum Protagonisten, sondern Mace Windu, der sich auf eine vom Krieg betroffene Welt begibt, und dort mit Schrecken feststellt, dass ein ehemaliger Freund mit den Separatisten gemeinsame Sache macht. Dabei versuchen sie, ein Steinwesen wiederzuerwecken, um es dann gegen die Republik in den Krieg ziehen zu lassen. Schon allein diese Zusammenfassung strotzt nur so von Lächerlichkeit. Genauso tut es Mace Windus Kugelwilli-Raumschiff und die halbherzige Diskussion über Entscheidungsfreiheit zwischen Windu und der Königin. Eine durchwegs schlechte Story, von einem Autoren, dessen einzige Story, die ich neben dieser kenne, ich nicht wirklich toll fand. Schade.

Der Zeichenstil ist nicht jedermanns Sache - mir gefällt er sehr gut

Ansonsten ist diese Reihe nur zu empfehlen – natürlich muss in Kauf genommen werden, dass es nicht viel anders als das TV-Geclonewarse ist, aber das erklärt sich von selbst.