Soundtrack of the Week – Iron Man 2 (2010)

Wie bereits in der letzten Woche, möchte ich auch diesmal die Musik zu einem Film, und wie ich mir vorgenommen habe, zu einem Superheldenfilm, vorstellen. Und da letztes Mal Iron Man dran war, möchte ich heuer die Musik der Fortsetzung, Iron Man 2, ins Visier nehmen, die nicht mehr Ramin Djawadi, sondern John Debney komponiert hat. Was für mich, der ich ein grosser Fan von Djawadis Soundtrack war, natürlich ein bisschen überraschend kam. Debneys Arbeit ist zumindest aber so gut, dass ich sie zu meinen Lieblingssoundtracks zähle, wenn er auch die Qualität des ersten Scores nicht ganz erreichen kann.

(mehr …)

Soundtrack of the Week – Iron Man (2008)

Das habe ich schon letztes Jahr und vorletztes Jahr gemacht, und ich wiederhole es gerne auch im aktuellen Jahr – jeweils gegen Ende des Jahres habe ich eine Handvoll guter Soundtracks vorgestellt, pro Woche einen. Und da kaum ein Jahr so superheldenreich war wie das aktuelle, möchte ich bis auf Weiteres einige Superhelden-Scores vorstellen, die es mir angetan haben, angefangen mit einem der besten Actionfilm-Soundtracks der vergangenen Jahre, wie ich finde – Ramin Djawadis Score zu Iron Man.

(mehr …)

Soundtrack of the Week – Avatar

Um meiner aktuellen Linie treu zu bleiben, möchte ich abermals einen Soundtrack vorstellen, der es unter meine Soundtrack-Nominationen für Gravals Filme 2010 geschafft hat – nachdem ich letzte Woche die anderen Kandidaten Ponyo und Inception präsentierte, ist diese Woche die Musik zum erfolgreichsten Film aller Zeiten dran – zu James Camerons Fantasy-Epos Avatar. Lassen wir uns also von James Horners Pandora-Klängen verzaubern und begeben wir uns auf die Welt der blauhäutigen Na’vi. Und Leona Lewis.

(mehr …)

Soundtrack of the Week – Ponyo

Ich möchte auch diese Woche wieder einen Soundtrack vorstellen, der mir in diesem Jahr sehr positiv in Erinnerung geblieben ist, genauso wie der dazugehörige Film, auch wenn beide bereits aus 2008 stammen. Es ist ein sehr eigenwilliges Score meines Lieblingskomponisten Joe Hisaishi zum neuesten Werk von Hayao Miyazaki über ein kleines Goldfischmädchen, Ponyo. In diesem Soundtrack beschreitet Hisaishi gewissermassen Neuland, zumindest komponiert er Melodien, die für seine Verhältnisse doch sehr ungewohnt sind.

(mehr …)

Soundtrack of the Week – Inception

Ich hatte vor einem Jahr in Einstimmung auf den Vader Award, einen fiktiven Award, den ich immer wieder an gute Filme im entsprechenden Jahr vergebe, im Wochenrhythmus einige gute Filmscores vorgestellt. Und an diese Tradition möchte ich jetzt gerne wieder anknüpfen, und euch zuerst einen Soundtrack vorstellen, der dieses Jahr einen sehr erfolgreichen Film untermalt hat, nämlich die Musik von Hans Zimmer zu Inception, dem wohl schlauesten und durchdachtesten Film dieses Jahres.

(mehr …)

Soundtrack of the Week – Slumdog Millionaire

Heute stelle ich euch einen Soundtrack vor, der es ins Feld der Nominierten für den Vader Award 2009 für den besten Soundtrack geschafft hat. Zu den weiteren Nominierten folgt im Dezember mehr… Besagter Soundtrack untermalt den Film Slumdog Millionaire von Danny Boyle und wurde von A.R. Rahman geschrieben. Der Song „Jai Ho“ brachte dem Album sogar einen Oscar ein, genauso wie das ganze Album als solches.

Der Komponist
A.R. Rahman (geboren A. S. Dileep Kumar, nach Konversion zum Islam Allah Rakha Rahman) ist ein indischer Komponist. Er ist in Indien vorwiegend für seine Bollywoodsoundtracks bekannt. Ersten Kontakt mit Hollywoodsoundtracks machte er, als er gemeinsam mit Craig Armstrong den Soundtrack zu „Elisabeth – Das goldene Zeitalter“ schrieb. Für „Slumdog Millionaire“ mischte Rahman ältere indische Musik mit neuerem Bollywood-Sound. Zahlreiche Künstler arbeiteten an dem Album mit, so beispielsweise M.I.A., die auch einen Song beisteuerte und selbst mitsang, sowie einige indische Künstler.

Der Soundtrack
Danny Boyle wollte keinen melancholischen Soundtrack. Er wollte einen pulsiven Soundtrack. Rahman erfüllt diese Bitte ohne Frage. Schon der erste Titel „O… Saya“, der, bezeichnend für das Album, sehr viele elektronische und synthetische Elemente enthält, kombiniert Trommelrhythmen mit M.I.A.s & Rahmans Stimme zu einem fetzigen Einspieler. Manch einer erinnert sich an die Szene auf dem Flugplatz mit den ballspielenden Kindern. Der Song gibt die Richtung des Soundtracks an. Rahman benutzt oft traditionelle indische Instrumente und unterlegt sie mit satten Trommeln sowie elektronischen Beats. Und das klingt besser, als man denkt. Selbst M.I.A.s „Paper Planes“, das ursprünglich nicht für den Film geschrieben wurde, passt sich prima in den Soundtrack ein. Da ist der, zwar auch sehr schöne, „DFA Remix“ des Stücks gar nicht mehr nötig. „Liquid Dance“ ist eines meiner Lieblingsstücke des Soundtracks. Es beginnt mit schnell sprechenden indischen Stimmen, die sich dann in einem Beat und schliesslich in inidischem Sound verlieren. Hie und da hört man sogar westliche Klänge durchdringen. Wo das Stück genau eingesetzt wurde, weiss ich leider nicht mehr. Ein eher ruhiges Stück schrieb Rahman mit „Latikas Theme“, das von Suzanne D’Mello besungen/besummt wird. Das Stück ist gegen Ende des Films zu hören, wenn ich mich nicht täusche, sogar in einer Szene, als Jamal seine Jugendliebe Latika wiedersieht. Jedenfalls ein sehr emotionales und tiefgehendes Stück. Boyle sprach einst von der Gegensätzlichkeit des Films, die man bereits im Filmtitel sieht. Auch Rahman hat sich dieses Themas angenommen, wie der Wechsel von „pulsiver“ Musik zu emotionaler zeigt. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und bringt gegen Schluss sogar noch das Hollywood-Klischee ins Spiel, als er mit „Jai Ho“ Bollywood-Musik draufknallt. Spitze!

Fazit
Nicht orchestrale Hollywood-Scores waren hier gefragt. Sondern lebendige Musik, die einen tanzen lässt. Die einem die indische Kultur etwas näherbringt. A.R. Rahman hat volle Arbeit geleistet und einen Soundtrack auf die Beine gestellt, der den Oscar mehr als verdient hat. So ähnlich die Stücke auch klingen mögen, jedes ist ganz speziell und doch so anders als die restlichen!

YouTube Preview Image

Soundtrack of the Week – Star Wars: The Clone Wars

Diesmal – wieder verspätet, wieder wegen dem PC-Absturz – ein Soundtrack, der zwar nicht jedermanns Sache ist, jedoch zu meinen Favoriten zählt: Star Wars: The Clone Wars vom Szenenneuling Kevin Kiner. In der Tat ist es schwierig, in die Fussstapfen von Krösus John Williams zu treten und auch ich habe zuerst die Nase ab den neuen Tönen gerümpft. Doch mittlerweile gefällt mir der Sound so gut, dass ich mich schon riesig auf den Soundtrack zur Serie selbst freue. Wenn denn einer kommt. Denn der Anklang war leider nicht so gross.

Der Komponist
Über Kiner ist im Internet wenig zu finden. Gerade mal sein Palmarès an Kompositionen ist auffindbar. So hat er unter anderem den Soundtrack zu Star Trek: Enterprise und CSI: Miami komponiert und fokussiert sich vermehrt auf TV-Produktionen. Kiner ist ziemlich neu im Business. Dafür ist seine Musik dann doch sehr gewagt. Denn Kiner schwört nicht nur auf die Instrumente des klassischen Philharmonie-Orchesters, sondern spielt oft auch Instrumente aus fremden Kulturen ein, die sich aber perfekt ins Ensemble einpassen.

Der Soundtrack
Mit 32 Titeln verfügt der Soundtrack über selten viele Titel, die dafür selten länger als zwei Minuten sind. Zum Teil handelt es sich dabei um Cliffhanger, also Titel, die nahtlos in einander übergehen. Man merkt auch, dass mit diesem Soundtrack bei Star Wars musikalisch ein neuer Wind weht. Weg von den feinen, sanften Symphonie-Klängen von John Williams hin zu den pompösen Tönen von Kiner. Das Titellied „Main Theme & A Galaxy Divided“ verkündet den Neuanfang. Mit vielen Bläsern und Trommelschlägen beginnt das Stück – man merkt: Hier herrscht Krieg! Die martialische Linie zieht sich durch das ganze Album, doch Kiner bedient sich auch sanfter Musik, vorallem für die Szenen, die die Meister-Padawan-Beziehung zwischen Anakin und Ahsoka darstellen. Die Schlachtszenen wiederum sind heftiger gezeichnet. So fügt der Komponist nicht selten auch E-Gitarrenriffs ins Stück ein, die das Ganze noch intensiver erscheinen lassen. Das Stück „Battle of Teth“ zählt dadurch zu den meistgespielten Titeln auf meinem iPod, da Kiner dort gekonnt zwischen Kriegsmusik und – ich tippe mal – asiatischen Klängen switcht. Beachtlich ist auch, wie Kiners Soundtrack einem doch das Star-Wars-Feeling verleiht. Und hie und da klingt auch eins von Williams bekannten, alten Themen durch. Für die Szenen in Ziros Grotte hat sich Kiner swingender Titel bedient. Das Stück „Ziro’s Nightclub Band“ beispielsweise ist durch und durch ein Swing-Titel. Damit knüpft Kiner dort an, wo Williams mit der „Cantina Band“ u.Ä. aufgehört hat.

Fazit
Man würde kaum sagen, dass Kiner ein verhältnismässiger Neuling ist, wenn man es nicht besser wüsste. Kiner merzt die Grenzen, die Williams gesetzt hat gekonnt aus, und bietet einen abwechslungsreichen Soundtrack. Von westlichen Klängen mit Rock-Elementen hin zu fremder asiatisch/afrikanischer Musik – Kiner bietet fast alles. Manchmal missfällt dem Hörer eben gerade diese Vielfalt, die Williams eher weniger bot, doch ich finde sie einfach nur genial. Und das nicht nur, weil ich Star Wars-Fan bin. Sondern auch weil ich Fan von guten Soundtracks bin.

YouTube Preview Image

Soundtrack of the Week – Pirates of the Carribean 3

In Einstimmung auf den Vader Award 2009 möchte ich ab sofort jede Woche einen Soundtrack vorstellen, der mir ganz gut gefällt. Heute präsentiere ich den Soundtrack zu Pirates of the Carribean 3 – At World’s End von Hans Zimmer, von dem ihr sicherlich nicht zum letzten Mal gehört habt, da er zu meinen Lieblingskomponisten zählt. Zimmer schrieb auch schon den Soundtrack zu Lion King, weltweite Berühmtheit erlangte er jedoch durch das Titellied zum ersten Pirates-Film, das er zusammen mit Klaus Badelt schrieb.

Der Komponist
Hans Zimmer ist ein deutscher Komponist, der in Hollywood arbeitet. Er zählt gemeinsam mit John Williams und Danny Elfman zu den bekanntesten Filmmusikkomponisten und ist aktuell der wohl meistgebuchte Filmkomponist. Zu seinen aktuell bekanntesten Soundtracks zählen die Pirates-Trilogie, der Simpsons-Film, Madagascar 1 & 2, Der Da Vinci  Code, Illuminati und die beiden aktuellen Batman-Verfilmungen. Zimmer arbeitet oft mit Komponisten der Talentschmiede Remote Control, die Zimmer gegründet hatte. Dieser entspringen einige namhafte Komponisten wie Steve Jablonsky, Klaus Badelt und Harry Gregson-Williams.

Der Soundtrack
Der dritte Film dieser Reihe ist ja bekanntlich eine Spur mystischer als die Vorgänger. So landen die Protagonisten nun am Ende der Welt, das auch sprichwörtlich dort liegt. Der Soundtrack beginnt jedoch noch ganz „un-mystisch“ mit dem Stück „Hoist the Colours“ das die Verbrecher vor ihrem Tod am Galgen singen. Bereits das zweite Stück „Singapore“ ist jedoch sehr exotisch und mit den folgenden Stücken findet Zimmer in das mystische, exotische Flair, das Singapur und das sprichwörtliche Ende der Welt ausmachen. Er fügt auch ganz geschickt die altbekannten Themes in die Stücke ein, sodass der Wiedererkennungseffekt zwar gross ist, er gleichzeitig aber neues bieten kann. „Up is down“ spielt bei der Szene, als das Schiff „gewendet wird“ und entspricht dem Titel. Das Stück klingt richtig durcheinander und wenn man die Augen schliesst, sieht man die Szene vor sich, wie die Piraten mit Gewichtsverlagerung das Schiff wenden wollen. Ein Stilbruch bildet da der Titel „Parlay“, als die Piraten einen Deal aushandeln wollen und sich auf einer Sandbank treffen. Passend zur Spannung erklingt ein Wild-West-Thema im Stile von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Gegen Ende des Soundtracks und zur finalen Schlacht hin ertönen wieder pompösere Klänge, obwohl pompös im Bezug zum vorwiegend Streicherkomponisten Zimmer falsch ist. Trotzdem setzt Zimmer gegen Schluss noch mal sein ganzes Können ein, um die Schlacht auch wirklich gerecht zum untermalen. Denn diese ist ja auch nicht ganz ohne…

Fazit
Der Soundtrack ist eigentlich gesamt keine Wucht. Er ist ein durchschnittlicher Zimmer-Soundtrack mit, wie erwähnt, vielen Streichern und dem altbekannten Klangschema. Durch Stilbrüche wie bei „Parlay“ oder „Singapore“ und durch das Einspielen sakral angehauchter Musik wie bei „Calypso“ hat Zimmer aber Neuland betreten und sich von den zwar schönen, aber mit der Zeit langweilig werdenden für ihn typischen Klängen wegbegeben. Mit diesem gewagten Schritt hat er auch dem Soundtrack Frische und die nötige Portion Exotik verliehen um ihn über den Status eines durchschnittlichen Soundtracks hinwegzuheben.

YouTube Preview Image