Ex Machina (2015)

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„One day the AIs are going to look back on us the same way we look at fossil skeletons on the plains of Africa. An upright ape living in dust with crude language and tools, all set for extinction.“

In den letzten Monaten durften wir zahlreiche Regiedebüts von Quereinsteigern – also Drehbuchautoren, Kameramännern oder sogar Schauspielern im Kino erleben. Längst nicht alle dieser Projekte wussten zu überzeugen (I’m looking at you, Wally Pfister!) aber im Grossen und Ganzen waren es erfolgreiche Debüts die uns da präsentiert wurden. Nachdem er in Two Faces of January für Hossein Aminis erste Regiearbeit vor der Kamera stand, ist Oscar Isaac nun auch im Debüt von Drehbuchautor Alex Garland zu sehen. Und Ex Machina ist ein Debüt, das sich sehen lassen kann.

Alan Turings Biografie The Imitation Game blieben bei den Oscars zwar die grossen Preise verwehrt – doch was die Academy verschmähte, ehrt das Kino nun selber umso stärker: In Ex Machina geht es um den vom britischen Mathematiker konzipierten Turing-Test, den der Programmierer Caleb im Auftrag seines Bosses Nathan an dessen Roboter Ava durchführen soll. Mithilfe des Tests soll Caleb herausfinden, ob Ava künstliche Intelligenz erlangt hat oder dies nur simuliert. Dabei ist der Film aber kein Science Fiction-Streifen im eigentlichen Sinn – das Wesen des Androiden ist interessanter als die Effekte, die ihn ausmachen.

Ex Machina ist ein spannendes Kammerspiel, das von seinen drei Hauptdarstellern lebt. Alicia Vikander überzeugt in der Rolle der schönen Roboterdame Ava. Domhnall Gleeson, der ewige Schussel, spielt auch hier einen unsicheren Programmierer, der erst nach und nach realisiert, welches Spiel hier mit ihm gespielt wird. Oscar Isaac mimt seinen Boss, den undurchschaubaren Internet-Milliardär Nathan. Die Stimmung zwischen den Beiden ist von Anfang an angespannt und geprägt von gegenseitigen Unsicherheiten, was Ava nicht entgeht. Man muss kein Hellseher sein, um zu ahnen, dass sich dieser schwelende Konflikt mit zunehmender Laufzeit zuspitzt…

In Kürze:

Mit Ex Machina feiert Alex Garland einen souveränen Einstand als Regisseur – ein packender Thriller, der mit einem starken Darstellertrio aufwartet und spannende Fragen aufwirft.

Wertung:

5 von 5 Wiederholungen von Oliver Cheathams Get Down Saturday Night

Calvary (2014)

Calvary

„The commandment ‚thou shalt not kill‘ does not have an asterisk next to it referring you to the bottom of the page to a list of incidents where it’s okay to kill people.“

Statt einer Beichte gibt es für den irischen Priester James Lavelle während der Sonntagsmesse eine Morddrohung. In einer Woche werde er sterben, lässt ihn sein unbekanntes Gegenüber wissen. James ist versucht, diese Nachricht so gut es geht zu verdauen und erkennt dabei, wie schlimm es wirklich um seine Gemeinde steht. Mit Calvary bringt uns John Michael McDonagh seine zweite Regiearbeit, bei der er nach The Guard erneut auf das Schauspieltalent des charismatischen Brendan Gleeson setzt.

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Frank (2014)

Frank

„I find this inspiring!“

„Can you play C, F and G?“, fragt ihn Don, Manager der schrägen Band Soronprfbs, die gerade einen neuen Keyboarder suchen, nachdem sich der letzte das Leben nehmen wollte. Klar kann das Jon. Der unscheinbare Möchtegernmusiker kann noch viel mehr und wittert mit diesem Angebot seine Chance auf den musikalischen Durchbruch. Mit Frank erzählt der irische Regisseur Lenny Abrahamson die Geschichte einer Band, die unter der Leitung ihres Bandleaders versucht, die eigenen Grenzen zu sprengen. In der Hauptrolle zu sehen ist der frischgebackene Star Wars-Darsteller Domhnall Gleeson, während Michael Fassbender die Titelrolle des Frank spielt, eines Bandleaders, der immer eine Pappmaché-Maske trägt.

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Episode VII, die Erste.

fanboys

Ich werde an dieser Stelle im Laufe der kommenden rund 600 Tage immer mal wieder über Star Wars: Episode VII schreiben. Wenn es was zu berichten gibt. Wie zum Beispiel heute, als die Macher nämlich den Cast bekanntgaben, und sowohl einige Gerüchte bestätigten bzw. für Unfug erklärten, als auch mit Überraschungen aufwarten konnten. Keine Überraschung: Der alte Cast kehrt zurück. Das heisst Harrison Ford, Mark Hamill und Carrie Fisher. Mit ihnen Peter Mayhew (Chewbacca), Anthony Daniels (C-3PO) und Kenny Baker (R2-D2). Billy Dee Williams alias Lando Calrissian fehlt auf dieser Liste, dürfte aber sicher in einem späteren Film folgen.

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About Time (2013)

AboutTime

„I never said you could fix everything.“

Ich mag eigentlich Rom-Coms nicht wirklich. Es gibt viele Genres, die mir gefallen, aber Rom-Coms zählen eigentlich nicht dazu. Doch wenn es sich dabei um britische Rom-Coms handelt, sieht das wieder ganz anders aus. So Zeug wie Love Actually oder sonstiges Hugh-Grant-Zeug schaue ich mir eigentlich sehr gerne an. Ich weiss auch nicht wirklich, warum. Aber die Briten haben einen gewissen Charme, dem ich selbst als Kitschverachter nur schwer widerstehen kann. Und sie haben Bill Nighy, der in About Time ein weiteres Mal eindrücklich beweist, dass er eine Wohltat für jeden Film ist.

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Trailer: Dredd

Immer sprachen sie von den „drei Grossen 2012“ – The Avengers, The Amazing Spider-Man und The Dark Knight Rises. Und auch wenn sie im Vergleich zu Dredd, dem britischen Low-Budget-Beitrag ins Blockbusterrennen dieses Jahres wirklich grössere Produktionen sind, der Film ist auch eine Superhelden-Verfilmung und sollte nicht auf den Listen der Fans vergessen werden. Der erste Trailer sieht darum zu, dass dies auch nicht passiert und wartet mit Snyder’scher Optik und viel sinnlosem Gedöns, aber letztlich doch irgendwie interessantem Boba Fett-Look auf. Sieht spassig aus. Und hat Karl Urban und Brendan Gleesons Sohn. Gekauft.

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