Le Passé (2013)

LePasse

„Soit tu gardes cela pour toi et tout devient un calvaire jusqu’à la fin de ta vie, soit tu dis tout à ta mère.“

Eigentlich besucht Ahmad seine Familie in Frankreich nur noch, um die Scheidungspapiere zu unterzeichnen und damit den Weg für die bevorstehende Hochzeit seiner Ex-Frau Marie und dem jungen Samir zu bahnen. Doch das aufsässige Verhalten von Maries ältester Tochter, die sich mit allen Mitteln gegen die Heirat wehrt, zwingt Ahmad noch einmal in die Vaterrolle. Le Passé ist der erste Film in französischer Sprache des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi und schildert eindrücklich das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Welten, Wünsche und Hoffnungen.

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Argo (2012)

„If I’m doing a fake movie, it’s gonna be a fake hit!“

Filme, die auf einer wahren Geschichte beruhen können diese meist gar nicht akkurat wiedergeben – denn das Leben funktioniert meist nicht nach den Regeln von Hollywood. Und so ist es stört das längst keinen mehr, dass man gerne Drama dazudichtet, wo keines ist, und nicht so tolle Dinge beschönigt. Ausser vielleicht die beteiligten Personen, wie der frühere kanadische Botschafter im Iran Ken Taylor, der sich über die Rolle seiner Figur in Argo beklagte. Und nachdem Regisseur und Hauptdarsteller Ben Affleck das Ende ein bisschen umgeschrieben hat sind beide wieder beste Freunde und ihr um ein bisschen Trivia-Wissen reicher.

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Peter Berg ist ein Vollidiot.

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Seriously, der Typ krakselt langsam, aber sicher an die Spitze meiner Liste der beschissensten Regisseure. No kidding. Die Fakten: Battleship läuft in den Staaten und einigen Ländern erst morgen an. Was zwar an sich nicht so schlimm ist, denn die Strategie, Filme erst in Europa und Asien anlaufen zu lassen, hat wiederholt funktioniert. Nur ist das Problem, dass Battleship hierzulande im April anlief, und damit nahezu keiner Konkurrenz ausgesetzt war, während der Film in Amerika gegen The Avengers und The Dictator bestehen muss. Was echt schwierig wird. Zumal die Kritiken bisher vernichtend waren. Selbst ich musste dem Film grosse Dummheit eingestehen, auch wenn er mir in der Gesamtrechnung gefiel.

Nun wäre es an Peter Berg, zu erzählen, wie cool der Film ist, dass ihn doch noch ein, zwei Amis schauen. Nix da. Mit einem israelischen Journalist wagt er sich aufs Glatteis, indem er sagt, wie scheisse der Konflikt mit Iran sei. Was vollkommen unnötig ist, politische Gesinnung hin oder her. Das gehört nicht in ein Press Junket. Zumindest nicht ins Press Junket eines so oberflächlichen Films. Aber nein, er überschreitet auch noch diverse Grenzen des Respekts, fragt den Journalisten, der wiederholt der Frage ausweicht (was ein sehr diplomatisches Zeichen ist, dass er nicht darüber reden möchte, lieber Herr Berg, aber ich weiss, sie verstehen diplomatische Kommunikation offenbar nicht), ob er sich vor dem Militärdienst gedrückt habe (was er übrigens nicht hat). Und nicht genug, er fordert den Typen auf, der Army beizutreten. Und nennt ihn Motherfucker.

Gott, was für ein Vollidiot.